Teilzentrum der Ordnung für ‘Chaosmotisches’

Versicherungspolitik

Freitag, 04. September 2009

Ich habe schon des öfteren darüber nachgedacht, mir eine private Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Das würde sich auch wirklich anbieten, weil ich ‚kleinere‘, meist vertragsrechtliche Probleme wie ein Magnet anzuziehen scheine. Beispielsweise verschwinden bei mir fast regelmäßig Kündigungen, die ich sogar mit Rückschein geschickt habe. Im konkreten Fall waren zwei Kündigungen in einem Umschlag und eine sollte nicht angekommen sein (sehr logisch übrigens, großer Mobilfunkanbieter, den es mittlerweile unter seinem damaligen Namen nicht mehr gibt). Auch Kündigungen, die ausdrücklich per Email (signiert) erwünscht waren und mit Lesebestätigung rausgingen, kamen angeblich nicht an (die Lesebestätigung wurde mir aber geschickt). (mehr …)

Abmahnungen und ihre Vorstufen

Donnerstag, 03. September 2009

Abmahnungen aus den wahnwitzigsten Gründen machen ja gerade wieder die Runde im Netz. Nachdem ich mir nun einige Zeit zum Nachdenken genommen habe, möchte ich dazu auch nochmal meinen Senf abgeben. Im Kern geht es um das Abmahnverhalten allgemein, speziell um einen mich betreffenden Fall, der zwar bis dato nicht bis zur Abmahnung kam, mich aber trotzdem nach wie vor aus unterschiedlichen Gründen beschäftigt. Ich werde ihn so abstrakt wie möglich schildern, um eine Zuordnung im Interesse der „geschädigten“ Person zu vermeiden. Grundsätzlich ist das hier im Nachhinein auch ein Versuch, der entsprechenden Person, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass sie diesen Post jemals lesen wird, verständlich zu machen, warum ich mir bei der Äußerung damals nicht viel Böses dachte.

Gut, fangen wir langsam fast an. Vorweg schicken möchte ich nochmals die förmliche Entschuldigung dafür, dass mein Humor sich offensichtlich nicht mit dem der betroffenen Person (im Folgenden anonymisiert Herr A. A.) gedeckt hat. (mehr …)

Big Brother – Nach der Staffel ist vor der Staffel

Montag, 07. Juli 2008

Heute neigt sich die mittlerweile 8. Staffel des RTL II Realityformats Big Brother ihrem Finale zu. Ab 21:15 Uhr werden die verbliebenen Bewohner im Rahmen der ‚grandiosen‘ Finalparty aus dem Container ziehen. Ein Grund mehr, mal wieder ein Auge auf das Konzept zu werfen.

Überraschend finde ich ja ohnehin, dass sich das Format tatsächlich immernoch zu lohnen scheint. Trotz einiger Krisenstaffeln (bestes Beispiel: Big Brother – Das Dorf) kommt doch – obschon ich mir zum Ende jeder Staffel bislang dachte, das muss doch langsam die letzte gewesen sein – immer wieder die nächste, vermeindlich letzte Staffel. Überraschend vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass die Einnahmequellen immer deutlicher optimiert werden, was ich schon als Indiz für fehlende Rentabilität sehe. Beispiel die Telefonvotings: Anfangs konnte man immer nur für den Kandidaten anrufen, den man aus dem Haus wählen wollte. Mittlerweile sieht das anders aus: In den Pränominierungswochen kann man seinen Favoriten schützen, in den Nominierungswochen dann neben der Raus-Stimme auch noch für all diejenigen anrufen, die man lieber im Haus sehen will, um die Verhältnisse zu verschieben.

Ein anderes Beispiel, das ich schon thematisiert hatte, ist die zunehmende ‚Verekeligung‘ der Matches und persönlichen Herausforderungen: Big Brother neigt mittlerweile zum Dschungelcamp ohne Dschungel. Von Pansensuppe über Mäuseschwänzchen und tote Fliegen bis hin zu Drinks, bei denen sich die Teilnehmer vor laufender Kamera übergeben mussten, war alles dabei. Matches beinhalten zunehmend animalisches: Vogelspinnen im Gesicht, Baden in Kakerlaken oder Kopf in Heuschreckenkäfig stecken. Alles in Allem, im Gegensatz zu seinen Anfangstagen entwickelt sich Big Brother zum Ekelfernsehen, dessen Beliebtheit nur von der perversen Freude des modernen Menschen an der Demütigung anderer teilhaben zu dürfen herrührt. Das gleiche Prinzip, auf dem auch das Dschungelcamp aufgebaut ist. Ganz unweigerlich stellt sich die Frage, was für Menschen sich überhaupt auf sowas einlassen?

