Kram von Mai 2008

Blind, begriffsstutzig und merkbefreit

Freitag, 30. Mai 2008

Ähm.. ich bin absolut merkbefreit!

Im Ernst, ich benutze, in ausgewählten Diensten, seit guten fünf Jahren ein etwa genau so altes Foto von mir als Avatar. Bislang ist mir da nie irgendwas aufgefallen. Heute schaue ich mir zufällig meine Last.fm-Seite an und muss feststellen, dass ich auf dem Bild mal sowas von schlecht getroffen bin, weil mein Hals dick wie sonstwas aussieht, das ist absolut realitätsfern. Und das fällt mir nach guten fünf Jahren ein..

P.S.: Hey, immerhin habe ich für so sinnlose Sachen wieder Zeit: Meine Hausarbeit ist im Soll mehr als fertig geworden.

Ich versprech’s..

Mittwoch, 28. Mai 2008

Gesetzt den Fall, ich schaffe es, bei meiner aktuellen Hausarbeit eine 1.x zu schreiben, schreibe ich ein Buch darüber, wie man in 3-7 Tagen eine Hausarbeit mit höchstmöglichem Ergebnis schreibt (Literaturrecherche inklusive).

Zum Hintergrund: Ich wurde schon des öfteren (mehr im Scherz) gefragt, ob ich nicht Workshops/Lerngruppen zu dem Thema anbieten will. Ich habe bislang alle meine Hausarbeiten – und das sind viele, ich studiere ja leider auf B.A. – in 3-7 Tagen geschrieben. Dabei waren maximal 3 Tage Schreibzeit inbegriffen, aber das waren Ausnahmen. Normalerweise habe ich eine reine Schreibzeit von zwei Tagen. Bislang, und das ist der Grund für die Anfragen, ist immer eine Note im 1.x-Bereich rausgekommen.

Im Hinblick darauf, dass da einige persönliche Strategien dahinter stecken, dazu noch etwas ausgenutzte angewandte Psychologie, gibt das Thema einiges her. Und weil ich das Geld die Reputation gut brauchen kann, würde ich das notfalls völlig uneigennützig in einfach verständliche Worte fassen. Wenn’s kein Verlag drucken will, wird’s halt als eBook unter CC-Lizenz veröffentlicht. Wäre zwar etwas schade, weil für die Arbeit nix materielles rum kommt, aber was soll’s.

Also, erinnert mich, falls die aktuelle Hausarbeit, bei der ich zusätzlich vor dem Problem stehe, dass ich keine Hypothese bearbeiten soll, die schon im Seminar behandelt wurde – ich war genau ein Mal da -, eine 1.x schreibe.

Etwas mehr Ruhe für den Rest der Woche

Dienstag, 27. Mai 2008

Der Titel sagt es schon, ich werde bis Ende der Woche wenig Zeit haben. Die erste Hausarbeit des Semesters hat sich gestern in böser Absicht von hinten angeschlichen. Was für ein Glück, dass ich überhaupt noch davon erfahren habe, dass ich sie Freitag abgeben soll. Naja, der Zeitplan für den Rest der Woche ist der übliche H-Zeitplan: Heute recherchieren, morgen und übermorgen schreiben und Freitag Korrektur lesen und abgeben. Bis dahin gilt das Motto: Klappt schon, hat immer irgendwie geklappt!

Tante Google braucht man nur, wenn man kein Forum hat

Montag, 26. Mai 2008

Eigentlich stehe ich ja nicht so auf GBO-Style-Geblogge, aber manchmal kann ich mich dann auch nicht mehr halten. Wenn Tante Google schon nicht hilft (bzw. nicht gefragt wird), kann man es ja wenigstens im Community-Forum versuchen. Dann sollte man aber wenigstens lesen können:

[ Mo | 21:14 ] DieAnne-Marie: FSB 1000 MHz (2.0GT/s), Dual Channel, DDR400, wenn das in meiner motherboardbeschreibung steht, was für ein RAM brauch ich dann?
[ Mo | 21:17 ] Igno: Stinknormale, alte DDRs (PC3200)
[ Mo | 21:17 ] DieAnne-Marie: 096MB [!sic] DDR2 (1000) PC2-8000 DIMM 240-Pin Kit (2 x 2048MB) OCZ Kit geht das?
[ Mo | 21:19 ] Igno: Nein, das sind DDR2er

Oh Mann, da macht Tech-Support ja wieder richtig Spaß.

A tribute to Douglas Adams

Sonntag, 25. Mai 2008

Ups, fast verschwitzt, aber Anne hat mich nochmal gerettet: Heute ist ja Towel-Day. Also schnell das Handtuch geholt. Wäre ja beschämend, würde ich den Gedenktag an Douglas Adams, der die Vorlage für den wohl besten Science-Fiction-Streifen aller Zeiten gab, verpassen. In diesem Sinne, das wird noch alles in Tränen enden.

