Kram von Dezember 2007

Nach der VDS-Sintflut

Mittwoch, 05. Dezember 2007

Die Industrie, Deine IP-Adresse und DuGerade auf Flier’s Welt gefunden und da es so perfekt zu meinem momentanen Lieblingsthema passt, kann ich es natürlich nicht vorenthalten.

Dazu gleich mal ein Dank an Steven, für die Erlaubnis, seine Cartoons privat veröffentlichen zu dürfen.

Zum Nachdenken sollte der Cartoon, auch wenn er, wie es sich für solche Art der Kritik gehört, zynisch und etwas überspitzt scheint, auf jeden Fall anregen. Genau das ist mit Hilfe der Daten, die durch die VDS gespeichert werden, relativ leicht möglich. Der geneigte Leser stimmt mir sicherlich zu, dass diese Vorstellung keine besonders erstrebenswerte sein kann. Nah genug dran sind wir seit Web 2.0 sowieso schon. Die Diskussionen über Grundrechtsverletrzungen kommen sicher nicht von ungefähr. Jedenfalls steht diese Form der Generalverdachtsstellung des gesamten deutschen Volkes in Sachen Sicherheitsgewinn in keinem Verhältnis zum Freiheitsverlust.

Da kann man sich nur dem letzten Satz anschließen und die guten Zeugen Jehovas wieder zurück wünschen. Die kann man wenigstens zum Kaffee und einer lustigen Diskussion über Gott und die Welt einladen ;-)

So long..

Scheisse ist…

Dienstag, 04. Dezember 2007

… anderen beim Training zuzuhören und selbst von einem wertlosen Kondensator in einem Netzteil daran gehindert zu werden, mitzumachen.

Save the last privacy

Dienstag, 04. Dezember 2007

Im Hinblick auf das Inkrafttreten des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung (VDS) am 1. Januar 2008 möchte ich auf zwei Dinge bezüglich chaosmos.de hinweisen:

  1. Auf chaosmos.de werden durch Apache und WordPress keine Userdaten geloggt, die eine Identifikation möglich machen. Dies betrifft die IP-Adresse, sowie einen Zwang, beim Senden von Antworten eine Email-Adresse anzugeben. Dies wird definitiv so bleiben.
  2. Um dem Nutzen der VDS einen Riegel vor zu schieben, möchte ich jedem nahe legen, seine Emails nur noch verschlüsselt zu verschicken. Gute Erfahrungen habe ich hierzu mit Thunderbird (Icedove, für Linuxer) und dem Addon Enigmail gemacht. Meinen GPG-Schlüsselbund kann sich jeder hier herunterladen, um ihn in sein Email-Programm zu importieren.

So, das wollte ich informativ zum Thema VDS nochmal explizit los lassen.

Thomas

FreeBSD – I’m loving it

Montag, 03. Dezember 2007

Und es begab sich zu jener Zeit, dass das Netzteil eines dem Autor bekannten Computers dank eines gemeingefährlichen Kondensators mit autoaggressiver Störung den Dienst versagte. Da hat man plötzlich wieder Zeit, sich um die schon lange vorgeschobenen Dinge des virtuellen Lebens zu kümmern.

Meine Baustelle ist dabei mein Laptop. Zwar ist der physisch, ungeachtet seines noch relativ jungen Alters, stark angeschlagen; die Tastatur ist mit der Zeit den Kaffeetot gestorben, auch die Grafikkarte hat einen Hau abbekommen, so dass das Bild vermuten lässt, das Gerät würde auf Golden Shower Spielchen stehen, und der Akku reicht mittlerweile nicht einmal mehr zur Notabschaltung bei Spannungsverlust. Doch all dies kann den guten Kameraden nicht davon abhalten, seine seit Jahren mit äusserster Zuverlässigkeit verrichteten Dienste weiter zu leisten. Diese beschränken sich zwar mittlerweile auf ein paar sehr wenige (hauptsächlich TeamSpeak und Mailverwaltung), doch möchte ich ihn nicht missen.

Um diese Zwecke zuverlässig zu verrichten, spendete ich ihm seiner Zeit ein FreeBSD 5.4 (damals RELEASE), welchen nun schon seit ca. drei Jahren mit mir durch dick und dünn geht. Und wer ein solches sein Eigen nennt, weiss welche Qualen es bei Zeiten durch fehlerhafte Ports oder manuell aufgelöste Paketabhängigkeiten erleiden muss – gerade wenn es langsam in die Tage kommt und nicht mehr zur neuesten Produktivversion gehört. Nunja, so kam es also, dass sich die beim Portupgrade fehlschlagenden Ports immer mehr häuften und ich die Gelegenheit des Defektes meines Großen nutzte, um diese endlich wieder gangbar zu machen.

