Kram von Juli 2009

Der geniale Wahnsinn hat eine Straße

Dienstag, 28. Juli 2009

Obwohl mitten in der Nacht, dieser Post als Homage auf eine Homage muss noch sein. Quentin Tarantino, der genialste aller genialen Regisseure, hat am – nun gestrigen – Abend seine eigene Straße in Potsdam-Babelsberg bekommen. Zur Enthüllung des Schildes zeigte er sich persönlich. Tarantino ist damit der erste Straßennamengeber auf dem Babelsberg-Gelände, dem dies möglich war. Denn bislang gibt es keinen, dem diese Ehre zu Lebzeiten teil wurde.

Ganz subjektiv freue ich mich über diesen Punkt umso mehr, denn Tarantino ist schon seit seinen ersten filmischen Stunden der genialste Regisseur und einer der besten Drehbuchautoren für mich. Insofern erfreut mich dieser Schritt in Babelsberg umso mehr.

Werbung auf den Punkt

Montag, 27. Juli 2009

Es ist doch immer wieder schön zu sehen, wenn neben all dem Lobbyismus zwischendurch auch mal lustig-kritische Werbung aus der Wirtschaft kommt. Das dachte man sich wohl auch bei Sixt, als man sich für dieses äußerst gelungene Werbebanner auf der eigenen Homepage entschied.

sixt_werbung

Tja, Frau Schmidt, damit muss man wohl leben können. Und drei Daumen hoch an Sixt für dieses politkritisch-satirische Sahnestückchen. So sollte Werbung in einer Demokratie öfter aussehen.

(via Henrik Greger)

Noch der ‚Nachruf‘ an Wiedeking

Montag, 27. Juli 2009

Ja, ich weiß, in ein links der Mitte orientiertes Blog gehört sowas eigentlich gar nicht, aber so weit Realist bin ich dann doch noch.

Die Tage musste mit Wendelin Wiedeking der einzige Manager eines großen Unternehmens, den ich respektiere, seinen Platz räumen.. und das bedaure ich sehr. Vor allem, weil er medial abgesägt wurde. Sicherlich hat er seinen Teil dazu beigetragen – die älteren Pläne, VW zu kaufen, waren für ein Unternehmen wie Porsche nicht der sinnvollste Weg.

Trotzdem erinnere ich mich gerne an Umfragen. Der Mann war noch vor einem Jahr der, mit 60 Mio Euro im Jahr, bestverdienendste Manager in Deutschland und gleichzeitig der Einzige, dem die breite Masse das Geld gegönnt hat. Wiedeking war einfach gut in dem, was er, speziell mit Porsche, gemacht hat. Wiedeking war einer, den sogar seine (untergebenen) Arbeiter ehrlich und nicht aus reinen Hierarchiegründen respektiert haben. Der letzte Beweis dafür ist die bewegende Abtrittsfeier der letzten Tage.

Seine Entscheidung, die (für deutsche Verhältnisse) Rekordabfindung von 50 Mio Euro komplett in Deutschland zu Versteuern und die Hälfte sogar noch sozialen Projekten zu spenden, führt diese Moral des bewussten Managers fort. Er hätte wesentlich mehr von seinem Geld haben können. An solchen Menschen könnten sich die meisten Manager mal ein Beispiel nehmen.

Zum unerträglichen Leichtsinn des Matthias Güldners

Montag, 27. Juli 2009

Eigentlich wollte ich es ja lassen. Eigentlich hätte ich es, wenn ich es schon nicht lassen kann, auch als Kommentar bei der WELT posten können. Eigentlich ist mir das viel zu niveaulos. Und schlussendlich, eigentlich hat Herr Güldner schon alles getan, was in meinem Sinne steht (Achtung, Bedeutung erklärt sich erst ab dem nächsten Absatz). Eigentlich sind das genug Eigentlichs, um es doch zu posten.

