Kram von Dezember 2007

Das war’s!

Freitag, 21. Dezember 2007

So, was lange währt, wird endlich gut. Nach etwa einer Woche Arbeit ist jetzt auch meine letzte Hausaufgabe für die Uni fertig, gleich geht’s die noch abgeben, dann wird erstmal auf die „Ferien“ angestoßen.. wofür man bei der Gelegenheit vielleicht noch was brauchbares einkaufen sollte. Hauptsache ist, dieses Jahr gibt’s nicht mal Arbeit über die Ferien, eigentlich wollte ich nur ne Menge lesen und mich wieder in Statistik fit machen ;-)

Daneben werde ich dann morgen oder übermorgen in die Heimat fahren, danach kommt noch eine gute Woche Sylvesterurlaub dran. Vielleicht geh ich dann ja mal wieder etwas entspannter ins neue Jahr.

HowTo be a bad Sozialwissenschafter?

Freitag, 21. Dezember 2007

Man nehme ein universitäres Forschungsteam, ein brisantes Thema, ein paar politische Schlagworte und die Finanzierung des Bundesinnenministeriums.

So geschehen an der Uni Hamburg. Eine sozialwissenschaftliche Studie zu Muslimen in Deutschland kommt zu Ergebnissen, die nicht ohne Grund großen Diskussionsstoff liefern. Jeder 2,5te Moslem ist ein Fundamentalist, jeder 7te gar ein Feind unserer demokratischen Ordnung. Ebenfalls jeder 2,5te ist davon überzeugt, Gewalt sei eine legitime Reaktion auf die westliche Bedrohung des Islams.

Was soll man dazu noch sagen? An jedem 2,5ten Dönerstand müsste ich dafür geschlagen oder gar getötet werden, dass ich meinen Döner in (westlichen) Euro bezahlen möchte. Als Bewohner der Kasseler Nordstadt müsste ich sowieso schon lange tot sein. Wer in Berlin Neu-Kölln wohnt, sollte eigentlich sowieso keine Chance haben, überhaupt seinen Umzug zu erleben.

Hier zeigt sich wieder, warum Wissenschaft gewissen Gütekriterien unterliegen sollte. Was kann man denn auch erwarten, wenn Wolfgang Schäuble eine Studie zu einem solch terrorverdächtigen Thema finanziert? Davon abgesehen, was macht Schäuble, der wegen eines Terroranschlags im Rollstuhl sitzt, eigentlich am Hebel der Terrorabwehr? Kein Richter darf Fälle, die ihn persönlich betreffen, verhandeln. Kein Kriminalbeamter solchen nachgehen. Schäuble ist das Paradebeispiel für das Warum.

(Quelle: Spiegel Online)

P.S.: Ach so, Danke an Hamburg, für das In-den-Dreck-ziehen meines angehenden Berufsstandes!

Land in Sicht

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Nachdem ich heute den DPD-Boten leider verschlafen habe, hoffe ich inständig, ihn morgen zu erwischen und meinem Rechner endlich sein wohlverdientes Netzteil präsentieren zu können. Langsam wird’s auch höchste Zeit.

Nebenbei habe ich jetzt 5 Tage an meiner Hausarbeit gebastelt, zugegebenermaßen verdammt ungewohnt langsam, weil das Schreiben am Laptop nicht mehr wirklich gesund ist. Dank des allseits bekannten Defektes der Grafikkarte kann man in etwa eine Stunde konzentriert schreiben, bevor im ersten Schritt die Augen anfangen zu tränen, dann stellen sich permanente Kopfschmerzen ein. Mittlerweile brennen mir erstere, letzterer tut mir seit 3 Tagen weh und ich habe langsam verständlicherweise die Faxen ziemlich dicke. Aber immerhin ist die Hausarbeit relativ fertig geschrieben, jedenfalls so weit, dass sie morgen fertig wird.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Netzteil keine anderen Komponenten in Mitleidenschaft gezogen hat und der Rechner morgen wieder läuft.

