Noch der ‚Nachruf‘ an Wiedeking

Ja, ich weiß, in ein links der Mitte orientiertes Blog gehört sowas eigentlich gar nicht, aber so weit Realist bin ich dann doch noch.

Die Tage musste mit Wendelin Wiedeking der einzige Manager eines großen Unternehmens, den ich respektiere, seinen Platz räumen.. und das bedaure ich sehr. Vor allem, weil er medial abgesägt wurde. Sicherlich hat er seinen Teil dazu beigetragen – die älteren Pläne, VW zu kaufen, waren für ein Unternehmen wie Porsche nicht der sinnvollste Weg.

Trotzdem erinnere ich mich gerne an Umfragen. Der Mann war noch vor einem Jahr der, mit 60 Mio Euro im Jahr, bestverdienendste Manager in Deutschland und gleichzeitig der Einzige, dem die breite Masse das Geld gegönnt hat. Wiedeking war einfach gut in dem, was er, speziell mit Porsche, gemacht hat. Wiedeking war einer, den sogar seine (untergebenen) Arbeiter ehrlich und nicht aus reinen Hierarchiegründen respektiert haben. Der letzte Beweis dafür ist die bewegende Abtrittsfeier der letzten Tage.

Seine Entscheidung, die (für deutsche Verhältnisse) Rekordabfindung von 50 Mio Euro komplett in Deutschland zu Versteuern und die Hälfte sogar noch sozialen Projekten zu spenden, führt diese Moral des bewussten Managers fort. Er hätte wesentlich mehr von seinem Geld haben können. An solchen Menschen könnten sich die meisten Manager mal ein Beispiel nehmen.


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