Kram von März 2008

Was lange währt..

Sonntag, 30. März 2008

.. wird endlich gut. WordPress 2.5 ist veröffentlicht, jedenfalls in der englischen Version. Passt mir gerade ganz gut in den Kram, denn ich werde die Installation sowieso erst machen können, wenn ich mich wieder von der LAN akklimatisiert habe ;-)

Demnach warten wir alle auf das deutsche Release und updaten dann..

Kadfly bloggt Tibet

Dienstag, 18. März 2008

In Zeiten von Aufruhr und fehlender Pressefreiheit in Tibet, gelangen fast nur gefilterte Informationen an China vorbei in die Welt. Fast nur gefilterte. Denn im Zeitalter von Internet, Digitalfotographie und Blogs entwickelt sich mehr und mehr eine Ebene des Journalismus – dem Citizen Journalism – die sich so einfach nicht mehr kontrollieren und zensieren lässt.

So berichtet die Deutsche Welle vom amerikanischen Blogger Kadfly, der sich Mitte Februar auf den Weg nach Asien machte und nun aus Tibet direkt von der Front berichtet. Veröffentlicht werden seine Bilder und Berichte via Internetcafés in seinem Blog, der mittlerweile auch bei den großen Tagesblättern immer mehr Interesse weckt; sein Foto von unter Schutzschilden verbarrikadierten Polizisten hat es bis auf die Titelseite der New York Times geschafft. Seine Bilder bewegen und seine Berichte sind, für Tibet-Verhältnisse, überraschend unparteilich – so kritisiert er etwa explizit die Demonstranten, als diese nicht mehr nur Polizisten, sondern auch Zivilisten zu attackieren begannen.

Dank an dieser Stelle an netzpolitik.org, für die Information über den Bericht bei Deutsche Welle. Ich werde Kadflys Blog jedenfalls im Auge behalten und kann die Lektüre nur empfehlen.

In eigener Sache

Sonntag, 16. März 2008

Morgen steht ja (theoretisch) wieder das Release von WP 2.5 vor der Tür. Wenn dem so sein sollte, sollte in den nächsten Tagen die deutsche Version veröffentlicht werden. Dies werde ich mir wohl zum Anlass nehmen, hier wieder ein wenig zu basteln. Bestimmte Dinge am Design gefallen mir nach und nach weniger bzw. schränken ein. Also wird wohl wieder ein neues Theme fällig, das ich mir in dem Rahmen basteln werde. Da das schätzungsweise alles etwas länger dauern wird, wird das Update auf meinem Blog auch erstmal ausgesetzt. Ich würde mir ungern noch Probleme einhandeln, deren Lösung dann auch noch Zeit verschlingen würde ;)

Neues ‚Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents‘

Freitag, 14. März 2008

Anlässlich des Tages der Meinungsfreiheit hat Reporter ohne Grenzen vorgestern die neue Version des ‚Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents‘ veröffentlicht. Das Handbuch wurde 2005 erstmalig aufgelegt und richtet sich insbesondere an Systemkritiker in Nationen, in denen Meinungsfreiheit nicht allzu groß geschrieben wird.

Beschrieben wird auf den 80 Seiten unter anderem, wie man einen Blog installiert, das anonyme Bloggen via Proxy-Server, Umgehung von Zensur und ähnliches. Leider ist das Handbuch bis dato nur in Englisch erschienen, ich biete es aber trotzdem zum Download an.

Kurios: Von wegen, Männer brauchen lange auf dem Pott

Mittwoch, 12. März 2008

Kaum zu glauben: Eine Frau aus Amiland hockte sich einst auf’s Örtchen ihres Freundes und wollte dieses nicht mehr verlassen. Nach 2 (in Worten: ZWEI) Jahren kommt der Gute endlich auf den Gedanken, dass da doch irgendwas faul ist (in jeglicher Hinsicht, mutmaße ich mal frei) und wählt den Notruf. Die herbei geeilten Retter stemmen dann – unter Absingen schmutzigster Lieder durch die Frau – die Klobrille vom Pott und schaffen beide in’s Krankenhaus, wo die, mittlerweile zum Körperteil der Frau gewordene, Klobrille entfernt wird.

Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Zigaretten- goes Nichtraucherschutz-Lobby

Dienstag, 11. März 2008

Da habe ich heute kaum meinen RSS-Ticker angeschmissen, schon wirft er mir mal wieder eine halbwegs skurrile Meldung von SPON heraus: Die jahrlange Grünen-Politikerin Marianne Tritz wird Geschäftsführerin des Verbandes der Zigarettenindustrie. Einen kurioseren Karrieresprung könnte eine Grüne wohl kaum machen, sind sie doch diejenigen, die sich am schärfsten für den Nichtraucherschutz in Deutschland einsetzen.

Interessant ist dabei auch das Statement, das ein Sprecher ihres ehemaligen Chefs Fritz Kuhn (Grünen-Fraktionschef) zur Sache gegeben hat, wonach er hoffe, die Tabakindustrie könne nun auch die Belange des Nichtraucherschutzes stärker in den Blick nehmen. Sicher. Die Herren, die nicht umsonst keinen sonderlich guten Ruf haben, werden sich den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Ich stelle da eher mal die Vermutung in den Raum, Tritz soll das besagte Image allein schon durch ihre Herkunft aufpolieren. Dahinter wird sich schätzungsweise nichts ändern, aber eine Galeonsfigur, die glaubhaft über Nichtraucherschutz lamentieren kann, verschafft ja einen ganz neuen Eindruck von der Lobby. Wir werden sehen…

Der Frühling kommt, die Vögel zwitschern

Dienstag, 11. März 2008

Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich mich letzte Nacht dem immer stärker werdenden Druck des Trends gebeugt und mich in ein Vöglein verwandelt. Natürlich nicht bildlich gesehen, dafür reicht meine körperliche Aerodynamik nun wirklich nicht. Ab sofort wird also auch getwittert – im nächsten Schritt werde ich dann wohl Kameras in meiner Wohnung installieren und meinen Alltag per Livestream ins Netz stellen ;-)

Countdown to WordPress 2.5

Montag, 10. März 2008

Heute ist es also soweit: Wir erwarten das Release der Version 2.5 unserer beliebten Blog-Software WordPress. Natürlich werde ich auch zusehen, meinen Blog möglichst schnell auf die neue Version upzudaten. Natürlich gibt’s bei mir Backups ohne Ende – die Datenbank wird sowieso täglich gesichert – aber auch das Update und ggf. die Rückinstallation der aktuellen Version benötigen einige Minuten. Von daher, wünscht mir Glück ;-)

Von Politik, Parteien und Pragmatismus

Montag, 10. März 2008

Hessen hat gewählt. Schon vor politisch relativ langer Zeit. Damals standen die Zeichen für einen Regierungswechsel gut. Hessen wurde sogar – per Analyse vieler Landtags- und darauf folgender Bundestagswahlen – zum Prognostizierenden wiederkommender Rot-Grün-Politik auf Bundesebene nach der nächsten Bundestagswahl gerechnet. Hessen sollte ein Zeichen gegen die große Koalition und im speziellen gegen die CDU setzen. Dank Roland Koch und seiner Hardlinerpolitik quer durch alle gesellschaftlichen Schichten, nimmt man Unternehmer und Besserverdienende mal heraus, hatte die Hessen-SPD alle Möglichkeiten, eine gehörige Mehrheit des Volkes hinter sich zu formieren. Doch alles kam anders.