Interessant scheint mir auch, dass (meines Wissens, man möge mich korrigieren) in der laufenden Staffel 8 zum ersten Mal schon Wochen vor dem Finale für die kommende Staffel 9 geworben wird. Scheinbar gehen RTL II resp. Endemol die Bewerbungen aus – oder nur von Charakteren, die eine strategisch möglichst sinnvolle Zusammensetzung der Bewohner zulassen? Allerdings kann man das auf die Zukunft gesehen auch eher vernachlässigen. Wer weiß, ob Endemol in 5 Jahren überhaupt noch casten muss. Vielleicht reicht dann auch ein kurzer Anruf beim Bundesministerium des Inneren und anstelle von ‚Big Brother – Das Dorf‘ kommt halt ‚Big Brother – Das Land‘.

Go go go Rumänien!

Freitag, 13. Juni 2008

Hach, die Rumänen sind jetzt erstmal meine Helden in der Todesgruppe. 0:0 gegen Frankreich, auch wenn das Spiel absolut langweilig war. Aber 1:1 gegen Italien in einem verdammt schnellen Spiel. Wenn Holland jetzt noch Frankreich platt macht, Frankreich nicht gegen Italien verliert und die Holländer Rumänien etwas lockerer angehen (Sieg für Rumänien), wäre die Gruppe wirklich der Brüller. Gönnen würde ich es sowohl Holland, als auch Rumänien. Mal wieder Daumen drücken angesagt.

3x Daumen hoch an Oranje

Montag, 09. Juni 2008

Ich mag euch zwar nicht, fußballerisch gesehen, normalerweise habe ich keine Probleme und sehr nette Urlaube bei euch gehabt. Aber Fußball ist halt was anderes. Auf jeden Fall, was ihr heute Abend geliefert habt, dafür habt ihr meinen Respekt, Holland! Absolut saubere Sache und dass die Italiener endlich mal einen auf den Sack bekommen, war höchste Zeit (erst Recht nach der WM). Könnte da eine neue Freundschaft erwachen? Rache verbindet ja und im Endeffekt habt ihr uns heute die Rache abgenommen ;-)

Davon abgesehen habt ihr’s auch gut: Tauscht Rumänien in eurer Gruppe durch England aus, dann hätten wir gar kein Team mehr, was wir weiterkommen sehen wollen würden. Alle Erzfeinde unter einem Dach.

Nichtsdestotrotz, Danke Holland! :-)

YES WE CAN!

Mittwoch, 04. Juni 2008

Zugegeben, das amerikanische Vor-/Wahlgeplänkel ist nicht jedermanns Sache. Muss es auch nicht sein, Hauptsache die Amerikaner mögen es. Aber manchmal finde ich es doch ein wenig befremdlich bis beängstigend. Barack Obama macht aus seinen Anhängern eine wahre Bewegung. Klar, der Mann polarisiert, das will ich ihm auch gar nicht ankreiden. Immerhin schafft er Sachen, um die ihn manche Rockband beneiden würde: 75000 Anhänger kommen zu seiner Wahlkampfveranstaltung, nur wegen ihm. Wer in seinem Leben mal bei Rock am Ring war, der wird mir zustimmen können, dass 75000 Menschen vor einer Bühne eine unvorstellbare Masse sind. Beeindruckend, wenn man das Ende nicht sehen kann.

Doch gehört etwas zu dieser typisch amerikanischen Kultur, was ich schon seit vielen Jahren (seit ich einst in Frankfurt bei einem amerikanischen Top-Motivationstrainer Security gemacht habe) sehr beängstigend finde: Parolen, die unentwegt von der Masse gebrüllt werden; fast schon ekstatisch. Beim angesprochenen Motivationstrainer war es das „YES! YES! YES! YES!“, teilweise 15 bis 20 Minuten lang, auch beim Laufen, dann sogar passend zum Schritt. Bei Barack Obama ist es das „YES WE CAN!“. Als ich damals am Rande der Massen stand und die das erste Mal loslegten, schoss mir sofort eine Assoziation in den Kopf, der Rücken fing an zu schwitzen und die Haare stellten sich auf: Die Rede vom totalen Krieg. Als Deutscher muss man in dem Hinblick wohl etwas sensibilisierter sein.