Scheisse ist…

Dienstag, 18. Dezember 2007

… innerhalb von zwei Monaten zwei EC-Karten gesperrt zu bekommen, weil die Geldautomaten nicht ordentlich funktionieren, und dann auch noch 16 Euro für die Sperrung bezahlen zu dürfen.

VG Media erhebt Gebühren auf EPG-Daten

Dienstag, 18. Dezember 2007

Gerade beim Update meiner TV-Browser-Senderdaten erfahren: Die VG Media (Verlagsgruppe Media) erhebt ab dem 01. Januar des kommenden Jahres Gebühren auf die Verwendung ihrer Sendungsdaten. Konkret heisst das, dass kostenlose, Opensource-Programm-Dienste wie TV-Browser, das wohl der grösste Vertreter sein sollte, die Programme der betroffenen Sender nicht mehr in ihrem „Angebot“ haben werden. Dies wären dann u.a. die RTL- und die Pro7-Media-Group, also alle großen Privatsender. Kostenfreie EPGs, die prinzipiell Werbung für das Programm der Sender machen, werden somit nutzlos, es sei denn, man steht ausschließlich auf öffentlich-rechtliches Fernsehen. Wie lächerlich die Gebührenerhebung gerade bei kostenfreien Opensource-Projekten ist, braucht wohl nicht näher erläutert zu werden.

Wer sein Unbehagen darüber kund tun will, den bitte ich, die eingerichtete Petition für das kostenlose Nutzungsrecht der Senderdaten für TV-Browser zu unterschreiben und der VG Media somit zu zeigen, wie groß die erboste Nutzergemeinde ist.

Umsiedelung ins Niemandsland – Windows goes.. away (pt. I)

Dienstag, 18. Dezember 2007

Heute, bzw. letzte Nacht, habe ich mal wieder ein nettes Projekt gestartet, um Windows endlich so weit wie möglich von meinem Laptop zu verbannen. Dummerweise gibt es ja immernoch einige Dinge, für die FreeBSD nicht wirklich ausgereift ist, also Windows benötigt wird. Also bin ich nun zu dem Schluss gekommen, dass ein Windows als Gastsystem per QEMU das Mittel der Wahl ist (VMWare ist einfach zu kompliziert/teuer). Und weil sich da sowieso ewige Wartezeiten ergeben, passt das Ganze auch wunderbar dazu, dass ich gerade am Hausarbeit schreiben bin.

Nach kurzer Suche im Netz fand sich auch ein scheinbar sehr brauchbares HowTo bei bsdbox, das es nun umzusetzen galt. Die Installation von QEMU ging gewohnt unkompliziert, die von Windows XP ebenfalls, auch wenn sie, auf Minimalanforderungen laufend, sehr schleppend vonstatten ging. Ärgerlicherweise konnte ich für diesen Zweck meine OEM-Windows-CD vom Laptop nicht mehr benutzen, weil ja eine andere CPU emuliert wird, so dass die Recovery CD das Ding nicht mehr erkennt. Noch ärgerlicher war dann die Erkenntnis, dass ich, aus gleichem Grunde, meinen gekauften Key auch nicht verwenden konnte. Auch wenn ich XP ab diesem Zeitpunkt abgeschrieben hatte, hier trotzdem noch ein paar nette Screens quasi zum Beweis, dass es grundsätzlich funktioniert.

Setup-Screen 1Setup-Screen 2

Nun ja, das wären dann auch meine Versuche mit XP. Wenn mir Microsoft meinen Key nicht wandeln will (Anfrage ist raus), so dass ich ihn für die virtuelle Maschine auf dem Laptop, mit dem er gekauft wurde, einsetzen kann, kommt der nächste Versuch mit Windows 2000. Da fliegt hier tatsächlich auch noch ein legaler Key rum :-)

Life in Chaosmos ist loggingfrei

Montag, 17. Dezember 2007

Der aufmerksame Besucher mag es schon bemerkt haben, meine Bemühungen, Life in Chaosmos frei von gezwungenermaßen geloggten Benutzerdaten, die eine Identifizierung ermöglichen, zu machen, sind seit Samstag erfolgreich  abgeschlossen. Der Blog ist nun stolzer Träger des Siegels „Wir speichern nicht“ der gleichnamigen Initiative des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat).