Wie könnte es heute anders sein, es dreht sich um den Kommentar des Herrn Matthias Güldner, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Bremen, bei der WELT, der absolut zurecht für Furore sorgt. Ich fange beim Auseinandernehmen mal ganz von vorne an, man möge es mir verzeihen.

Ganz vorne, grundsätzlich zwar nebensächlich, aber, wie gesagt, man möge es mir verzeihen, der Titel. Korrekt müsste der „Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internets“ lauten. Wessen == Genitiv.. ne?

Aber gut, gehen wir in die Substanz. Ich fange nicht ganz vorne an, weil ich eine andere Passage für viel einleitender halte:

Es geht vielmehr knall hart um Definitionsmacht in Zeiten der Virtualisierung der Welt.

Herr Güldner, damit haben sie ja sowas von Recht. Und genau das widerlegt auch den ganzen Rest Ihres Kommentars. Es geht hier wirklich knallhart um die Definitionsmacht. Und wer hat die in einer Demokratie? Mit Sicherheit nicht Sie als einzelner Politiker. Nein, die hat das Volk (zu haben). Und die von Ihnen sogar erkannten Massenpetitionen bestätigen sogar genau diesen Punkt. Sie, Herr Güldner, wollen Ihre Meinung als Politiker zu einem extrem indifferent argumentierten Thema über die einer breiten Masse (sonst hätten die „Massenpetitionen“ ja kein Gewicht) stellen und da haben Sie Ihre Aufgabe mal sowas von falsch verstanden. Ganz davon abgesehen, lesen Sie mal nach, warum, wie und zu welchem Preis sich einzelne Menschen zu Gesellschaften zusammenfügen (Cesare Beccaria formuliert das etwa so einfach, dass sogar Sie es verstehen sollten). Da geht es um Abgabe eines Minimums an individueller Freiheit (die, dem Nächsten eins über zu hauen), um ein relatives Maximum (das, sich bewegen zu können, ohne den Nächsten permanent fürchten zu müssen) an Sicherheit zu erlangen.

Ihre Anhänger kämpfen mit hoch effektiven Mitteln für die Rechtsfreiheit ihres Raumes.

Das müssen Sie mir nochmal genauer erklären. „Hoch effektiv“ wären die Mittel, wenn mit ihrer Hilfe mindestens nahezu 99% der Rechtsfreiheit verteidigt worden wäre. Ich erinnere nur an die Vorratsdatenspeicherung oder den Bundestrojaner. So effektiv können sie also nicht sein, also lege ich den Satz mal in einer Ecke ab, in der schon andere liegen, mit denen Sie sicherlich nicht gerne kuscheln (wenn Sie wirklich ein Grüner sein wollen).

Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert.

Kleines Gegenbeispiel: Wer Boxen (als anerkannte Sportart) für Unterhaltung (siehe, was aus Ali geworden ist) hält … . Würden Sie einen ebenso emotionsgesteuerten Kommentar zum Verbot der Sportart Boxen veröffentlichen? Über Facebook und Konsorten kann ich wenig sagen. Aber wer (außer Ihnen, offensichtlich) hält denn Twitter für Politik? Twitter ist ein Kommunikationsmedium, genau wie die Homepage der WELT, die Sie offenbar für ein politisches Medium halten. Und wer geht davon aus, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert? (Hier fehlt übrigens, wenn ich Sie richtig verstehe, ein „virtuelle“ vor „Gewalt“). Die einzigen, die davon ausgehen, sind die, die absolut keine Ahnung von der Materie haben oder die (die differenziere ich mit voller Absicht und sie mögen sich nicht als Teil der ersten Gruppe betrachtet fühlen), die die Materie einfach nicht nachvollziehen können, weil sie in einer ganz anderen Zeit aufgewachsen sind. Nur, weil jeder Amokläufer, wie jeder 1,5te Jugendliche und zahlreiche Erwachsene, sog. Killerspiele gespielt hat, kann noch lange kein signifikanter Zusammenhang zwischen Egoshootern und Amokläufen hergestellt werden. Das lernt man in Statistik 1 (muss man das für Politikwissenschaft nicht auch hören?). Mein damaliger Methoden-Prof hatte da ein nettes Beispiel, das perfekt auf die Debatte passt: „Ich fahre kurz nach Schottland. Auf meinem Weg sehe ich nur ein einziges Schaf, und das ist schwarz. Also gibt’s in Schottland nur schwarze Schafe, weil ich ja keine andersfarbigen gesehen habe.“.

