Beckstein und die U-Bahn-Schläger

Da habe ich doch gestern Nacht wieder nicht schlecht gestaunt, als das RTL Nachtjournal lief. Hintergrund war das Urteil gegen die beiden U-Bahn-Schläger von München, bzw. die von der CSU geforderte Abschiebung der beiden Täter nach Absitzen ihrer Haftstrafen von 12 und 8 Jahren. In diesem Zusammenhang war folgendes Statement von Herrn Beckstein zu hören:

„Wer das ganze Instrumentarium der Jugendhilfe erfolglos durchlaufen hat und dann ohne einen vernünftigen Anlass und ohne Anstand mit dem Kopf eines anderen Menschen Fußball spielt, so jemand hat in Deutschland nichts zu suchen.“

Einleitend: Die beiden Täter kommen ursprünglich aus Griechenland und der Türkei, also einem EU-Mitgliedsstaat und einem Anwärter. Schlimm genug, dass Herr Beckstein mit der Aussage „so jemand hat in Deutschland nichts zu suchen.“ Deutschland schon über Griechenland und die Türkei stellt. Noch schlimmer wird es dann aber dadurch, dass mindestens Griechenland als EU-Mitglied auch für deutsche Verhältnisse weit genug westlich entwickelt sein muss, bei der Türkei existieren da bekanntermaßen einige Kritikpunkte, die scheinen mir in diesem Punkt aber nicht besonders relevant. Beckstein hierarchisiert also drei europäische Staaten, die sich international auf einer Ebene begegnen, auf der Ebene der westlichen Entwicklung der Gesellschaft. Bravo, Herr Beckstein, total daneben!


2 Meinungen zu “Beckstein und die U-Bahn-Schläger”

  1. Anonymous sagt:

    er hat doch recht und es ist voll irrelevant ob es EU oder nich ist.

  2. оплата труда sagt:

    Siehe Eurovision! :)

Trackbacks