Teilzentrum der Ordnung für ‘Chaosmotisches’

Minimaler Aufwand, maximaler Nutzen

Donnerstag, 10. April 2008

Das wollte ich ja noch nachreichen: Die rentabelste 1.3, die ich in meinem Studentenleben bislang geschrieben habe. Einmal im Seminar anwesend, drei Mal zwei Tage Arbeit an den drei Teilhausarbeiten und das Ergebnis stimmt definitiv :-)

Gedanken eines Schreiberlings

Donnerstag, 10. April 2008

Eigentlich schreibe ich ja, angeregt durch den re:publica-Vortrag von Prof. Viktor Mayer-Schönberger zum Thema „Nützliches Vergessen“, seit zwei Tagen an einem Essay. Eigentlich. Eigentlich hatte ich mir auch relativ genau ausgedacht, was mir dabei an Gedanken gekommen ist, die es zu verkünden gilt. Eigentlich habe ich auch nicht allzu große Probleme, den roten Faden entlang zu argumentieren.

Dummerweise scheint mich das Thema in der Hinsicht zu überfordern, denn mittlerweile verrenne ich mich zunehmend in Richtung Politikverdrossenheit und Kritik am Herrn Innenminister. Sicher, da kann man mit dem roten Faden durchaus entlang streifen, allerdings liegt die Betonung hier auf streifen und mein Essay wechselt zunehmend das Thema.

Naja, gucken wir mal, ob ich den Faden wieder finde und doch noch was zu veröffentlichen haben werde.

Kurios: Von wegen, Männer brauchen lange auf dem Pott

Mittwoch, 12. März 2008

Kaum zu glauben: Eine Frau aus Amiland hockte sich einst auf’s Örtchen ihres Freundes und wollte dieses nicht mehr verlassen. Nach 2 (in Worten: ZWEI) Jahren kommt der Gute endlich auf den Gedanken, dass da doch irgendwas faul ist (in jeglicher Hinsicht, mutmaße ich mal frei) und wählt den Notruf. Die herbei geeilten Retter stemmen dann – unter Absingen schmutzigster Lieder durch die Frau – die Klobrille vom Pott und schaffen beide in’s Krankenhaus, wo die, mittlerweile zum Körperteil der Frau gewordene, Klobrille entfernt wird.

Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Zigaretten- goes Nichtraucherschutz-Lobby

Dienstag, 11. März 2008

Da habe ich heute kaum meinen RSS-Ticker angeschmissen, schon wirft er mir mal wieder eine halbwegs skurrile Meldung von SPON heraus: Die jahrlange Grünen-Politikerin Marianne Tritz wird Geschäftsführerin des Verbandes der Zigarettenindustrie. Einen kurioseren Karrieresprung könnte eine Grüne wohl kaum machen, sind sie doch diejenigen, die sich am schärfsten für den Nichtraucherschutz in Deutschland einsetzen.

Interessant ist dabei auch das Statement, das ein Sprecher ihres ehemaligen Chefs Fritz Kuhn (Grünen-Fraktionschef) zur Sache gegeben hat, wonach er hoffe, die Tabakindustrie könne nun auch die Belange des Nichtraucherschutzes stärker in den Blick nehmen. Sicher. Die Herren, die nicht umsonst keinen sonderlich guten Ruf haben, werden sich den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Ich stelle da eher mal die Vermutung in den Raum, Tritz soll das besagte Image allein schon durch ihre Herkunft aufpolieren. Dahinter wird sich schätzungsweise nichts ändern, aber eine Galeonsfigur, die glaubhaft über Nichtraucherschutz lamentieren kann, verschafft ja einen ganz neuen Eindruck von der Lobby. Wir werden sehen…

Komische Träume, komische Tage, komisches Gefühl

Mittwoch, 05. März 2008

Heute ist ein merkwürdiger Tag. Irgendwas habe ich heute Morgen kurz vor dem Aufstehen geträumt – da wusste ich auch noch, was es war (angemerkt sei, dass ich mich für gewöhnlich weder an den Inhalt meiner Träume, noch daran, dass ich überhaupt geträumt hätte, erinnern kann) – und irgendwie ist da ein komisches Gefühl bei rausgekommen, das mich jetzt den ganzen Tag begleitet. Alles, was ich noch weiß wäre, dass es irgendwas mit Vergangenheitsbezug war. Langsam werde ich mir selbst suspekt.

Kurios: Früh übt sich..

Dienstag, 15. Januar 2008

.. was ein anständiger Alkoholiker werden will. SPON berichtet heute von einem elfjährigen Mädchen, das in Hildesheim am Samstag mit respektablen 2,26 Promille vor einen Bus gerannt ist. Der Fahrer konnte noch rechtzeitig bremsen. Über die Ursache ihres Zustandes wird noch ermittelt, allerdings ist es doch merkwürdig, dass dieser dem Busfahrer erst auf Grund der Fahne des Mädchens auffiel. Ihr sonstiges Verhalten scheint verhältnismäßig normal gewesen zu sein. Ob man da schon von Konditionierung ausgehen kann?