Da haben sich einige wohl das Hirn herausgetwittert.

Unabhängig davon, dass ich das für einen Angriff unterster Schublade halte, könnte ich Ihrer Argumentationskette auf gleichem Niveau entgegnen: Da hat sich wohl einer das Hirn weggekifft. Die Grünen stehen doch so auf Legalisierung von leichten Drogen. Und ja, Sie verstehen mich vollkommen richtig, ich behaupte gerade, alle Grünen sind durchgebrannte Kiffer. Und warum? Weil es genau Ihrer Argumentation entspricht. (99,9% der Grünen mögen das bitte richtig verstehen und sich nicht angesprochen fühlen ;-) ).

Die Geschichte mit dem Mordparagraphenvergleich lasse ich mal raus. Da haben andere schon genug zu geschrieben. Sie hinkt von vorne bis hinten, insofern nicht erwähnenswert.

Aber in Skandinavien wurden schon positive Erfahrungen mit vergleichbaren Gesetzen gemacht. Warum nicht, wie in anderen Politikfeldern auch, Baustein um Baustein zusammenfügen, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen? Die Antwort bleibt die Community schuldig.

Die Antwort kann ich Ihnen sagen: Weil Deutschland nicht Skandinavien ist. Genauso wenig, wie wir die USA unter Bush waren. Dort hat’s geklappt: Nach 9/11 wurden Guantanamo und der dazu gehörende ‚Anti-Terror-Paragraph‘ (USA PATRIOT Act) eingerichtet, seitdem gab es keine nennenswerten Terroranschläge mehr auf uramerikanischem Grund und Boden. Finden oder fanden wir (oder speziell Ihre Partei) das damals oder heute etwa gut und für Deutschland zwingend übernehmenswert, nur weil es in einem anderen Land zu einem hohen Preis funktioniert?!

Die Glorifizierung des Internet wird vergehen. Der politische Makel, mehr auf den Trend gesetzt zu haben als auf die Bekämpfung realer Menschenrechtsverletzungen, würde dagegen lange haften bleiben.

Da haben sie im ersten Teil ja sowas von Recht, der zweite ist Makulatur. Gleichzeitig verkennen Sie aber auch, in welchem Maße Sie hier in das Internet eingreifen wollen. Würde Ihre Partei (Beispiele stehen zur Genüge in den Kommentaren) in dem Maße, in dem Sie es fordern, in die Menschenrechte außerhalb des Internets eingreifen wollen, wären Sie mit Sicherheit einer der Ersten, die Protest schreien würden.

Abschließend kann ich nur sagen, ich zolle meinen höchsten Respekt denen, die aus Ihrer Bremer Fraktionszugehörigkeit die Partei verlassen (aktuell meines Wissens Sebastian Raible), aber auch nur denen. Wenn die eigene, direkte Führung schon stinkt, würde ich auch zu dem Mittel greifen. Die Bundesgrünen sollten aber zusehen, dass sie ziemlich schnell eine offizielle Distanzierung von den Ausführungen Güldners veröffentlichen. Wobei ich mir, als parteirechtliche Nullnummer, aus der Vergangenheit durchaus auch vorstellen könnte, dass ein Parteiausschlussverfahren wegen Parteischädigung möglich ist. Sollte das so sein, das wäre bei der Art der politischen Rhetorik genau das richtige Mittel.

