Kram von Juni 2008

Ach so.. Stille

Montag, 23. Juni 2008

Nein, ich bin weder im Urlaub, Krankenhaus, noch tot. Aber, halbjährlich grüßt das Murmeltier, es ist wieder Semesterende und ich rotiere. Heute die erste Klausur, diese Woche die zweite Hausarbeit und dann folgen noch zwei Hausarbeiten. Zwischendurch heiratet dann noch ein guter Kumpel in der Heimat und irgendwie ist ja momentan auch noch EM. Also von daher, LiC macht vorerst weiter die Schotten dicht, sonst komme ich mit meinem Kram auf keinen grünen Zweig. Wenn der Stress rum ist, geht’s hier auch ganz sicher wieder weiter. In diesem Sinne, auf bald.

Zum irischen Nein gegen den EU-Reformvertrag

Samstag, 14. Juni 2008

Nach dem Scheitern der EU-Verfassung im Jahre 2005 durch die Wähler Frankreichs und der Niederlande, ist nun das Folgeprojekt, der EU-Reformvertrag, an den Wählern Irlands gescheitert. Interessant daran: Meines Wissens war Irland der einzige Mitgliedsstaat, in dem das Volk über das Vorhaben abstimmen durfte. Schon werden Stimmen gegen die Iren laut. Man könnte das Projekt ja ohne Irland durchziehen, die Iren hätten Schuld daran, dass die EU handlungsunfähig wird und sie damit in eine tiefe Krise gestoßen. In diesem Tenor gibt es viel zu hören und lesen in diesen Tagen nach dem Votum. Ein Punkt wird dabei aber immer wieder außer Acht gelassen: Was wäre, wenn alle Völker hätten abstimmen dürfen?

Schaut man in die Vergangenheit, so findet man, besonders in den letzten 15 Jahren eine Reihe von ähnlichen Situationen für die EU. Der Euro beispielsweise wäre wohl nie eingeführt worden, hätten die Völker direkt über ihn abgestimmt. Auch die EU-Gesetzgebung wäre wohl in vielen Fällen nicht anerkannt, weil sie sich überwiegend durch zwei Leitmotive gekennzeichnet ist: Entweder werden einfache Gesetze unnötig verkompliziert (das können wir Deutschen ja eigentlich auch alleine gut genug oder viel besser). Oder es werden Sachen europaweit reguliert, die man eigentlich nicht europaweit regulieren kann oder bei denen es unnötig ist, sie europaweit zu regulieren. Alles in allem bleibt ein schaler Beigeschmack, wenn etwas aus Brüssel kommt. Zumal gerade in Deutschland die Situation entstanden ist, dass die EU zunehmend benutzt wird, um Gesetze, die man national nicht durch die Gremien bekommt, doch noch von oben durch zu boxen. In der politischen Kultur hat es sich durchgesetzt, Rahmenvorgaben und ähnliches aus Brüssel als gegeben durch zu winken. Kein Wunder, dass sich das Volk veräppelt vorkommt und Politikverdrossenheit gesteigert wird.

Hier kommt man zurück zur Ausgangsfrage, denn so abwegig ist die Vorstellung gar nicht, dass alle Völker über Dinge, wie den Euro, die EU-Verfassung oder allgemein Kompetenzabtretungen, die die Demokratie verändern, abstimmen müssten. Sicherlich, viele Staaten sind in parlamentarischen Demokratien organisiert. Das Grundprinzip besteht darin, dass der einzelne Wähler seine politische Partizipationsmöglichkeit per Wahl an Abgeordnete abtritt. Betrachtet man aber, wann die Verfassungen, die diese Kompetenzabtretungen begründen, beschlossen wurden, so muss man sich die Frage stellen, ob diese überhaupt auf Entscheidungen hinsichtlich Machtabtretungen an die EU anwendbar sind. Die meisten Verfassungen in Old Europe sind spätestens nach Ende des Zweiten Weltkrieges beschlossen worden. Damals war der Nationalstaat die oberste Institution, die EU, wie sie sich heute entwickelt, war noch nicht einmal angedacht. Die verfassungsbedingte Machtabgabe an die eigenen Politiker bezog sich folglich nicht darauf, dass diese Politiker plötzlich auch Macht weiter nach oben abgeben könnten. Ich denke nicht, dass das damals denkbar war. Dementsprechend wäre es äußerst fraglich, ob nicht prinzipiell viel mehr Staaten ihre Wähler über solche Machtabtretungen abstimmen lassen müssen.

