24-Stunden-Eindruck vom Nokia N95

Jawoll, gestern Abend war es endlich soweit: Mein N95 ist angekommen. Nach nun knapp 24 Stunden verstehen wir uns zwar noch nicht 100%ig, aber lieb gewonnen haben wir uns trotzdem. Hier also mal mein erster Eindruck nebst einigen Problemstellungen, vor denen ich stand oder noch stehe.

Vom Gesamteindruck her bin ich ziemlich begeistert. Das N95 hat nahezu alles, was man so braucht. Dank WLAN ist auch das Surfen bzw. allgemein Datendienste nicht allzu teuer. An Mankos sind mir bislang nur wenige aufgefallen: Zum Einen empfinde ich das Menü teilweise als nicht besonders intuitiv, zum Anderen habe ich den Eindruck, dass das N95 teilweise etwas lange Ladelatenzen hat (Beispiel: Neue SMS aus Standby-Modus öffnen). Ein gewaltiges Problem sehe ich in der Symbian Signed Geschichte für Applikationen, die man so zusätzlich installieren will. Die müssen nämlich, sofern sie das nicht schon sind, was bei Freeware nicht immer der Fall ist, von Symbian signiert werden. Extrem nervig, vor allem, weil die Signing-Seite nicht unbedingt benutzerfreundlich gehalten ist (das Captcha ist eine Zumutung). Was ich auch noch nicht ganz verstehe ist, wo der ganze Speicherplatz hingeht: Die Speicherkarte (512MB) beispielsweise war ab Werk schon mit ~450MB Daten belegt, die ich bis jetzt aber nicht finden konnte. Über den internen Dateimanager scheint man da nicht dran zu kommen. Diese Einschränkung besteht auch für den Telefonspeicher. Wenn man wirklich an alle Daten will, muss man den Umweg über den PC nehmen. Etwas umständlich, aber was soll’s.

Soweit dazu. Natürlich habe ich das N95 auch gleich um ein paar Funktionen in Form von Software erweitert. Nennenswert wären da bis dato:

  1. Twibble mobile
    Der mobile Twitterclient. Vorgestellt hatte ich ihn schon einmal, der ist einfach ein Muss.
  2. RotateMe 2.1 Beta 1
    RotateMe erweitert das N95 um ein Feature, das aus der iPhone-Werbung bekannt ist: Das Bild dreht sich automatisch um 90°, wenn man das Handy auf die Seite dreht. Sehr empfehlenswert, gerate beim Surfen. Zu beachten ist, dass man die 2.1 Beta nehmen sollte, weil sich die 2.0, jedenfalls bei mir, nicht signieren ließ. Downloads findet man per Google.
  3. ShoZu
    Ein ganz praktisches Tool, um allen möglichen Content zu sharen. Unterstützt eine große Anzahl von Photo- und Videocommunities, außerdem ist Blog-Support dabei, der sich aber leider nur auf die gehosteten Dienste bezieht. Selbst gehostete Blogs lassen sich scheinbar nicht einbinden.
  4. Nokia VPN Client
    Das Tool wird leider nicht mehr bei Nokia angeboten. Für beispielsweise Studenten, die das Uni-WLAN nutzen wollen, ein Muss. Anleitungen und Downloads gibt es hier und hier. Das Forum hat leider eine userverscheuchende Download-Policy, darum der zweite Direktlink zum Download des VPN Clients. Der Rest des Tutorials funktioniert dann genau so, wie er niedergeschrieben ist.

Was mir jetzt noch fehlt, ist ein schlanker, vernünftiger RSS-Reader. Wer einen kennt, melden. Ansonsten bastel ich dann mal weiter und sehe zu, dass mein Baby nach meinen Bedürfnissen funktioniert.


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