Und nu, Punkt, Ende.

P.S.: Grün war für mich bislang mindestens die Nummer 1 für die Zweitstimme. Ob Grün das bleibt, hängt maßgeblich von der Konsequenz aus der Geschichte ab. Und da bin ich offensichtlich nicht der Einzige.

***UPDATE 27.07., 17:04***
Mittlerweile hat der Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht. Ich möchte sie nur insoweit kommentieren, dass sie zwar ein Schritt in die richtige Richtung ist, mir aber persönlich längst nicht weit genug geht. Leider werden die offensiven Beleidigungen des Herrn Güldner nur im Nebensatz leicht gerügt; da hätte ich mir mehr versprochen.

Die Bahn kommt.. irgendwann

Sonntag, 26. Juli 2009

Tochter: „Warum fahren wir nicht mit dem Auto?“

Vater: „Weil wir in einem Anfall geistiger Umnachtung Bahn-Tickets gekauft haben.“

Tochter: „Warum?“

Vater: „Weil wir dumm sind.“

Tochter: „Warum?“

Vater: „Weil wir die 250km sogar mit unserem ollen 6-Liter-Diesel viel günstiger, bequemer und ohne Umsteigen hätten fahren können.“

Tochter: „Warum?“

Vater: „Weil die Bahn teuer und unpünktlich ist.“

Tochter: „Warum?“

Vater: „Weil die von vorne bis hinten Misswirtschaften.“

Tochter: „Warum?“

(Nach Belieben erweiterbar ;-) )

Spassbremse Kassel

Donnerstag, 23. Juli 2009

seen @ 'ultimative-Spassbremsen-Stadt' Kassel
seen @ ‚ultimative-Spassbremsen-Stadt‘ Kassel

What

the

fuckinfuckfuckshittyholyfrozen

Hell??!!

Mach’s dir selbst

Donnerstag, 23. Juli 2009

Nach dem großen Serverumzug dachte ich mir einen Moment lang, dass ich mir unbedingt ein „root“-Shirt kaufen sollte. Sekunden später kam ich zu dem Schluss, neee, ich mach’s mir lieber selbst ;-)

Wer hat sich denn da verschluckt?

Mittwoch, 22. Juli 2009

Das muss mir auch nochmal jemand genauer erklären. PHP und MySQL gehen ja ab.. LOL

php-speed

Neues aus der Tram – Ganz Schön Feist

Mittwoch, 22. Juli 2009

Da war ich doch eben mal wieder mit der Tram unterwegs. Und, wer hätte das gedacht, es gibt wieder was zu berichten. Heute geht es um provokante auffällige T-Shirts. Von den Dingern habe ich aus früheren Zeiten noch so einige im Schrank. Mein persönlicher Liebling, das „Du willst immer nur Ficken“-Shirt.

Lange hatte ich es nicht an bzw. nur unter einem Pulli. Heute war es mal wieder soweit. Und prompt fanden sich wieder einige Mitmensch-Exemplare, die sich gar königlich an diesem Umstand erfreuten.

Ich stehe also in der Tram – Sitzplätze überlässt mal ja bekanntlich besser im Voraus schon den Älteren – da ging der Spass los. Drei Mitbürger – männlich, um die 50 Jahre alt, zwischen 100 und 150kg schwer, also Typ deutscher Nordstadtbewohner – wurden auf mein Shirt aufmerksam. Offensichtlich wieder auf dem üblichen Wege, unten steht „Ficken“, also lese ich mir mal alles durch. Um den anderen die Lesearbeit vermeindlich zu ersparen, liest einer erstmal laut vor, was denn auf dem Shirt steht. Daraufhin werden die anderen beiden noch interessierter und lesen ihrerseits ebenfalls dem ersten nochmal laut vor, was er eben vorlas. Dann amüsiert man sich nochmal kurz in der Runde über den ersten Teil des Shirts (Du willst immer nur Ficken), gegebenenfalls mokieren sich nun Vierte, meist jenseits der 70 Jahre, über diesen allzu obszönen Spruch, den öffentlich zu tragen ja eine Unverschämtheit sei.