Mit diesem Schritt ist ab sofort gesichert, dass IP-Adressen von meinem Webserver nicht mehr geloggt werden (Ausnahmefälle zur Ahndung von Angriffen ausgenommen), sowie im Blog in Zukunft die Pflicht zur Eingabe der Email-Adresse wegfällt.

Fuck the visitor!

Freitag, 14. Dezember 2007

Wie SPON heute unter Berufung auf die Zeitung „Son“ berichtet, wurden Anreisende zum Wochenanfang auf dem Flughafen Johannesburg auf allen Anzeigetafeln mit einem freundlichen „Fuck You“ begrüßt. Interessant dabei: Zum einen wurde dies erst heute in der „Son“ berichtet, zum anderen tappen die Verantwortlichen des Flughafens immernoch über Ursache und Urheber der freundlichen Begrüßung im Dunkeln. Zwar wurden vielen Mitarbeitern, die ursprünglich Zugriff auf die Programmierung der Tafeln hatten, die Rechte entzogen, es gab allerdings noch keine Meldung, die einen Hack des Systems ausschließt.

Heilung in Sicht

Freitag, 14. Dezember 2007

Nach nunmehr zweiwöchiger Netzteilabstinenz scheint für meinen Hauptrechner endlich Land in Sicht. Ein edler Heiler aus dem Freundeskreis hat doch tatsächlich noch ein Netzteil zu viel rumfliegen, welches Montag oder Dienstag mit dem netten Boten von nebenan (nicht dem, der DHL ;-)) bei mir eintreffen sollte, um das Leiden des armen Elektronikhaufens zu beenden. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch wirklich nur das Netzteil war – das konnte ich ja bis heute nicht ermitteln. Also, Daumen drücken.

Scheisse ist…

Donnerstag, 13. Dezember 2007

… sechs (!!!) Computer hier rumstehen zu haben, und alle funktionieren.. bis auf den einen, den man dringend braucht.

Flirten erst ab 18? Zypries dreht auf

Dienstag, 11. Dezember 2007

Kaum zurück in der Heimat, findet sich doch tatsächlich wieder ein grandioser Schuss unseres, scheinbar unter Hirnschwund leidenden Justizministeriums. Laut Spiegel Online will die Bundesregierung diese Woche einen Gesetzesentwurf verabschieden, der sogar einfaches Flirten unter Jugendlichen, sollten dabei irgendwelche sexuellen Handlungen in Betracht gezogen werden, unter Strafe stellt. Und als ob das nicht schon genug wäre, würde in dem Fall auch der Unterschied zwischen Jungendlichem und Erwachsenem im Strafmaß aufgehoben. Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr sollen demnach wie Erwachsene mit Haftstrafen bis zu 10 Jahren bestraft werden.

Wer sich über so etwas kurioses wundert, der kommt sicherlich auch schnell auf die Quelle der absurden Idee: Natürlich basiert das Ganze wieder einmal auf einem Rahmenbeschluss der EU. Und wie schon in der Vergangenheit oft zu beobachten war, sobald etwas von der EU kommt, wird es riguros und in aller möglichen Härte von Frau Zypries und ihrem, der EU in den Allerwertesten kriechenden, Justizministerium umgesetzt (siehe z.B. Bologna-Prozess oder Vorratsdatenspeicherung). Und das, obwohl ein Rahmenbeschluss weder bindend ist, noch die rechtlichen Konsequenzen in dieser Härte dort festgeschrieben sind.