Unter diesem Gesichtspunkt halte ich es für sehr problematisch, bei jedem gescheiterten Referendum dem entsprechenden Volk die Schuld für das Scheitern zuzuweisen. Vielmehr sollte man sich Gedanken machen, warum solche Referenden wirklich scheitern und, vor allem, was wäre, wenn alle Völker per Referendum abstimmen müssten. Ich bin mir sicher, dann würde die richtige Botschaft in Brüssel ankommen: Die Wähler sind nicht immer blöd oder wollen ihren nationalen Regierungen eins auswischen, manchmal wollen sie Brüssel auch einfach nur sagen, dass sie nicht mit dem zufrieden sind, was dort gemacht wird. So sehr sich die EU das auch wünscht, wir brauchen in Europa keinen Staatenbund nach Vorbild der USA, um weltpolitisch konkurrenzfähig zu bleiben.

Update: Einen Punkt habe ich vergessen, der nicht unerwähnt bleiben sollte. Den Iren wird ja jetzt gerne der Vorwurf gemacht, dass es absolut unverständlich wäre, dass sie mit Nein gestimmt haben, wo sie doch so sehr von der EU profitieren würden. Tut mir Leid, aber dieses Argument hinkt von vorne bis hinten. Das würde ja bedeuten, die Iren müssten Ja sagen, weil sie beispielsweise Geld von der EU bekamen. Wo kommen wir denn hin, wenn finanzielle Mittel über die demokratische Meinungsbildung und -freiheit entscheiden sollen? So weit müssten sogar Presse und Politiker denken können.

Go go go Rumänien!

Freitag, 13. Juni 2008

Hach, die Rumänen sind jetzt erstmal meine Helden in der Todesgruppe. 0:0 gegen Frankreich, auch wenn das Spiel absolut langweilig war. Aber 1:1 gegen Italien in einem verdammt schnellen Spiel. Wenn Holland jetzt noch Frankreich platt macht, Frankreich nicht gegen Italien verliert und die Holländer Rumänien etwas lockerer angehen (Sieg für Rumänien), wäre die Gruppe wirklich der Brüller. Gönnen würde ich es sowohl Holland, als auch Rumänien. Mal wieder Daumen drücken angesagt.

Männerwerbung vom Feinsten: Holsten

Freitag, 13. Juni 2008

Ja, genau solche Werbung wünschen sich Männer für ihr liebstes Getränk. Warum? Sehen Sie selbst.

http://downloads.chaosmos.de/pub/img/fun/Holsten-Revierverhalten.flv

Was könnte männlicher sein, als Grillen im Freien mit gut Bier? Und dann passiert es: SIE taucht auf. Natürlich – man muss ja figurbewusst leben – mit einem putzigen, kleinen, vegetarischen Grillspieß. Wer hat sich eigentlich ausgedacht, dass man dafür einen Grill braucht? Um so besser, wenn das monströse Stück Fleisch – oder besser die halbe Sau? – griffbereit liegt und das Revier einer der letzten Männerbastionen für sich eingenommen werden kann. Natürlich nicht, ohne der Frau den Anflug eines animalischen Grunzers zuzuwerfen. In diesem Sinne.. hrhrhr ;-)

Medien und die deutsche Niederlage

Donnerstag, 12. Juni 2008

Ich kann es nicht leiden. Absolut nicht. Wirklich. Kaum verliert die deutsche Mannschaft, wird alles schlecht gemacht. „Warum hat heute nichts funktioniert, was gegen Polen so gut funktioniert hat?“. Ja warum denn nicht? Nicht, weil die deutsche Mannschaft grundsätzlich schlecht gespielt hat. Nein, weit gefehlt, aber das ist halt die einfachste Lösung. Genau wie der Grundvorwurf, dass das 2:0 ein grober Fehler Lehmanns war.

Völliger Schwachsinn. Warum es heute nicht geklappt hat, war eine ganz andere Geschichte. Nicht schlechtes Spiel der Deutschen, sondern eine wirklich grandiose Vorbereitung der Kroaten. Denn die haben es in Perfektion geschafft, unser eigentlich sehr eigenes Spielsystem binnen kürzester Zeit perfekt zu adaptieren. Das Stören tief in der gegnerischen Hälfte, perfekte Raumdeckung (gegen Polen standen wir immer richtig, heute waren es die Kroaten) und damit einhergehend, das Verhindern von Zwei-Stürmer-Kontern durch die Mitte. Warum wir besonders ersteres so fest im System verankert haben? Weil die Verteidigung unser Problemkind ist, ohne einen Spieler namentlich zu nennen. Es ist die ganze Abwehr. Und gegen Polen haben wir das Spiel wunderbar ins vordere Mittelfeld verlagert, so dass die Abwehr wenig zu tun hatte. Wenn das einer adaptiert, ist es klar, dass das Spiel automatisch weiter in unsere Hälfte verlagert wird.

