Fragwürdige Ehrung für Delling und Netzer

Ohje, es gibt wieder was. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat ihren diesjährigen Medienpreis für Sprachkultur doch tatsächlich an das ARD-Sportmoderatoren-Duo Gerhard Delling und Günter Netzer verliehen, berichtet die Netzeitung. In der Begründung heißt es u.a.:

Das Gespann verstehe es, die Fußballgemeinde an den Fernsehschirmen «durch Diskussion zu informieren» und verbinde Sach- und Fachkunde mit geschliffenem Deutsch.

Ach so. Also das finde ich jetzt etwas merkwürdig. Ich erinnere mich dunkel an die vielen Spiele während der WM 2006 zurück, die die beiden uns geboten hatten. Und ebenso genau erinnere ich mich noch daran, dass alle, aber auch wirklich ausnahmslos alle, die ich diesbezüglich fragte, Delling und Netzer als die neuzeitliche Reinkarnation der Pest im Fußballgeschäft sahen, nicht wenige sogar extra umschalteten, wenn die beiden auf den Schirmen erschienen. Und mein Umgang pflegt eigentlich schon Freund des guten Deutsches zu sein.

Wer will denn die beiden noch sehen, wie sie sich in jedem Satz anfrotzeln? Und genau das soll jetzt ausschlaggebend für eine neue, besonders wertvolle Art der Sportberichterstattung sein? Na dann, in wenigen Monaten haben wir sie ja wieder. Was freu ich mich schon.


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