Ist dies passiert, wird die Freude unserer ersten drei ‚Entdecker‘ plötzlich gebremst. Man unterhält sich wesentlich leiser, denn nun hat man den zweiten Teil des Shirts (Ganz Schön Feist) bemerkt und sogar schon gelesen. Eifrig wird im Nahezu-Flüsterton darüber diskutiert, was dieser denn bedeuten könnte, vor allem im Hinblick auf den ersten Teil. Meist kommt man zu keinem Ergebnis, also widmet man sich verschämt wieder den eigenen Problemen. Früher habe ich solche Exemplare dann gerne aufgeklärt, mittlerweile macht das keinen Spass mehr, denn irgendwann wird das doch langweilig.

Um das Ganze nun aufzulösen (es soll ja tatsächlich Menschen geben, die Ganz Schön Feist nicht kennen), Ganz Schön Feist ist eine a capella Combo, Du willst immer nur Ficken der Titel eines ihrer, zugegebenermaßen schon in die Jahre gekommenen, Lieder und das Shirt habe ich mir vor geschätzten 13 Jahren bei ihrem Konzert in meinem Heimatort Worfelden geleistet. Und ja, es macht immer wieder Spass, das Shirt zu tragen ;-)

RTL II – It’s fuckin‘ fun

Mittwoch, 22. Juli 2009

Jaja, das Thema hätte hier eigentlich schon lange behandelt werden sollen. Da hab ich ja mit meiner Abstinenz was verpasst. Nichtsdestotrotz, es ist ja noch aktuell, also schreibe ich dann doch mal was dazu.

Der Unterschichtenfernsehen-affine Leser mag schon erkannt haben, worum es geht: Die nicht mehr ganz neue Imagekampagne von RTL II, die nun seit dem 28. Juni läuft. Grundsätzlich ist am Slogan „RTL II – It’s fun“ ja nicht viel auszusetzen, grundsätzlich. Hätten die Werbefachleute, die das Konzept entwickelt haben, nicht ausgerechnet Lady Gagas Lovegame resp. nicht ausgerechnet genau diese eine Passage des Songs als zentrales Moment der Kampagne gewählt.

Let’s have some fun, this beat is sick
I wanna take a ride on your disco stick

Man kann sich denken, an welcher Stelle es mir aufstößt. Anfangs wollte ich eigentlich nur wissen, was denn bitte ein disco stick ist. Google half schnell weiter und dehnte die Übersetzung auch gleich auf den ganzen Satz aus. Das Resultat lässt sich dann in etwa auf eine – diplomatisch ausgedrückt- ziemlich direkte Aufforderung zum Geschlechtsverkehr runterbrechen. Ach so, It’s fun.

Nun will ich ja keineswegs abstreiten, dass Sex tatsächlich meistens ziemlich spassig ist. Allerdings stelle ich grundsätzlich mal in Frage (auf Basis des gesamten Songtextes), welche Art ‚Beziehung‘ hier gemeint ist. Ich kann mir nicht helfen, aber der Songtext könnte irgendwie auf unbedeutende Abenteuer zielen. Auch hier würde ich noch nicht abstreiten, dass auch das durchaus spassig sein kann, auch wenn es nicht ganz meinen Vorlieben entspricht.

Aber (großes Aber mit schicksalsschwangerer Sprechpause).. welche erzieherische Message sendet das denn an die Zuschauer? Gerade im Hinblick darauf, dass RTL II doch auch ein ausgeprägtes Kinder- und Jugendprogramm ausstrahlt. Ob eben dieser Teil der Kampagne auch mittags während der ganzen Zeichentrickserien läuft, kann ich nicht beurteilen, nachmittags zur Sitcom-Zeit läuft er jedenfalls. Was vermitteln wir denn hier der Jugend? Zwangloser Sex ist erstrebenswert, weil Gedanken muss man sich ja nicht machen.. ist ja alles fun?