HowTo be a bad Sozialwissenschafter?

Freitag, 21. Dezember 2007

Man nehme ein universitäres Forschungsteam, ein brisantes Thema, ein paar politische Schlagworte und die Finanzierung des Bundesinnenministeriums.

So geschehen an der Uni Hamburg. Eine sozialwissenschaftliche Studie zu Muslimen in Deutschland kommt zu Ergebnissen, die nicht ohne Grund großen Diskussionsstoff liefern. Jeder 2,5te Moslem ist ein Fundamentalist, jeder 7te gar ein Feind unserer demokratischen Ordnung. Ebenfalls jeder 2,5te ist davon überzeugt, Gewalt sei eine legitime Reaktion auf die westliche Bedrohung des Islams.

Was soll man dazu noch sagen? An jedem 2,5ten Dönerstand müsste ich dafür geschlagen oder gar getötet werden, dass ich meinen Döner in (westlichen) Euro bezahlen möchte. Als Bewohner der Kasseler Nordstadt müsste ich sowieso schon lange tot sein. Wer in Berlin Neu-Kölln wohnt, sollte eigentlich sowieso keine Chance haben, überhaupt seinen Umzug zu erleben.

Hier zeigt sich wieder, warum Wissenschaft gewissen Gütekriterien unterliegen sollte. Was kann man denn auch erwarten, wenn Wolfgang Schäuble eine Studie zu einem solch terrorverdächtigen Thema finanziert? Davon abgesehen, was macht Schäuble, der wegen eines Terroranschlags im Rollstuhl sitzt, eigentlich am Hebel der Terrorabwehr? Kein Richter darf Fälle, die ihn persönlich betreffen, verhandeln. Kein Kriminalbeamter solchen nachgehen. Schäuble ist das Paradebeispiel für das Warum.

(Quelle: Spiegel Online)

P.S.: Ach so, Danke an Hamburg, für das In-den-Dreck-ziehen meines angehenden Berufsstandes!

Flirten erst ab 18? Zypries dreht auf

Dienstag, 11. Dezember 2007

Kaum zurück in der Heimat, findet sich doch tatsächlich wieder ein grandioser Schuss unseres, scheinbar unter Hirnschwund leidenden Justizministeriums. Laut Spiegel Online will die Bundesregierung diese Woche einen Gesetzesentwurf verabschieden, der sogar einfaches Flirten unter Jugendlichen, sollten dabei irgendwelche sexuellen Handlungen in Betracht gezogen werden, unter Strafe stellt. Und als ob das nicht schon genug wäre, würde in dem Fall auch der Unterschied zwischen Jungendlichem und Erwachsenem im Strafmaß aufgehoben. Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr sollen demnach wie Erwachsene mit Haftstrafen bis zu 10 Jahren bestraft werden.

Wer sich über so etwas kurioses wundert, der kommt sicherlich auch schnell auf die Quelle der absurden Idee: Natürlich basiert das Ganze wieder einmal auf einem Rahmenbeschluss der EU. Und wie schon in der Vergangenheit oft zu beobachten war, sobald etwas von der EU kommt, wird es riguros und in aller möglichen Härte von Frau Zypries und ihrem, der EU in den Allerwertesten kriechenden, Justizministerium umgesetzt (siehe z.B. Bologna-Prozess oder Vorratsdatenspeicherung). Und das, obwohl ein Rahmenbeschluss weder bindend ist, noch die rechtlichen Konsequenzen in dieser Härte dort festgeschrieben sind.

Die Auswirkungen, sollte das Gesetz tatsächlich verabschiedet werden, wären fatal: Der sexuelle Selbstfindungs- bzw. Reifungsprozess würde rechtlich aus der Pubertät herausgedrängt und auf das Erwachsenenalter verschoben. Zwar würden einverständlich durchgeführte sexuelle Annäherungen nicht juristisch verfolgt, so das Justizministerium, dieses ist aber im Gesetzesentwurf nicht festgehalten. Letztendlich könnten die Jugendlichen also auch für diese bestraft werden. Dabei geht das Gesetz weit über das landläufige Verständnis sexueller Handlungen hinaus: Erfasst wird beispielsweise auch der Kinobesuch, bei dem die Hand des Jungen, nachdem er sich endlich dazu überwunden hat, per Gähnen und Strecken das Mädchen in den Arm zu nehmen, kurz an ihre Brust rutscht. Prinzipiell unabhängig davon, ob sie etwas dagegen hat oder nicht. Und nicht nur das, sogar der Versuch wäre nach dem Willen der EU schon strafbar. Warum dies? SPON erläutert dazu, dass die Einladung zum Kinobesuch als „Entgeld“ für die Handlung betrachtet würde. Da stellt sich die Frage, wie die rechtliche Konsequenz aussähe, wenn jeder seine eingene Karte bezahlt?