No Angels oder No Talents?

Sonntag, 25. Mai 2008

Ich muss zu meiner Schande zugeben, gestern habe ich zum erstem Mal, seit damals Stefan Raab für Deutschland angetreten ist, die Grand Prix – oder Neudeutsch Eurovision Song Contest – gesehen und, tut mir Leid, ihr No Angels Fans all over the country, es war eine Schande. Gut, bei den restlichen Beiträgen war auch so einiges dabei, was sich mehr durch tiefe Ausschnitte und den entsprechend bewegungsfreundlichen Vorbau ausgezeichnet hat, als durch musikalisches Talent, aber was die No Angels abgeliefert haben, war ja nun wirklich unter aller Kanone.

Die Outfits merkwürdig und keineswegs konkurrenzfähig für so manch lasziven Minirock, der Gesang eine Beleidigung für alle Gehörgänge der Nation. Ich hatte den Eindruck, dass sie maximal jeden dritten Ton getroffen haben. Offensichtlich stehe ich mit dem Eindruck auch nicht alleine da, wie man etwa bei Stefan Niggemeier und Anne lesen kann. Insofern passt der letzte Platz, den wir uns mit Polen und den UK teilen doch ganz gut, obwohl ich uns eigentlich lieber alleine auf dem Letzten gesehen hätte. Naja, die Bulgaren haben’s dank Lucy verbockt.

Was ich an der ganzen Misere aber noch am lustigsten fand, war das Statement, das die Angels ganz zum Schluss der Pauli-Party gegenüber Thomas Hermanns gegeben haben. Den Wortlaut habe ich leider, leider, leider nicht mitgeschnitten, aber es lief in etwa darauf hinaus, dass sie weder wirklich deprimiert, noch ein schlechtes Gewissen haben. Warum? Weil man das erst sein bzw. haben müsste, wenn choreografisch oder gesanglich was schief gegangen wäre. Ihrem subjektiven Empfinden nach war ihre Show spitze. Also doch die No Talents.

Happy Birthday WordPress!

Sonntag, 25. Mai 2008

Ja, sowas muss auch mal sein. WordPress feiert heute seinen 5. Geburtstag und alle (wirklich?) feiern mit. Naja, ich feier jedenfalls mal im Kleinen und wünsche WordPress viel Glück in den nächsten fünf Jahren. Auf das die kleinen Unannehmlichkeiten aus der 2.5(.1) mit der 2.6 wieder zur alten Bequemlichkeit verbessert werden. In diesem Sinne.. Proost!

24-Stunden-Eindruck vom Nokia N95

Samstag, 24. Mai 2008

Jawoll, gestern Abend war es endlich soweit: Mein N95 ist angekommen. Nach nun knapp 24 Stunden verstehen wir uns zwar noch nicht 100%ig, aber lieb gewonnen haben wir uns trotzdem. Hier also mal mein erster Eindruck nebst einigen Problemstellungen, vor denen ich stand oder noch stehe.

Vom Gesamteindruck her bin ich ziemlich begeistert. Das N95 hat nahezu alles, was man so braucht. Dank WLAN ist auch das Surfen bzw. allgemein Datendienste nicht allzu teuer. An Mankos sind mir bislang nur wenige aufgefallen: Zum Einen empfinde ich das Menü teilweise als nicht besonders intuitiv, zum Anderen habe ich den Eindruck, dass das N95 teilweise etwas lange Ladelatenzen hat (Beispiel: Neue SMS aus Standby-Modus öffnen). Ein gewaltiges Problem sehe ich in der Symbian Signed Geschichte für Applikationen, die man so zusätzlich installieren will. Die müssen nämlich, sofern sie das nicht schon sind, was bei Freeware nicht immer der Fall ist, von Symbian signiert werden. Extrem nervig, vor allem, weil die Signing-Seite nicht unbedingt benutzerfreundlich gehalten ist (das Captcha ist eine Zumutung). Was ich auch noch nicht ganz verstehe ist, wo der ganze Speicherplatz hingeht: Die Speicherkarte (512MB) beispielsweise war ab Werk schon mit ~450MB Daten belegt, die ich bis jetzt aber nicht finden konnte. Über den internen Dateimanager scheint man da nicht dran zu kommen. Diese Einschränkung besteht auch für den Telefonspeicher. Wenn man wirklich an alle Daten will, muss man den Umweg über den PC nehmen. Etwas umständlich, aber was soll’s.

