Teilzentrum der Ordnung für ‘Kill Bill’

How to vergraul my Kunden (by Micro$oft)

Samstag, 02. Februar 2008

Heute: Die OEM-Lizenz

Jaja, es gibt sie noch: Kundenorientierte Unternehmen. Einziges Problem: Micro$oft gehört nicht dazu. Hintergrund dieser Feststellung ist der, dass ich, neben meinen CD-Key für Windows XP Pro, den ich vor Jahren mit meinem Notebook erwerben musste, seit einer Woche nun auch „stolzer“ Besitzer zweier OEM-Keys, die ich mit zwei Scenic-Desktops bekam, bin. Die beiden Rechner sind bei einem Unternehmen ausgemustert worden, die Ansage war deutlich, dass ich die Keys verwenden darf. Doch zu früh gefreut, denn, wie bei größeren Unternehmen üblich, waren auf den Rechnern natürlich nicht die OEM-Versionen installiert, sondern solche aus einer Volumenlizenz. So weit, so gut, die Platten musste ich sowieso aus Datenschutzgründen mehrfach überschreiben, mit den Installationen konnte ich also nix anfangen.

Naja, auf besagten Scenics wollte ich sowieso kein Windows laufen lassen, also freute ich mich, meine Grauzoneninstallation auf meinem Hauptrechner endlich legal machen zu können.. dachte ich mir so. Flugs den Key-Changer von M$ gezogen und gestartet, einen der beiden Keys eingegeben und schon wurde ich zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. Die Keys werden nicht akzeptiert. War ja klar. Alles kein Problem, M$ hat die OEM-Bindung an Hardware ja vor einiger Zeit verboten bekommen, also muss es ja eine Möglichkeit geben, die Keys in vollwertige zu wandeln. Die zu finden, war auch nicht schwer: Windows Update geladen, bei der Genuine-Prüfung durchgefallen und schon lag die Seite zum Wandeln vor mir. Aber das wäre ja zu einfach gewesen. Schnell den ersten OEM-Key eingegeben und was sehen meine geplagten Augen? Der Key kann nicht geprüft und damit auch nicht gewandelt werden, weil er mit der Product-ID auf meinem Rechner nicht übereinstimmt. Wen wundert’s, ich konnte mein Windows ja auch nicht davon überzeugen, den Key anzunehmen. Darum bin ich ja jetzt auf der Seite..

Alles kein Problem, schnell den dazugehörenden Scenic angeschlossen und die Windows-Installation angeschmissen. Ging sogar relativ schnell, dann kam die Ernüchterung: Auch auf dem Rechner, der für den Key lizensiert ist, kann ich ohne die dazugehörende OEM-CD – die gibt’s natürlich schon lange nicht mehr – kein Windwos mit dem Key installieren.

Damit bin ich also mitten in einen Teufelskreis gerutscht: Denn um den Key zu wandeln, muss er auf dem Rechner, mit dem ich wandeln will, installiert sein. Um ihn aber installieren zu können, muss ich ihn wandeln. Das nenn ich mal schizophren.

Nun gut, kommende Woche werde ich dann wohl mal den Support von Fujitsu-Siemens und Micro$oft anrufen und sehen, wie sich das trotzdem machen lässt. Von deren Hilfsbereitschaft und Kompetenz hab ich heut schon einiges im Netz gelesen („Da müssen Sie eine neue Lizenz erwerben.“). Bis dahin wird weiter mein Grauzonenkey genutzt oder auf Corporate umgestellt. Sollte rechtlich auch kein Problem sein, schließlich fliegen hier weit mehr legale Keys als Windows-Installationen rum ;-)

Umsiedelung ins Niemandsland – Windows goes.. away (pt. I)

Dienstag, 18. Dezember 2007

Heute, bzw. letzte Nacht, habe ich mal wieder ein nettes Projekt gestartet, um Windows endlich so weit wie möglich von meinem Laptop zu verbannen. Dummerweise gibt es ja immernoch einige Dinge, für die FreeBSD nicht wirklich ausgereift ist, also Windows benötigt wird. Also bin ich nun zu dem Schluss gekommen, dass ein Windows als Gastsystem per QEMU das Mittel der Wahl ist (VMWare ist einfach zu kompliziert/teuer). Und weil sich da sowieso ewige Wartezeiten ergeben, passt das Ganze auch wunderbar dazu, dass ich gerade am Hausarbeit schreiben bin.

Nach kurzer Suche im Netz fand sich auch ein scheinbar sehr brauchbares HowTo bei bsdbox, das es nun umzusetzen galt. Die Installation von QEMU ging gewohnt unkompliziert, die von Windows XP ebenfalls, auch wenn sie, auf Minimalanforderungen laufend, sehr schleppend vonstatten ging. Ärgerlicherweise konnte ich für diesen Zweck meine OEM-Windows-CD vom Laptop nicht mehr benutzen, weil ja eine andere CPU emuliert wird, so dass die Recovery CD das Ding nicht mehr erkennt. Noch ärgerlicher war dann die Erkenntnis, dass ich, aus gleichem Grunde, meinen gekauften Key auch nicht verwenden konnte. Auch wenn ich XP ab diesem Zeitpunkt abgeschrieben hatte, hier trotzdem noch ein paar nette Screens quasi zum Beweis, dass es grundsätzlich funktioniert.

Setup-Screen 1Setup-Screen 2

Nun ja, das wären dann auch meine Versuche mit XP. Wenn mir Microsoft meinen Key nicht wandeln will (Anfrage ist raus), so dass ich ihn für die virtuelle Maschine auf dem Laptop, mit dem er gekauft wurde, einsetzen kann, kommt der nächste Versuch mit Windows 2000. Da fliegt hier tatsächlich auch noch ein legaler Key rum :-)