Ach, und a propos Lehmann: Der Mann hat bis jetzt noch keinen Fehler gemacht. Eine Unsicherheit am Anfang vom ersten Spiel, aber das war konsequenzlos und alles. Kann man nicht einfach mal aufhören, erstmal in jedem fragwürdigen Tor einen Fehler Lehmanns zu sehen?!

Über die rote Karte für Schweini, den Depp, würde ich jetzt eigentlich auch noch gerne was schreiben, aber das lasse ich besser und nehm noch einen Schluck ;-)

Nachbericht: Jugendstreik gegen die Bildungsreformen in Kassel

Donnerstag, 12. Juni 2008

Heute war Jugendstreik in Kassel (und anderen deutschen Städten) und, wie angekündigt, sind natürlich auch einige Studenten zur Unterstützung gekommen – mich offensichtlich eingeschlossen. Streitthema war der Bildungsklau, der in vielen Ländern mittlerweile zu unzumutbaren Verhältnissen an den Schulen führt. Das G8-Konzept, die Klassengröße von 30 Schülern, natürlich am Rande wieder die Studiengebühren und einige andere Inhalte wurden bestreikt.

Los ging es, völlig überfrüht, um 9:00 Uhr für uns an der Uni. Ein Wow an mich, normalerweise schaffe ich es ja nicht mal zu Seminaren vor 12 in die Uni. Die ganze Demonstration war sternmarschähnlich konzipiert, bevor es dann zur gemeinsamen Hauptdemonstration ab dem Rathaus überging. Zu meiner Überraschung fanden sich am HoPla zwar etwa 150 bis 200 Demonstranten, aber keinerlei Polizei. Wäre die Demonstration primär studentisch gewesen, hätte das wohl ganz anders ausgesehen. Naja, dann halt ohne. Es ging also los, in ziemlich verhaltener Lautstärke, in Richtung Innenstadt. Unterwegs begegneten wir zwar einem Polizeiauto, die schenkten uns aber keinerlei Beachtung. Über den Hinweg ist sonst nicht so viel zu sagen, weil er weitestgehend unspektakulär und mit vielen Pausen bestückt war.

‚Normale‘ Züge wurden dann ab Königsplatz angenommen, als wir, weil viel zu früh, etwa 20 Minuten Pause einlegten. Denn hier kam dann auch endlich die Polizei dazu. Die Pause gestaltete sich etwas ideenlos, es war ziemlich leise, eigentlich standen wir nur so auf den Schienen rum. Einziger Höhepunkt war die biblische Teilung der Massen, um den Tram-Stau passieren zu lassen, denn die wurden um die Zeit noch nicht um die Fußgängerzone herum umgeleitet.

Gut, irgendwann ist jede Pause zu Ende, also bewegten wir uns weiter zum Rathaus. Auf dem Weg dahin dann das nächste Kuriosum: Einer der Organisatoren rannte wild durch die ‚Massen‘ und drückte jedem, der ihm im Weg stand, eine Ordnerbinde in die Hand. Offensichtlich hatte man da etwas vergessen. So wurde ich dann auch nach langer Zeit mal wieder Ordner.

Am Rathaus wandelte sich die Situation dann langsam, denn die Züge der anderen Schulen stießen zusammen. Insgesamt waren nach Polizeischätzung während der Auftaktkundgebung etwa 2500 Demonstranten anwesend, was nicht nur ein imposantes Bild auf dem Rathausplatz brachte, sondern für letzte Kasseler Verhältnisse auch ziemlich ordentlich war. Die Auftaktkundgebung gestaltete sich anfangs etwas ideenlos, zwischenzeitlich hatten man den Eindruck, auf einer Jubeldemo gelandet zu sein. Besonders daneben fand ich den Musikwagen, der uns ab jetzt begleitete, allerdings völlig demofremde bzw. -untaugliche Musik, nämlich Hip Hop spielte. Immerhin, der Hessische Rundfunk war mit einem Ü-Wagen da und auch sonst war angemessen große Medienpräsenz spürbar.

