Blogger sind Wissenschaftler…

… jedenfalls von ihrem Web-Zwo-Nulligen Werdegang her.

Ja, ich kann das noch nicht wirklich beurteilen, denn meine kläglichen Versuche wissenschaftlicher Arbeit manifestieren sich bis jetzt auch nur in ein paar Hausarbeiten und der Krönung, ein paar wissenschaftlichen Posts hier und vorwiegend in meinem alten Blog.

Trotzdem komme ich langsam zu der Erkenntnis, dass der Werdegang des Otto-Normal-Bloggers in etwa mit dem eines Wissenschaftlers überein stimmt. Ein Wissenschaftler sucht sich sein Fachgebiet – keine Sau kennt ihn und zitiert ihn -, dann veröffentlicht er einige (gute) Artikel in billigen, später anerkannten Zeitschriften seiner Zunft – irgendwann wird er zitiert – und holt sich so seinen Namen.

Ebenso läuft’s mit den Bloggern. Man schreibt einen Haufen sinnvollen Kram, aber keiner kriegt’s mit. Ausnahme, die paar Leuts, die einen per Google finden. Ansonsten muss man erstmal zu Sachen schreiben, die andere schon geschrieben haben, Track- und Pingbacks setzen, um so auf sich aufmerksam zu machen. Dann finden sich vielleicht ein paar wenige Leute, die das Blog per RSS-Reader abonnieren. Irgendwann gibt’s dann auch solche, die das Blog wirklich lesen. Und ganz am Ende wird man referenziert. Dann darf man auch endlich das schreiben, was man wirklich schreiben will. Lustige Assoziation, denn Wissenschaftler sind die, die mit ihren Ideen noch am Weitesten hinterm Berg halten.


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