Soweit dazu. Natürlich habe ich das N95 auch gleich um ein paar Funktionen in Form von Software erweitert. Nennenswert wären da bis dato:

  1. Twibble mobile
    Der mobile Twitterclient. Vorgestellt hatte ich ihn schon einmal, der ist einfach ein Muss.
  2. RotateMe 2.1 Beta 1
    RotateMe erweitert das N95 um ein Feature, das aus der iPhone-Werbung bekannt ist: Das Bild dreht sich automatisch um 90°, wenn man das Handy auf die Seite dreht. Sehr empfehlenswert, gerate beim Surfen. Zu beachten ist, dass man die 2.1 Beta nehmen sollte, weil sich die 2.0, jedenfalls bei mir, nicht signieren ließ. Downloads findet man per Google.
  3. ShoZu
    Ein ganz praktisches Tool, um allen möglichen Content zu sharen. Unterstützt eine große Anzahl von Photo- und Videocommunities, außerdem ist Blog-Support dabei, der sich aber leider nur auf die gehosteten Dienste bezieht. Selbst gehostete Blogs lassen sich scheinbar nicht einbinden.
  4. Nokia VPN Client
    Das Tool wird leider nicht mehr bei Nokia angeboten. Für beispielsweise Studenten, die das Uni-WLAN nutzen wollen, ein Muss. Anleitungen und Downloads gibt es hier und hier. Das Forum hat leider eine userverscheuchende Download-Policy, darum der zweite Direktlink zum Download des VPN Clients. Der Rest des Tutorials funktioniert dann genau so, wie er niedergeschrieben ist.

Was mir jetzt noch fehlt, ist ein schlanker, vernünftiger RSS-Reader. Wer einen kennt, melden. Ansonsten bastel ich dann mal weiter und sehe zu, dass mein Baby nach meinen Bedürfnissen funktioniert.

EM per Stream – Die Öffentlich-Rechtlichen kommen

Freitag, 23. Mai 2008

Das ist doch mal eine nette Überraschung: Kurze Zeit nach den Launches der Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und mitten in der hitzigen Debatte über ihre geplanten Webauftritte, kommt die Meldung, ARD und ZDF würden alle Spiele der kommenden Fußball EM per Livestream im Internet anbieten. Und das angenehmste: kostenlos.

Gut, einen kleinen Beigeschmack hat die Ankündigung, denn die Streams sollen nur aus Deutschland abgerufen werden können; Österreicher, Schweizer und unsere Ballermannfreunde müssen leider in die sprichwörtliche Röhre gucken. Macht auf der anderen Seite aber auch Sinn, schließlich zahlen die keine GEZ-Gebühren (jetzt kommt schon endlich, ich will ne Abmahnung ;-)). Interessant wäre aber noch die Umsetzung der Sperre. Die kann ja eigentlich nur IP-basiert umgesetzt werden, von daher müsste man sie doch eigentlich über einen Proxy umgehen können, oder sehe ich da was falsch?

Nutzlos? Das ‚Eingehende Links‘-Widget

Freitag, 23. Mai 2008

Damals, als ich gerade auf WordPress 2.5 geupdatet hatte, war mir das neue Dashboard ja noch ganz sympathisch. Mittlerweile stellen sich zu recht einige Blogger die Frage nach dem Sinn einzelner Widgets. Bislang habe ich das noch nicht so eng gesehen, aber mittlerweile kommen mir auch Zweifel nach dem Nutzen einiger Widgets auf.

In meinem Fall wäre das das ‚Eingehende Links‘-Widget. Angeblich soll es die Google Blog-Suche abfragen, so wie ich das verstehe, sollen also dort die Ping- und Trackbacks angezeigt werden – und zwar, was es für mich interessant machen würde, alle. Nicht nur die, die auch wirklich bis zu meinem Blog durch kommen (WordPress ist da ja etwas eigen). Nun ja, das Widget zeigte mir, seit dem Update, genau zwei Links an. Die sind mittlerweile verschwunden, macht ja nix. Wenn ich aber die Google Blog-Suche händisch zu Rate ziehe, finde ich tatsächlich Links, die aber vom Widget offensichtlich nicht angezeigt werden. Daher meine Frage: Hat dieses Widget irgendeinen Sinn? Habe ich was falsch verstanden oder funktioniert das allgemein nicht so, wie es soll?

Update: Ja lustig! Zwei Tage nachdem ich den Post geschrieben habe, funktioniert plötzlich das Widget wieder halbwegs. Zeigt mir zwar bei weitem nicht alle Links an, aber immerhin. Interessanterweise habe ich aber nichts am Blog getan.