Doch damit nicht genug, die Auswirkungen des Gesetzes wären auch auf einem ganz anderen Sektor fatal. Denn seit Jahrzehnten werden Jugendliche durch Zeitschriften wie die BRAVO aufgeklärt. Viele sehen darin, verständlich weil anonym, einen wesentlich einfacheren Zugang, ihre intimen Fragen beantwortet zu bekommen, als beispielsweise diese mit ihren Eltern zu besprechen. Doch diese Form der Publikation von sexuellen Handlungen würde mit dem Gesetz ebenso unter Strafe gestellt. Erzählungen über sexuelle Handlungen unter Jugendlichen oder gar Abbildungen von nackten Jugendlichen, wie es sie schon seit vielen Jahren auf den Aufklärungsseiten der BRAVO gibt, wären plötzlich gesetzeswidrig. Und damit nicht genug, denn sogar das Urlaubsfoto einer Jugendlichen im knappen Bikini wäre womöglich strafbar.

Doch auf den fatalsten Punkt bin ich noch gar nicht gekommen: Denn prinzipiell würden von einem Tag auf den anderen Beziehungen unter Jugendlichen, die bereits bestehen, gesetzeswidrig. Wie oben erwähnt soll die Einvernehmlichkeit zwar nicht strafbar sein, sie ist aber erstens nicht im Gesetz beachtet und zweitens bestünde jene Einvernehmlichkeit ja nicht mehr, wenn beispielsweise einer der Partner den anderen beim Kuscheln intim berührt, der andere diesen aber abweist. Schon wäre der Versuch wieder strafbar, obwohl sich die beiden fünf Minuten später wahrscheinlich einig wären, dass überhaupt nichts Schlimmes passiert ist und sie einfach noch warten wollen.

Alles in allem muss man zu dem Schluss kommen, dass dieses Gesetz ein gewaltiger Rückschritt wäre. Die sexuelle Aufklärung der 70er, die prinzipiell zu einem wesentlich verantwortungsvolleren Umgang mit Sexualität geführt hat, würde im Keim abgewürgt. Die Konsequenzen kann man sich kaum ausmalen. Was man allerdings sicher sagen kann, wäre, dass die Jugendlichen in Zukunft in ihrem sexuellen Reifungs- und Sozialisationsprozess auf härteste Weise gestört würden. Ich würde sogar so weit gehen, dass hier per Gesetz ein von der Natur eingeplanter Prozess verboten werden soll. Die Absurdität ist kaum zu übertreffen.

F: Woran merkt man, dass man alt wird?

Samstag, 20. Oktober 2007

A: Die jüngeren Freunde fangen an, einen zur Hochzeit einzuladen (Oh Mann, bin ich alt).

Kurios: Ossis und Wessis sollen weg

Dienstag, 02. Oktober 2007

Gerade bei SPON gefunden: Kanzleramtsminister de Maiziere will die Begriffe ‚Wessi‘ und ‚Ossi‘ abschaffen. Deutschland wäre ja mittlerweile so weit geeint, dass die Unterscheidung zwischen West und Ost nicht mehr angebracht sei.

Da stellt sich der mitdenkende Leser doch SPONtan (was für ein Wortspiel ;-) ) mindestens zwei Fragen:

  1. Wie soll man denn dann die Unterschiede, die nachwievor zum West-Ost-Gefälle führen und unzweifelhaft vorhanden sind, beschreiben? Es ist nunmal so, dass der Osten wirtschaftlich in einer ziemlich prekären Lage ist. Müssen in Zukunft alle neuen Bundesländer genannt werden, um den Begriff ‚Ostdeutschland‘ zu ersetzen?
  2. Wo liegt eigentlich das Problem? ‚Wessi‘ und ‚Ossi‘ sind elementarer Teil der deutsch-deutschen Geschichte und durchaus nicht (mehr) zwingend negativ geprägte Begriffe. Gegen die ‚Preißen‘ sagt ja auch keiner was. Darf man solche Begriffe wirklich aus dem öffentlichen Jargon streichen?

Interessanterweise wird im Artikel auch gleich die Abschaffung des Solidaritätszuschlages dementiert. Scheinbar ist doch noch nicht alles so gleich, wie Herr de Maiziere es gerne sehen würde.

Sauwetter!

Montag, 10. September 2007

30 Jahre nach dem Deutschen Herbst, zeigt sich der deutsche Herbst wieder von seiner besten Seite.