FreeBSD – I’m loving it

Und es begab sich zu jener Zeit, dass das Netzteil eines dem Autor bekannten Computers dank eines gemeingefährlichen Kondensators mit autoaggressiver Störung den Dienst versagte. Da hat man plötzlich wieder Zeit, sich um die schon lange vorgeschobenen Dinge des virtuellen Lebens zu kümmern.

Meine Baustelle ist dabei mein Laptop. Zwar ist der physisch, ungeachtet seines noch relativ jungen Alters, stark angeschlagen; die Tastatur ist mit der Zeit den Kaffeetot gestorben, auch die Grafikkarte hat einen Hau abbekommen, so dass das Bild vermuten lässt, das Gerät würde auf Golden Shower Spielchen stehen, und der Akku reicht mittlerweile nicht einmal mehr zur Notabschaltung bei Spannungsverlust. Doch all dies kann den guten Kameraden nicht davon abhalten, seine seit Jahren mit äusserster Zuverlässigkeit verrichteten Dienste weiter zu leisten. Diese beschränken sich zwar mittlerweile auf ein paar sehr wenige (hauptsächlich TeamSpeak und Mailverwaltung), doch möchte ich ihn nicht missen.

Um diese Zwecke zuverlässig zu verrichten, spendete ich ihm seiner Zeit ein FreeBSD 5.4 (damals RELEASE), welchen nun schon seit ca. drei Jahren mit mir durch dick und dünn geht. Und wer ein solches sein Eigen nennt, weiss welche Qualen es bei Zeiten durch fehlerhafte Ports oder manuell aufgelöste Paketabhängigkeiten erleiden muss – gerade wenn es langsam in die Tage kommt und nicht mehr zur neuesten Produktivversion gehört. Nunja, so kam es also, dass sich die beim Portupgrade fehlschlagenden Ports immer mehr häuften und ich die Gelegenheit des Defektes meines Großen nutzte, um diese endlich wieder gangbar zu machen.

Nach einem halben Tag manueller Upgrades und Modifikationen in Quellcodes nach Anleitung der UPDATING und diverser Foren, ist es nun seit gestern Mittag soweit. Mein Portupgrade läuft und läuft und läuft – der Duracell-Hase würde vor Neid erblassen, bekäme er diese Ausdauer zu Gesicht. Langsam scheint es gen Ende zu gehen, so dass ich mich freue, vielleicht heute Abend schon die nächsten Fehlschläge beheben zu dürfen. Zeit genug habe ich ja noch, mein Netzteil kann ich frühestens am Donnerstag in der Heimat reparieren.


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