Studiengebühren: Das nichtige Argument

Donnerstag, 22. Mai 2008

Zur Zeit sind im politischen Leben Hessens wieder die Studiengebühren im Gespräch. Kein Wunder, schließlich war deren Abschaffung ja eines der Top-Themen des SPD-Wahlkampfes bei der Landtagswahl im Januar. Dabei ist gerade ein oft genanntes Argument der Befürworter von Studiengebühren absolut unsinnig:

Die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) sowie die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) forderten in ihren Stellungnahmen hingegen die Beibehaltung von Studiengebühren. Der Unternehmerverband wetterte gegen sog. Langzeitstudierende und warnte davor, dass ausländische Studierende ein kostenfreies Studium in Deutschland “auf Kosten des Steuerzahlers” nutzen könnten. Die HRK-Präsidentin Margret Wintermantel sprach sich nicht nur für Studiengebühren aus, sondern lehnte die im FDP-Antrag vorgesehene Deckelung der Schulden auf 15000 Euro ab, da diese der “Effektivität” von Studiengebühren gerade für Langzeitstudierende zuwider liefe.

Worauf ich anspiele, ist die Wirkung von allgemeinen Studien- und Langzeitstudiengebühren auf sog. Langzeitstudenten. Ist  es denn nicht so, dass die Studiengänge an deutschen Hochschulen im Rahmen des Bologna-Prozesses weitestgehend auf die Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt werden bzw. schon sind? Und was zeichnet diese Abschlüsse aus u.a. aus? Richtig! Die Bindung an die Regelstudienzeit. Denn beim Bachelor kann man nicht mehr einfach so zum Langzeitstudent werden. Bei einer Regelstudienzeit von 6 Semestern, also 3 Studienjahren, ist gerade einmal die Wiederholung von einem Studienjahr erlaubt. Schafft man seine Pflichtprüfungen dann wieder nicht, kommt die Zwangsexmatrikulation.

Natürlich könnte man jetzt sagen, schreibe ich mich halt danach für einen anderen Studiengang ein und ziehe das auf diese Weise durch. Aber einerseits glaube ich, dass allein dieser Verwaltungsaufwand schon abschreckt, auf der anderen Seite kann man dann ja mit Gebühren ansetzen – quasi so, wie es beim Zweitstudium schon ist, auch wenn das dann noch kein Zweitstudium wäre. Das, gebündelt an einen sinnvollen Selektionsmechanismus, wäre wesentlich wirkungsvoller gegen Langzeitstudenten, als alle Studierenden unter Generalverdacht zu stellen und ab Beginn ihres Studiums zur Kasse zu bitten. Und nein, ich sehe die 3-Semestergrenze, die es momentan beim BaföG gibt, nicht als sinnvollen Selektionsmechanismus. Da sollte auf jeden Fall eine Bewertung von abgelegten Prüfungsleistungen dazu kommen. Man kann schließlich, das kenne ich aus eigener Erfahrung, auch zwei Semester zuversichtlich studieren, im dritten dann aber auf die Schnauze fliegen und feststellen, dass das Studium nichts wird. Dann kann man sich meist erst nach dem vierten Semester für ein neues Studium einschreiben – Bologna sei Dank.

Dezentrale soziale Netzwerke: Minerva

Donnerstag, 22. Mai 2008

Frisch entwickelt und daher eine Erwähnung wert: Bei meinem steigenden Interesse für dezentrale soziale Netzwerke bin ich auf Minerva gestoßen. Das Projekt verfolgt, wie sollte es anders sein, einen ähnlichen Ansatz wie NoseRub. Allerdings ist es, bedingt durch seinen Ursprung, doch anders aufgebaut.

Minerva wurde ursprünglich als reine WordPress-Lösung entwickelt. Über ein Plugin sollten Inhaber eines WP-Blogs ihr Blog zu ihrer Identität machen können. Dort werden dann auch die entsprechenden Profildaten gehostet. Außerdem wird, vorzugsweise in der Sidebar, die Netzwerk-Schnittstelle zu Minerva eingebettet, über die dann Kontakte geknüpft werden können.

Mittlerweile haben sich die Entwickler entschlossen, den Kern von Minerva eigenständig zu machen, so dass auch jede andere Webseite als Identität genutzt werden kann. Allerdings benötigt es hierzu noch Schnittstellen in Form von Plugins für die unterschiedlichen Systeme, so dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur WordPress genutzt werden kann.

Ich wollte das System zwar testen, bin aber leider schon an der Aktivierung gescheitert: Trotz installierter Abhängigkeiten (PHP 5.2.x, php-curl und php-xml) lässt sich das Plugin zwar aktivieren, dann ist mein Adminbereich aber nicht mehr erreichbar, da ZEND einen Fehler nach dem anderen meldet. Schade eigentlich, ein Test hätte mich interessiert. Ich behalte das Plugin aber weiter im Auge und werde, wenn neue Versionen kommen, wieder versuchen, es aktiviert zu bekommen.