Allerdings, und das ist das eigentlich Interessante daran, was würde passieren, wenn sowas in Deutschland mit einem deutschen Politiker passieren würde? Ich kann mir bildlich vorstellen, wie die Telefone im Auswärtigen und Kanzleramt klingeln würden, wahrscheinlich wären die USA die ersten, die anrufen würden. Da könnte das Volk ja wieder demagogischem Populismus auf den Leim gehen. Am Ende wöllten wir noch expandieren. Deutsche scheinen das in den Genen zu haben.

Update: Mir fällt gerade auf, dass man mich leicht missverstehen könnte. Ich hatte nicht vor, irgendwelche Zusammenhänge zwischen Demagogen und Obama spinnen. Beim Vergleich mit der Rede vom totalen Krieg geht es lediglich um diesen ekstatischen Herdentrieb, bei dem sich nur zu leicht das Hirn abschaltet. Also keine Sorge, ich find’s auch toll, dass Obama die Vorwahlen gewonnen hat.

Ich war ja auch noch da

Montag, 02. Juni 2008

Da war ja noch was. Also, wie schon bekannt, ist die Hausarbeit gelaufen und ich wieder da. Leider hat sich Samstag mein alter Musikserver verabschiedet, darum wird der gerade ersetzt und verbessert. Leider wollen UTF8-kodierte Dateisysteme bei mir ums Verrecken nicht über das Hostsystem hinaus kompatibel sein, darum bin ich seit gestern schwer am Basteln, um den kompletten Datenbestand in Non-UTF8 zu transformieren.

Weil auf dem neuen Server dann auch endlich alles verschlüsselt sein soll, muss ich zudem noch hin und her kopieren, was sich, Dank der UTF8-Problematik sehr zeitaufwendig gestaltet. Darum hier noch etwas Ruhe, ich versuche aber den einen oder anderen Post abzugeben, wenn mir was aktuelles auf der Seele brennt.

Bloggen im BILD-Zeitalter

Freitag, 16. Mai 2008

Ich muss doch mal was los werden, was ich nicht sonderlich toll, geschweige denn als besonders tolles Abbild unserer Gesellschaft sehe. Wenn ich mir in meinen Statistiken so die Suchbegriffe anschaue, über die Leser auf mein Blog kommen, sehe ich da doch eine gewisse Tendenz zum Sensationsjournalismus. Muss man wirklich erniedrigende Titel oder solche, die unter die Gürtellinie gehen, haben, um Leser zu ködern?

Ganz ehrlich, ‚merkels möpse‚ waren lange Zeit mit Abstand auf Platz 1. Mittlerweile wurden sie von ‚justice stress‚ abgelöst. Aber erst, nachdem das, auf den ersten Blick gewaltverherrlichende, Video in den Mainstream-Medien Erwähnung fand und eine ausgelassene Diskussion hervorrief. Ganz weit oben ist auch noch das Tag ‚Überwachungsstaat‚, was ich zwar eher positiv sehe, trotzdem ist es plakativ.

Ist unsere Gesellschaft mittlerweile wirklich so BILD-verseucht, dass man sich bei den Titeln an ebenjenem Magazin orientieren muss, um als halbwegs namenloses Blog eine gewisse Masse Publikum auf sich zu ziehen?

Oh my god! They killed Twitter!

Freitag, 02. Mai 2008

Aaaaahhhhhhh!!! Wer hätte gedacht, dass es mich so treffen würde. So lange bin ich doch noch gar nicht dabei. Trotzdem fühle ich mich jetzt irgendwie unvollständig und, vor allem, abgeschnitten vom Rest der Welt. Twitter antwortet mir seit Stunden nur noch mit einem ‚500 Internal Server Error‘. Ich dreh durch.

Ich bin ein Z-Twitterer, holt mich hier raaaauuuuusss!!!

Neulich bei Google..

Montag, 14. April 2008

Was ist das denn? Suchanfrage rausgehauen und Google will mir nicht mehr helfen. Suspekt.

Sollte man es nicht irgendwann lernen?