Nach der Auftaktkundgebung ging es dann über zur Hauptdemonstration. Strecke war die, die wir Studenten schon lange nicht mehr gegangen sind, nämlich Fünffensterstraße, dann Frankfurter Straße, Steinweg, vorbei an der CDU-Zentrale und über den Stern wieder durch die Fußgängerzone zurück zum Rathaus. Die 2500 bis 3000 Mann legten dann auch relativ zügig den Verkehr auf den begangenen Straßen lahm. Das Ganze lief friedlich ab, man hielt sich weitestgehend an das, was die Polizei erlaubte und wo man sich etwas darüber hinweg setzte, blieb es noch im Toleranzbereich. Sehr zur Freude halfen zahlreiche Autofahrer mit der Hupe nach, dem Zug eine ordentliche Lautstärke zu geben. Die war aber auch schon ohne die Hupen gegeben. Vor der CDU-Zentrale gab es dann einen unvermeidbaren Stopp, um den Protest da loszuwerden, wo er hingehört. Saubere Sache. Auf dem restlichen Weg bis zum Stern gab es keine besonderen Vorkommnisse, abgesehen von ein paar ‚Kindern‘, die in meinen Augen etwas zu viel an den Tram-Fenstern randalierten. Zu Bruch ging aber wohl nichts.

Am Stern dann das übliche Sit-In – mit 2500 Mann schon eine ganz andere Sache, als mit 500. Die Kreuzung wurde uns von der Polizei für 3 Minuten überlassen, an die hielt man sich auch, abgesehen vom Schwarzen Block, der mir bis dato gar nicht aufgefallen war. Aber auch die blieben in ihren Mitteln anständig und legten sich, soweit ich das mitbekommen habe, nicht mit der Polizei an. Der Weg zurück durch die Fußgängerzone war laut, so wie sich das gehört. Zurück am Rathaus gab es dann noch die kurze Abschlusskundgebung, dann wurde die Demonstration aufgelöst. Lange blieb ich auch nicht mehr, denn es sah so aus, als würde es keine Nachdemos geben. Schade eigentlich, aber was soll’s. Vielleicht beim nächsten Mal.

Bleibt wieder mal noch hinzuzufügen, dass der Rest meiner Bilder wieder bei Ipernity liegt.

!!! Demoplanung für morgen !!!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Für die Kasseler unter meinen Lesern, hier die studentische (müsste das jetzt nicht ’studierendische‘ heißen?) Planung für die Teilnahme am Jugendstreik morgen (via Robert):

Morgen ab 8 Uhr Hörsäle und Seminarräume “mitnehmen”, um 9 Uhr Treffen am HoPla, um 10 Uhr gemeinsam mit den Schülern vor dem Rathaus für Solidarität und freie Bildung demonstrieren! Weitersagen!

Das merkwürdige Verhalten alter Leute in Trams

Mittwoch, 11. Juni 2008

Es gibt ja so manche Benimmregel, die in der Theorie zwar absolut berechtigt ist, in der Praxis aber merkwürdige Ausmaße annimmt. Mein Liebling ist da die Regel, älteren Menschen in Trams und Bussen des Vorzug beim Sitzplatzanspruch zu geben. In Kassel sollte das erst Recht selbstverständlich sein, denn der Fahrstil vieler Tram-Fahrer ist so kein bisschen rentnerfreundlich. Und wer will schon die nette Oma durch die Tram fliegen sehen?

Nun bin ich prinzipiell Verfechter dieser Regel, kritisiere auch die Jugend von heute, die sich zunehmend nicht mehr an sie hält und biete meinen Platz immer freundlich an, wenn denn Not am Manne sein sollte. Und genau das ist aber das Problem, denn viele ältere Leute scheinen sich ihr Verständnis der Regel so weit pervertiert zu haben, dass sie nun auch bei genügend freien Plätzen darauf warten, dass ihnen ein besetzter angeboten wird. Und den bekommen sie von mir nicht – erst Recht nicht, wenn sie, auf ihrem Weg zu mir, schon 3 freie Plätze passiert haben.

So geschah es auch heute wieder, dass ich mich an meiner Haltestelle in die nicht einmal halb volle Bahn setzte. Es dauerte nur eine Haltestelle, dann stieg eines der angesprochenen Exemplare ein, bahnte sich seinen Weg durch die halbe Bahn, um dann vor mir zum Stehen zu kommen. Der Doppelsitz neben mir war ebenso frei, wie zwei Einzelsitze vor und einer hinter mir. Doch diese alte Dame hatte nichts besseres zu tun, als sich demonstrativ vor meinem Platz zu platzieren und mich von nun an bis zur Uni immer wieder mit bösen Blicken zu strafen.