Nach einem halben Tag manueller Upgrades und Modifikationen in Quellcodes nach Anleitung der UPDATING und diverser Foren, ist es nun seit gestern Mittag soweit. Mein Portupgrade läuft und läuft und läuft – der Duracell-Hase würde vor Neid erblassen, bekäme er diese Ausdauer zu Gesicht. Langsam scheint es gen Ende zu gehen, so dass ich mich freue, vielleicht heute Abend schon die nächsten Fehlschläge beheben zu dürfen. Zeit genug habe ich ja noch, mein Netzteil kann ich frühestens am Donnerstag in der Heimat reparieren.

Auf zum Atom.. ähm.. Überwachungsstaat

Samstag, 01. Dezember 2007

Da hat sich die Politik ja mal wieder was nettes geleistet. Am 9. November wurde das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung im Bundestag durch CDU, CSU und SPD beschlossen. Eine ganz tolle Sache, die den Schäubles und Kochs in unserem Land sicherlich die Feuchtigkeit in die Hose treibt. Ab dem 1. Januar 2008 müssen nun endlich auch sämtliche Verbindungsdaten in Bezug auf Festnetz, Handy, Internet und Email-Verkehr eines jeden für 6 Monate gespeichert werden. Noch ein Schritt weiter zum gläsernen Menschen.

Doch wer hätte das gedacht? Gerade in der Bundesrepublik, in der Datenschutz und informationelle Freiheit jahrelang so groß geschrieben wurden, wird ein Gesetz beschlossen, mit dessen Hilfe sich problemlos Bewegungsprofile eines jeden Bürgers erstellen lassen. Und all das mal wieder unter dem Deckmantel der Terrorismusabwehr. Wieder ein Gesetz, das die komplette Bevölkerung (Obdachlose mal ausgenommen) unter Generalverdacht stellt.

Wer dagegen vorgehen will, dem lege ich die offizielle Homepage der Verfassungsklage nahe. Ausserdem möchte ich verkünden, dass ich ungeachtet des Gesetzes, auf meinem Server keine Maßnahmen zur Vorratsdatenspeicherung treffen werde.

Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung

Hoch lebe der Scheisstag!!!

Samstag, 01. Dezember 2007

Jaja, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.. und drittens dann immer in unangebracht konzentrierter Form. Gestern war mal wieder so ein Tag zum Wegwerfen. Alles fing damit an, dass ich vorletzte Nacht zur Abwechslung mal wieder herrlich bescheiden geschlafen hab. 3:00 Uhr einschlafen, 5:00 Uhr wieder aufwachen. Und dann auch noch nicht wieder einschlafen können. Herrlisch!

Naja, dachte ich mir irgendwann am Vormittag, ab in die Stadt und erstmal ausgiebig Frühstücken. Das war dann auch der Hochpunkt des Tages. Danach noch Einkaufen und bei der Gelegenheit endlich ne Spritze holen, um meine Wasserkühlung wieder mit dem kühlenden Nass zu versorgen. Das hat dann auch wieder Erwarten mal problemlos funktioniert.. bis ich den Rechner angeschaltet hatte. Erstmal passierte gar nix, aber das sollte sich mit einigem Ein- und Ausschalten legen. Er lief, er war wieder ~15°C kühler als vorher und alles schien gut. Dann, nach einer halben Stunde, fangen die Leseköpfe der beiden Festplatten plötzlich an,in unregelmäßigen Abständen Notaus zu gehen. Lief wohl doch nicht alles so unkompliziert. Naja, das steigerte sich dann, das Intervall wurde immer geringer, also Rechner aus und Platten ausklinken. Rechner wieder an, 5 Minuten später geht der ganze Rechner Notaus. Nochmal angeschaltet, nach 30 Sekunden das selbe. Jetzt wurde es also wirklich suspekt. Die Kühlung lief wunderbar, trotzdem gibt die CPU Symptome von sich, die auf ein Wärmeproblem schließen lassen? Sehr suspekt.

Irgendwann kam dann die glorreiche Idee: Warum nicht mal die Ausgänge vom Netzteil durchmessen? Bei so vielen nicht zusammenhängenden Symptomen kann ja eigentlich nur ein Gerät in Frage kommen, das mit allen was zu tun hat. Ergo entweder Netzteil oder Mainboard. Siehe da, auf der 12V-Schiene waren ohne angeschlossene Geräte nur noch 10,6V. Das könnte natürlich eine Erklärung sein. Wenn da erstmal die Geräte und die Kühlung hängen, schrumpft die Spannung ja ins Bodenlose. Also Netzteil geöffnet und da blickte mich der Übeltäter auch schon mit seinem aufgeblähten Auge an – ein geplatzter Kondensator. Wäre wenigstens etwas, was man reparieren kann.

Naja, Montag gehts dann erstmal zu Testzwecken ein neues Netzteil kaufen. Hoffentlich ist wirklich nur das defekt.