No Angels oder No Talents?

Ich muss zu meiner Schande zugeben, gestern habe ich zum erstem Mal, seit damals Stefan Raab für Deutschland angetreten ist, die Grand Prix – oder Neudeutsch Eurovision Song Contest – gesehen und, tut mir Leid, ihr No Angels Fans all over the country, es war eine Schande. Gut, bei den restlichen Beiträgen war auch so einiges dabei, was sich mehr durch tiefe Ausschnitte und den entsprechend bewegungsfreundlichen Vorbau ausgezeichnet hat, als durch musikalisches Talent, aber was die No Angels abgeliefert haben, war ja nun wirklich unter aller Kanone.

Die Outfits merkwürdig und keineswegs konkurrenzfähig für so manch lasziven Minirock, der Gesang eine Beleidigung für alle Gehörgänge der Nation. Ich hatte den Eindruck, dass sie maximal jeden dritten Ton getroffen haben. Offensichtlich stehe ich mit dem Eindruck auch nicht alleine da, wie man etwa bei Stefan Niggemeier und Anne lesen kann. Insofern passt der letzte Platz, den wir uns mit Polen und den UK teilen doch ganz gut, obwohl ich uns eigentlich lieber alleine auf dem Letzten gesehen hätte. Naja, die Bulgaren haben’s dank Lucy verbockt.

Was ich an der ganzen Misere aber noch am lustigsten fand, war das Statement, das die Angels ganz zum Schluss der Pauli-Party gegenüber Thomas Hermanns gegeben haben. Den Wortlaut habe ich leider, leider, leider nicht mitgeschnitten, aber es lief in etwa darauf hinaus, dass sie weder wirklich deprimiert, noch ein schlechtes Gewissen haben. Warum? Weil man das erst sein bzw. haben müsste, wenn choreografisch oder gesanglich was schief gegangen wäre. Ihrem subjektiven Empfinden nach war ihre Show spitze. Also doch die No Talents.


2 Meinungen zu “No Angels oder No Talents?”

  1. Zoe zum Thema No Angels sagt:

    …es war schlecht und zwar in jeglicher Hinsicht. Gesang mies, Kleidung bestenfalls langweilig, Show. kaum vorhanden und wie alle sagen uninspiriert.. Das trifft es

  2. Thomas sagt:

    SPIEGEL Online hat das auch ganz treffend formuliert:

    +++ Unsere Mädels, die No Angels. Komplett umnebelt (Trockeneis). Stretch-Choreographie, dezente Puff-Lightshow-Animation. Uuh, der angespannt-dramatische Handkantengriff an die Stirn – unschlagbar seit 1970.

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