Montag, 14. April 2008

Die Vorlesungszeit hat wieder angefangen. Dieses Semester ärgerlicherweise schon zwei Wochen zu früh, aber das macht ja nicht allzu viel. In der ersten Woche findet sowieso fast noch nix statt, in der zweiten (also quasi ersten) gehe ich aus Prinzip nicht hin, weil dann noch alles überlaufen ist.

Der Ärger, der sich im Semesterturnus wiederholt, bahnte sich schon bei der Zusammenstellung des Stundenplanes an: Wie jedes Semester bekommt es unsere Fachgruppe nicht hin, wenigstens etwas Auswahl neben der Frauenforschung (neudeutsch Geschlechterforschung, macht aber nix) zuzulassen, denn die wenigen Veranstaltungen, die wir haben, überschneiden sich auch noch. Hat immerhin den Vorteil, dass der Stundenplan schnell gemacht ist.

Was dann aber wirklich jedes Semester stinkt und mich an den geistigen Fähigkeiten der jeweiligen Entscheidungsträger zweifeln lässt, sind die Raumzuteilungen: Bestes Beispiel, ‚Einführung in die Psychologie für Lehramtsstudierende‘, eine Grundlagenvorlesung für nahezu alle Studenten, die Psychologie irgendwo im Nebenfach angesiedelt haben – also pro Semester grob geschätzte 1000 Leute. Nun ist die Uni Kassel keine herkömmliche Uni, sondern aus einem Gesamthochschulkonzept hervor gegangen. Das wiederum hat zur Folge, dass wir am Hauptcampus über gerade mal 5 nennenswerte Hörsäle verfügen, von denen sich keiner mit einem richtigen Audimax messen kann (in den größten passen grob geschätzt 500 Leute sitzend).

Der geneigte Leser erkennt jetzt schon ein sich anbahnendes Problem: Wie bekomme ich 1000 Studenten in einen 500-Mann-Hörsaal? Antwort: Gar nicht. Darum schiebe ich besagte Veranstaltung jetzt auch schon seit Beginn meines Studiums vor mir her. Nun kommt die Uni aber immer wieder auf ‚gute‘ Ideen. Dieses Semester wurde besagte Vorlesung beispielsweise auf den Hörsaal III verlegt, der grob geschätzt gerade mal 200-250 Mann fasst. Und das alles, obwohl besagte Veranstaltung seit Jahren der bekannte ‚Renner‘ in Sachen Ansturm ist.

Verfassungsschutz will mitschnüffeln

Samstag, 12. April 2008

Nicht lange ist es her, da fällte das Bundesverfassungsgericht sein Urteil über heimliche Onlinebespitzelung und Vorratsdatenspeicherung. Da wirkt es fast schon stupide (wird man dafür auf die Überwachungsliste gesetzt?), wenn der Verfassungsschutz dieser Tage Befugnisse verlangt, die sich mit genau diesem Urteil nicht decken. So berichtet SPON:

„Die Erfahrungen, auch in anderen Staaten“, hätten gezeigt, dass wegen der veränderten Kommunikationsgewohnheiten „eine frühzeitige Erkennung von potentiellen Attentätern nur möglich ist, wenn eine gezielte strategische Überwachung von relevanten Internet-Knotenpunkten erfolgt“, heißt es in dem Papier der Verfassungsschützer.

Nun will man also, ungeachtet der vom BVG gesetzten, notwendigen Indikationen für die Zulassung von Online-Durchsuchungen – begründeter Verdacht auf Gefahr für Leib und Leben oder Güter der Allgemeinheit – doch den Datenverkehr mitschnüffeln dürfen. Diesmal geht es allerdings nicht mehr um Online-Durchsuchung als Äquivalent zur Wohnraumüberwachung, nein, diesmal soll die Befugnis schon weit vor dem Rechner des ‚Verdächtigen‘ erlaubt werden. Die verdächtigen Daten sollen direkt beim Kontenpunk abgefangen werden, also ein ganzes Stück vor dem Rechner, an dem sich der Empfänger gerade befindet.

Da stellt sich doch wieder einmal die Frage, wieviel Freiheit die Gesellschaft für Sicherheit eintauschen will. Zumal die akute Bedrohungssituation meines Wissens auf deutschem Boden bis jetzt nur ein Mal auftrat und sich im Nachhinein als nichtig herausstellte, weil die beiden vermeindlichen Bomben gar nicht explodiert wären.

___________________

Update: Auch die Süddeutsche berichtet mittlerweile über die Forderung.