Am Abend des Wahlsonntags erntete man die Früchte für den teilweise zu schlecht geführten Wahlkampf. Und jetzt, Wochen nach der Wahl, mitten in den Verhandlungen zur Regierungsbildung, erntet man die Früchte von Wahlversprechen, die man in parlamentarisch-demokratischen Systemen eigentlich gar nicht geben dürfte. „Die Linke ist als Koalitionspartner absolutes Tabu“, so ließ es die SPD im Wahlkampf verlauten. Keiner hatte daran gedacht, dass es einmal die Linke sein könnte, die über Regierung oder nicht entscheiden könnte. Und das, obwohl die Wahlprognosen ein extrem knappes Ergebnis zwischen SPD und CDU voraus gesagt hatten. Daneben noch eine deutliche Mehrheit für die FDP gegenüber den Grünen. Wie konnte man also seinen Wahlkampf überhaupt auf ein solches Versprechen stützen?

Nun ist die Zeit, eine regierungsfähige Mehrheit zu finden. Und auch hier zeigen sich die Parteien wieder von ihrer undemokratischsten Seite. Sollte man doch davon ausgehen, dass das Volk in einer Demokratie die Macht hat, so sieht man davon mittlerweile immer weniger. Festgefahrene Koalitionen verhindern den Wählerwillen. So war es schon bei der Bundestagswahl, als der Wählerwille klar links war, eine Rot-Rot-Grüne Regierung aber kategorisch ausgeschlossen wurde. Heute ist es in Hessen wieder so. Roland Koch ist klar abgewählt worden, das Ergebnis der CDU kann man höchstens der CDU werten, Koch aber in keinem Fall. Außerdem wurde den Linken ein nicht zu verachtender Anteil der Stimmen zuteil. Auch die FDP hat nicht schlecht abgeschnitten – und das garantiert nicht, weil sie für eine ausschließliche Koalition mit der CDU gewählt wurde. Das Wahlergebnis lässt eigentlich nur zwei Möglichkeiten des Wählerwillen zu: Rot-Rot-Grün oder Jamaika.

Und genau da fängt das Problem an: Rot-Rot-Grün wurde von der SPD während des Wahlkampfes kategorisch ausgeschlossen. Andrea Ypsilanti – selbst diplomierte Soziologin, daher sollte sie es eigentlich besser wissen – kann sich kaum von den Linken tolerieren lassen, nachdem sie sich auf dieses Wahlversprechen gestützt hat. Auch die Grünen fangen an, an einer möglichen Minderheitsregierung unter Tolerierung durch die Linken zu zweifeln. Und Jamaika mit der FDP? Keine Chance. Die FDP interessiert sich scheinbar aus Prinzip nicht für den Wählerwillen und kann offensichtlich nur mit der CDU koalieren. Dabei wären sie die Einzigen, die sich momentan ruhigen Gewissens für ein neues Lager entscheiden könnten.

Damit wären wir wieder bei der besonderen Situation in Hessen: Denn weder SPD, noch Grüne, noch Linke könnten mit der CDU unter Koch arbeiten. Der Wahlkampf war, zu Recht, frontal gegen Koch gerichtet. Nicht wirklich gegen die politischen Ziele der CDU, sondern nur gegen Koch. Da Koch Ministerpräsident bleiben würde und die CDU in diesem Punkt auch keinerlei Diskussionsspielraum angekündigt hat, ist es für Grüne, Linke und SDP unmöglich, mit der CDU zu koalieren. Wie schon erwähnt, Roland Koch ist definitiv abgewählt worden.

Nun wäre es also an der Zeit, dass entweder die SPD ihren Mitgliedern und Wählern klar macht, dass eine Tolerierung oder gar Koalition mit den Linken durchaus dem entspricht, zu dem die Wählerschaft die Hessenpolitik „verdonnert“ hat. Oder die FDP müsste ihren Kopf mal aus dem Hintern der CDU bekommen und einsehen, dass die Wähler ihnen eine andere Rolle beschert haben. An dieser Stelle wäre es auch erwähnenswert, dass sich durchaus Kompromisse zwischen den Zielen von Rot-Grün und der FDP finden lassen würden.

