HowTo be a bad Sozialwissenschafter?

Man nehme ein universitäres Forschungsteam, ein brisantes Thema, ein paar politische Schlagworte und die Finanzierung des Bundesinnenministeriums.

So geschehen an der Uni Hamburg. Eine sozialwissenschaftliche Studie zu Muslimen in Deutschland kommt zu Ergebnissen, die nicht ohne Grund großen Diskussionsstoff liefern. Jeder 2,5te Moslem ist ein Fundamentalist, jeder 7te gar ein Feind unserer demokratischen Ordnung. Ebenfalls jeder 2,5te ist davon überzeugt, Gewalt sei eine legitime Reaktion auf die westliche Bedrohung des Islams.

Was soll man dazu noch sagen? An jedem 2,5ten Dönerstand müsste ich dafür geschlagen oder gar getötet werden, dass ich meinen Döner in (westlichen) Euro bezahlen möchte. Als Bewohner der Kasseler Nordstadt müsste ich sowieso schon lange tot sein. Wer in Berlin Neu-Kölln wohnt, sollte eigentlich sowieso keine Chance haben, überhaupt seinen Umzug zu erleben.

Hier zeigt sich wieder, warum Wissenschaft gewissen Gütekriterien unterliegen sollte. Was kann man denn auch erwarten, wenn Wolfgang Schäuble eine Studie zu einem solch terrorverdächtigen Thema finanziert? Davon abgesehen, was macht Schäuble, der wegen eines Terroranschlags im Rollstuhl sitzt, eigentlich am Hebel der Terrorabwehr? Kein Richter darf Fälle, die ihn persönlich betreffen, verhandeln. Kein Kriminalbeamter solchen nachgehen. Schäuble ist das Paradebeispiel für das Warum.

(Quelle: Spiegel Online)

P.S.: Ach so, Danke an Hamburg, für das In-den-Dreck-ziehen meines angehenden Berufsstandes!


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