An sich finde ich die Kampagne, auch mit dem Slogan, ja nicht schlecht. Aber in der Hinsicht hat man definitiv den falschen Song ausgewählt. Wieder ein Beispiel, bei dem die Damen und Herren hinter der Konzipierung kräftig gepatzt haben.

Serverumzug nahezu abgeschlossen

Mittwoch, 22. Juli 2009

Es ging diesmal wirklich überraschend schnell und fast problemlos. Mittlerweile ist soweit alles umgezogen und fast alles läuft auch schon auf dem neuen Server – abgesehen von Teilen des Mailservers, auf die ich leider keinen Einfluss habe. Hier nun einmal der Stand der Dinge.

  1. Webserver
    Umstieg von Apache auf Lighty mit mod_fastcgi ohne Probleme abgeschlossen. Alle Seiten laufen nun hier auf dem neuen Server, der alte Apache ist seit gestern Abend abgeschaltet. Verzeichnisschutz ist auch weitestgehend eingerichtet, gefällt mir aber noch nicht so ganz, genau wie die VHost-Konfigurationen. Da muss ich wohl nochmal nacharbeiten. Was noch fehlt und mich ziemlich nervt, ist der mod_rewrite. Der weigert sich bislang noch konsequent, das zu machen, was ich von ihm will.
  2. Mailserver
    Bestehendes System fast 1:1 neu aufgesetzt, um Konfigurationsleichen auszumerzen. Ich habe entschieden, mich von der kompletten Spam- und Malwarefilterung zu verabschieden. SpamAssassin und Co. fressen einfach zu viele Ressourcen. Abgesehen davon läuft wieder Greylistd, der auf dem alten System schon gute Dienste hinsichtlich Spam-‚Filterung‘ geleistet hat. Die Mailverzeichnisse sind 1:1 übernommen worden, genau wie die Datenbank mit den Bestandsusern, so dass hier kein Datenverlust aufgetreten ist. Problematisch ist momentan noch, dass sporadisch Emails noch an den alten Server gesendet werden. Ich hoffe mal, dass sich das bis Samstag erledigt hat.
  3. Fileserver
    Auch hier habe ich das bestehende System 1:1 übernommen. ProFTPd läuft wunderbar, verschlüsselt auch, wie er soll, wenn er soll. Die virtuellen FTP-User habe ich komplett übernehmen können, so dass auch hier keine Verluste von Bestandsdaten auftraten.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden. Die Performance der Dienste – besonders gut hier am Blog erkennbar – ist bei nahezu gleichem Datenbestand massiv in die Höhe geschossen. WordPress lies sich auf dem alten Server ja bekanntlich kaum noch benutzen, hier läuft es wieder wie am ersten Tag. Mittlerweile habe ich mir auch endlich mal die Arbeit gemacht, dem Server ein beglaubigtes Zertifikat bei CAcert.org zu organisieren. Somit gibt es wenigstens bei allen verschlüsselten Diensten, die via *.chaosmos.de aufgerufen werden, keine nervigen Warnmeldungen mehr. Und da man so ziemlich alles, was man verschlüsselt aufrufen kann, auch über chaosmos.de bekommt, habe ich da ein Problem weniger.

Kurze Frage in den Raum: Bankengewinne?

Mittwoch, 22. Juli 2009

Wenn Banken, die das Bankenrettungspaket in Anspruch genommen haben, Gewinne in Milliardenhöhe prognostizieren, gleichzeitig aber weder die Kreditzinsen senken, noch die Guthabenzinsen oder Kreditvergabebereitschaft steigern.. läuft da dann irgendwas falsch im System?