Wie konnte ich ihr meinen Platz nur nicht anbieten? Denk mal drüber nach, Ommi!

Staatsgerichtshof stützt Studiengebühren in Hessen

Mittwoch, 11. Juni 2008

Die Odyssee um die Studiengebühren in Hessen nimmt kein Ende. Nach den Vorkommnissen der letzten Woche im Landtag, hat heute der hessische Staasgerichtshof sein Urteil über die Verfassungsklage gegen Studiengebühren verkündet: Mit 6:5 Stimmen wurden Studiengebühren als verfassungskonform beurteilt. Damit geht das Ringen um das Prestigethema weiter. Am 17. wird das Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren im Landtag in die dritte Lesung gehen und damit voraussichtlich verabschiedet werden.

Letzten Endes stellt sich mir die grundsätzliche Frage, inwieweit Grundsatzurteile auf Verfassungskonformität überhaupt mit einfacher Mehrheit beschlossen werden dürfen. Die Verfassung ist die Verfassung, ein Grundsatzurteil ein Grundsatzurteil. Da kann und darf es in meinen Augen eigentlich keine Uneinigkeit der Richter geben. Entweder etwas ist verfassungskonform, dann kann man es logisch faktisch Begründen und alle Richter müssen der Begründung folgen können, das Ergebnis wäre also einstimmig. Oder etwas ist nunmal nicht verfassungskonform. Auch dann gibt es eine logisch faktische Argumentationskette, die Einstimmigkeit sichern muss. Natürlich müssen verfassungsbezogene Gerichte Interpretationen normieren, aber die Interpretation, die am Ende als die der Verfassung entsprechende angenommen wird, muss doch allen Richtern logisch richtig sein. Schließlich arbeiten ja alle an der gleichen Verfassung.

So what, es ist nicht zu ändern. Dann geht’s halt ggf. wieder auf die Straße. Sind wir ja langsam gewohnt.

3x Daumen hoch an Oranje

Montag, 09. Juni 2008

Ich mag euch zwar nicht, fußballerisch gesehen, normalerweise habe ich keine Probleme und sehr nette Urlaube bei euch gehabt. Aber Fußball ist halt was anderes. Auf jeden Fall, was ihr heute Abend geliefert habt, dafür habt ihr meinen Respekt, Holland! Absolut saubere Sache und dass die Italiener endlich mal einen auf den Sack bekommen, war höchste Zeit (erst Recht nach der WM). Könnte da eine neue Freundschaft erwachen? Rache verbindet ja und im Endeffekt habt ihr uns heute die Rache abgenommen ;-)

Davon abgesehen habt ihr’s auch gut: Tauscht Rumänien in eurer Gruppe durch England aus, dann hätten wir gar kein Team mehr, was wir weiterkommen sehen wollen würden. Alle Erzfeinde unter einem Dach.

Nichtsdestotrotz, Danke Holland! :-)

EM-Nachwirkungen

Montag, 09. Juni 2008

Meine Mitbewohnerin heute Morgen um etwa 10:30 Uhr (!!!) zwischen ihrem Zimmer und der Toilette zu ihrer Katze:

„Oh Ipek, ich bin total betrunken. Verpiss dich!“

Meine M-Momente

Samstag, 07. Juni 2008

Peter schmeißt drei Stöckchen in die weite Welt, ich greife mir per Hechtsprung eines davon ab. Es geht um die persönlichen drei größten M-Momente:

  1. WM 2006, Viertelfinale: Deutschland vs. Argentinien. Keiner hätte gedacht, dass wir das Spiel machen. Dann ein riesiges Spiel beider Mannschaften und die großen Argentinier sind besiegt.
  2. WM 1986, Finale: Deutschland vs. Argentinien. Gleiche Paarung, anderes Ergebnis. Trotz zarten Alters von 6 Jahren per Familie mit dem Spiel konfrontiert. Ein extrem trauriger Moment, als die Niederlage feststand.
  3. WM 1990, Halbfinale: Deutschland vs. England. Erlebt in einer Kneipe auf einem Dorffest. 3/4 des Ladens voll mit Engländern. Klasse Spiel, klasse Ergebnis, klasse Atmosphäre.

Das Stöckchen breche ich in drei Teile und schmeiße es in die Welt, auf das sich Fänger finden.