Die Auswirkungen, sollte das Gesetz tatsächlich verabschiedet werden, wären fatal: Der sexuelle Selbstfindungs- bzw. Reifungsprozess würde rechtlich aus der Pubertät herausgedrängt und auf das Erwachsenenalter verschoben. Zwar würden einverständlich durchgeführte sexuelle Annäherungen nicht juristisch verfolgt, so das Justizministerium, dieses ist aber im Gesetzesentwurf nicht festgehalten. Letztendlich könnten die Jugendlichen also auch für diese bestraft werden. Dabei geht das Gesetz weit über das landläufige Verständnis sexueller Handlungen hinaus: Erfasst wird beispielsweise auch der Kinobesuch, bei dem die Hand des Jungen, nachdem er sich endlich dazu überwunden hat, per Gähnen und Strecken das Mädchen in den Arm zu nehmen, kurz an ihre Brust rutscht. Prinzipiell unabhängig davon, ob sie etwas dagegen hat oder nicht. Und nicht nur das, sogar der Versuch wäre nach dem Willen der EU schon strafbar. Warum dies? SPON erläutert dazu, dass die Einladung zum Kinobesuch als „Entgeld“ für die Handlung betrachtet würde. Da stellt sich die Frage, wie die rechtliche Konsequenz aussähe, wenn jeder seine eingene Karte bezahlt?

Doch damit nicht genug, die Auswirkungen des Gesetzes wären auch auf einem ganz anderen Sektor fatal. Denn seit Jahrzehnten werden Jugendliche durch Zeitschriften wie die BRAVO aufgeklärt. Viele sehen darin, verständlich weil anonym, einen wesentlich einfacheren Zugang, ihre intimen Fragen beantwortet zu bekommen, als beispielsweise diese mit ihren Eltern zu besprechen. Doch diese Form der Publikation von sexuellen Handlungen würde mit dem Gesetz ebenso unter Strafe gestellt. Erzählungen über sexuelle Handlungen unter Jugendlichen oder gar Abbildungen von nackten Jugendlichen, wie es sie schon seit vielen Jahren auf den Aufklärungsseiten der BRAVO gibt, wären plötzlich gesetzeswidrig. Und damit nicht genug, denn sogar das Urlaubsfoto einer Jugendlichen im knappen Bikini wäre womöglich strafbar.

Doch auf den fatalsten Punkt bin ich noch gar nicht gekommen: Denn prinzipiell würden von einem Tag auf den anderen Beziehungen unter Jugendlichen, die bereits bestehen, gesetzeswidrig. Wie oben erwähnt soll die Einvernehmlichkeit zwar nicht strafbar sein, sie ist aber erstens nicht im Gesetz beachtet und zweitens bestünde jene Einvernehmlichkeit ja nicht mehr, wenn beispielsweise einer der Partner den anderen beim Kuscheln intim berührt, der andere diesen aber abweist. Schon wäre der Versuch wieder strafbar, obwohl sich die beiden fünf Minuten später wahrscheinlich einig wären, dass überhaupt nichts Schlimmes passiert ist und sie einfach noch warten wollen.

Alles in allem muss man zu dem Schluss kommen, dass dieses Gesetz ein gewaltiger Rückschritt wäre. Die sexuelle Aufklärung der 70er, die prinzipiell zu einem wesentlich verantwortungsvolleren Umgang mit Sexualität geführt hat, würde im Keim abgewürgt. Die Konsequenzen kann man sich kaum ausmalen. Was man allerdings sicher sagen kann, wäre, dass die Jugendlichen in Zukunft in ihrem sexuellen Reifungs- und Sozialisationsprozess auf härteste Weise gestört würden. Ich würde sogar so weit gehen, dass hier per Gesetz ein von der Natur eingeplanter Prozess verboten werden soll. Die Absurdität ist kaum zu übertreffen.

Leinen los zur kleinen Deutschlandreise!

Donnerstag, 06. Dezember 2007

Willkommen Dezember, mein liebster Reisemonat. Heute gehts los und dieses Jahr wird’s wieder besonders stressig. Bis Samstag zu meinen Eltern und hoffentlich mein krepiertes Netzteil reparieren, am Samstag dann Richtung Regensburg auf Geburtstag und Sonntag die ganze Strecke wieder zurück, damit’s Montag auch wieder pünktlich in die Uni geht.

Dann erstmal Reisepause bis Weihnachten, wieder über die Feiertage zu meinen Eltern, um dann den Rest der freien Tage bis zum 6. Januar in Oldenburg zu verbringen und sich vom Weihnachtsstress zu erholen. Das wären meine längst verdienten ersten Ferientage seit einem Jahr dann auch wieder gewesen. Wer sagt da noch, Studenten hätten ein Lotterleben?