EM per Stream – Die Öffentlich-Rechtlichen kommen

Das ist doch mal eine nette Überraschung: Kurze Zeit nach den Launches der Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und mitten in der hitzigen Debatte über ihre geplanten Webauftritte, kommt die Meldung, ARD und ZDF würden alle Spiele der kommenden Fußball EM per Livestream im Internet anbieten. Und das angenehmste: kostenlos.

Gut, einen kleinen Beigeschmack hat die Ankündigung, denn die Streams sollen nur aus Deutschland abgerufen werden können; Österreicher, Schweizer und unsere Ballermannfreunde müssen leider in die sprichwörtliche Röhre gucken. Macht auf der anderen Seite aber auch Sinn, schließlich zahlen die keine GEZ-Gebühren (jetzt kommt schon endlich, ich will ne Abmahnung ;-)). Interessant wäre aber noch die Umsetzung der Sperre. Die kann ja eigentlich nur IP-basiert umgesetzt werden, von daher müsste man sie doch eigentlich über einen Proxy umgehen können, oder sehe ich da was falsch?


2 Meinungen zu “EM per Stream – Die Öffentlich-Rechtlichen kommen”

  1. tne sagt:

    dass die geschwindigkeit über den proxy deutlich abnimmt, dürfte das hauptproblem für österreicher und schweizer sein. wenn das bild jede minute einmal stockt oder die auflösung lächerlich klein ist, lohnt sich sog. „public viewing“ doch eher. das wirds sicher geben. frage ist nur, ob die, für den persönlichen geschmack, „wichtigen“ spiele auch öffentlich ausgestrahlt werden.

  2. Thomas sagt:

    Kommt drauf an: Einfachste, aber eben nicht Umsonst-Lösung wäre, sich für die Zeit der EM einen kostenpflichtigen Proxy zu mieten. Gibt’s ja vorzugsweise als Anomymisierungsdienste wie Sand am Meer. Und die bieten ja schon recht saubere Geschwindigkeiten, wenn man was dafür zahlen will. Zweite Möglichkeit wäre dann eher für die, die sich halbwegs auskennen oder die Technik eh schon haben, VServer in Deutschland mieten (monatlich kündbar) und für den Zeitraum selber einen Proxy aufsetzen. Mit der Lösung kriegst du auf jeden Fall volle Bandbreite und kosten tut der ggf. noch weniger als der Anomymisierungsdienst.

Trackbacks