Da aber das Lagerdenken mittlerweile so verfestigt ist, werden wir Hessen wohl noch lange warten dürfen, bis es hoffentlich am 5. April eine SPD-geführte Regierungskoalition geben wird.

Erkenntnis des Tages

Freitag, 07. März 2008

Hexenschuss-Kreuzschmerzen lassen sich wunderbar mit Bier unterdrücken ;-)

Warten auf die KVG…

Donnerstag, 06. März 2008

Wer heute in Kassel (und sicherlich auch einigen anderen Städten) nichtsahnend an die Tramhaltestelle marschierte, frohen Mutes, sein viel zu teures Semesterticket einzusetzen, wurde jäh auf den Boden der sozialen Marktwirtschaft zurück geholt. Naja, jäh eigentlich erst, nachdem man 20 Minuten gewartet hat und sich langsam wundert, dass immernoch keine Tram gekommen ist.

So erging es also auch mir, als ich zum freundlichen Edeka „um die Ecke“ wollte, endlich den Hilfeschreien unseres Kühlschrankes nachkommen. In Ermangelung des WG-Polos, der momentan nebst Halterin Urlaub macht, war ich also auf die Öffentlichen angewiesen. Also Rucksack geschnappt und raus an die Haltestelle – bei gefühlten -5°C mit meiner Lederjacke mit defektem Reißverschluss und ausgewachsenem Hexenschuss. Dann erstmal die oben erwähnten 20 Minuten warten; komisch, irgendwie müsste da doch schon lange was gekommen sein. Ein Blick auf den Fahrplan und die Erkenntnis, dass die KVG wohl mal wieder unpünktlich ist, macht sich breit – das ist übrigens eines der unerklärlichen Phänomene des Alltags: Wir sind die zweite Haltestelle auf der Strecke, die Tram hat an der ersten etwa 10 Minuten Pause und trotzdem schaffen sie es, bei uns bis zu 5 Minuten zu spät zu kommen.

Na gut, zurück zu heute. Wie gesagt, der Fahrplan legte die Vermutung nahe, dass mal wieder das 5 Minuten Mysterium aktuell war. Also nochmal gewartet. Wer hätte es gedacht, es kam immernoch nix. Und dann ein beiläufiger Blick unter den Fahrplan, was war das? Ein „winziges“ DIN A4 Blatt auf Kniehöhe mit dickem, grünem Rahmen. Bla bla bla, Warnstreiks im öffentlichen Dienst, bla bla bla. Ja sehr nett. Vorgestern hatte ich noch im Internet geschaut, da hieß es noch, es würde nur der Servicebereich streiken. Heute dann nach dem Einkaufen noch ein Blick, da stand was von Streik im Fahrgeschäft, allerdings alles schön im Konjunktiv, und außerdem wäre das ja alles kein Problem, denn die Fahrgäste würden im Fall des Falles ja durch Anschläge und Lautsprecherdurchsagen an den Haltestellen informiert. Wie gesagt, der Anschlag (kommt mein Blog jetzt eigentlich in die BKA-Überwachung?) war ein schlechter Witz und von den Durchsagen hab ich auch nix mitbekommen. Danke KVG!

Komische Träume, komische Tage, komisches Gefühl

Mittwoch, 05. März 2008

Heute ist ein merkwürdiger Tag. Irgendwas habe ich heute Morgen kurz vor dem Aufstehen geträumt – da wusste ich auch noch, was es war (angemerkt sei, dass ich mich für gewöhnlich weder an den Inhalt meiner Träume, noch daran, dass ich überhaupt geträumt hätte, erinnern kann) – und irgendwie ist da ein komisches Gefühl bei rausgekommen, das mich jetzt den ganzen Tag begleitet. Alles, was ich noch weiß wäre, dass es irgendwas mit Vergangenheitsbezug war. Langsam werde ich mir selbst suspekt.