Kurios: Ossis und Wessis sollen weg

Gerade bei SPON gefunden: Kanzleramtsminister de Maiziere will die Begriffe ‚Wessi‘ und ‚Ossi‘ abschaffen. Deutschland wäre ja mittlerweile so weit geeint, dass die Unterscheidung zwischen West und Ost nicht mehr angebracht sei.

Da stellt sich der mitdenkende Leser doch SPONtan (was für ein Wortspiel ;-) ) mindestens zwei Fragen:

  1. Wie soll man denn dann die Unterschiede, die nachwievor zum West-Ost-Gefälle führen und unzweifelhaft vorhanden sind, beschreiben? Es ist nunmal so, dass der Osten wirtschaftlich in einer ziemlich prekären Lage ist. Müssen in Zukunft alle neuen Bundesländer genannt werden, um den Begriff ‚Ostdeutschland‘ zu ersetzen?
  2. Wo liegt eigentlich das Problem? ‚Wessi‘ und ‚Ossi‘ sind elementarer Teil der deutsch-deutschen Geschichte und durchaus nicht (mehr) zwingend negativ geprägte Begriffe. Gegen die ‚Preißen‘ sagt ja auch keiner was. Darf man solche Begriffe wirklich aus dem öffentlichen Jargon streichen?

Interessanterweise wird im Artikel auch gleich die Abschaffung des Solidaritätszuschlages dementiert. Scheinbar ist doch noch nicht alles so gleich, wie Herr de Maiziere es gerne sehen würde.


Hier gibt's keine Meinungsfreiheit!