Teilzentrum der Ordnung für ‘Life live’

Nachbericht: Spontandemo gegen Roland Koch in Kassel

Samstag, 07. Juni 2008

Nach Roland Kochs Eklat am Donnerstag Abend im hessischen Landtag, war die Empörung wieder einmal groß. Erst Recht, nachdem Koch gegenüber dem Ältestenrat auch noch deutlich machte, dass er den fehlenden Passus im Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren in der 2. Lesung bewusst nicht angesprochen hatte und die linke Mehrheit damit wissentlich ins offene Messer laufen ließ. Der AStA Kassel reagierte prompt: Donnerstag Abend wurde zur Spontandemo für Freitag Mittag 12:00 Uhr ausgerufen. Und tatsächlich, es kamen mehr, als ich erwartet hätte.

Pünktlich um 12:00 fanden sich auf dem Vorplatz der Bibliothek etwa 150 Demonstranten ein (überwiegend Studenten). Das alleine sind jetzt nicht wirklich viele, aber dem kurzen Fototermin mit der Presse folgte der obligatorische Zug über den Campus, so dass man mit geschätzten 300 Teilnehmern den Gang durch die Innenstadt zum Rathaus angehen konnte.

Die Stimmung war gut, die Trillerpfeifen laut und die Parolen weitestgehend die, die man schon von früheren Demonstrationen kannte. Auch die Polizei machte sich gestern wenig Arbeit. Das einzige, was ich von ihnen mitbekam, war ganz zu Beginn ein Hinweis, wir sollten doch bitte die Tram-Gleise frei lassen. Passt, nehmen wir halt die Straße.

Das hielt sowieso nur bis zum Stern, denn zum Einen geht’s ab dort gezwungenermaßen über die Gleise in die Fußgängerzone, zum Anderen gab es dort auf der Kreuzung natürlich ein kurzes, traditionelles Sit-In. Im Gegensatz zu früheren Demonstrationen, besonders denen im Protestsommer 2006, hat die Polizei auch da nichts mehr gegen und man muss feststellen, die Taktik funktioniert für beide Seiten bestens. In der Hinsicht scheint es, als könnten Polizei und Demonstranten in Kassel wieder ganz gut miteinander leben.

Nun denn, weiter ging’s auf den Königsplatz. Zugegeben, dort ging unser Zug ein wenig unter – auf dem Kö ist einfach zu viel Platz. Bei einem kurzen Zwischenstopp an der Haltestelle wurde ich dann auch wieder Zeuge merkwürdiger Auffassungen mancher Rentner. Ursache: Zwei (wenn ich mich richtig erinnere) kleine Fahnen der Linken im Demonstrationszug. Gegenstand: Die Kommunisten sind natürlich auch wieder dabei. Klägliche Versuche, dem netten Mann zu erklären, dass es durchaus einen großen Unterschied zwischen KP und der Linken gibt, scheiterten natürlich. Resultat: Jedenfalls bei diesem Mann wurde über zwei Fahnen der komplette Demonstrationszug als Rote Gefahr eingestuft. Schade eigentlich, aber die Ewiggestrigen wird man in allen Lagern nicht überzeugen können.

Wir zogen also weiter durch die Fußgängerzone. Kurz vor dem Rathaus wurde dann noch der obligatorische Abschlusssprint eingelegt. Am Rathaus dann die Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen von AStA, DGB und der Kasseler Schülerschaft, die auf ihren Schülerstreik kommenden Donnerstag aufmerksam machten. Danach wurde die Demo offiziell aufgelöst.

Ein paar wenige machten sich dann noch auf den Weg zur CDU-Zentrale, dort wurden sie aber schon freundlich von der Polizei empfangen. Bis ich ging, passierte dort nichts besonderes mehr. Polizei und Demonstranten machten sich einen netten Nachmittag – keine besonderen Vorkommnisse.

Bleibt letztendlich nur noch der Dank an die Unterstützer aus politischen und gewerkschaftlichen Lagern. Besonders hervorzuheben ist die Kasseler Schülerschaft, deren Streik wir am Donnerstag natürlich unterstützen werden. Los geht’s dann um 10:00 Uhr am Rathaus. Meine Fotostrecke ist bei Ipernity abgelegt, falls es jemanden interessiert ;-)

A tribute to Douglas Adams

Sonntag, 25. Mai 2008

Ups, fast verschwitzt, aber Anne hat mich nochmal gerettet: Heute ist ja Towel-Day. Also schnell das Handtuch geholt. Wäre ja beschämend, würde ich den Gedenktag an Douglas Adams, der die Vorlage für den wohl besten Science-Fiction-Streifen aller Zeiten gab, verpassen. In diesem Sinne, das wird noch alles in Tränen enden.

24-Stunden-Eindruck vom Nokia N95

Samstag, 24. Mai 2008

Jawoll, gestern Abend war es endlich soweit: Mein N95 ist angekommen. Nach nun knapp 24 Stunden verstehen wir uns zwar noch nicht 100%ig, aber lieb gewonnen haben wir uns trotzdem. Hier also mal mein erster Eindruck nebst einigen Problemstellungen, vor denen ich stand oder noch stehe.

Vom Gesamteindruck her bin ich ziemlich begeistert. Das N95 hat nahezu alles, was man so braucht. Dank WLAN ist auch das Surfen bzw. allgemein Datendienste nicht allzu teuer. An Mankos sind mir bislang nur wenige aufgefallen: Zum Einen empfinde ich das Menü teilweise als nicht besonders intuitiv, zum Anderen habe ich den Eindruck, dass das N95 teilweise etwas lange Ladelatenzen hat (Beispiel: Neue SMS aus Standby-Modus öffnen). Ein gewaltiges Problem sehe ich in der Symbian Signed Geschichte für Applikationen, die man so zusätzlich installieren will. Die müssen nämlich, sofern sie das nicht schon sind, was bei Freeware nicht immer der Fall ist, von Symbian signiert werden. Extrem nervig, vor allem, weil die Signing-Seite nicht unbedingt benutzerfreundlich gehalten ist (das Captcha ist eine Zumutung). Was ich auch noch nicht ganz verstehe ist, wo der ganze Speicherplatz hingeht: Die Speicherkarte (512MB) beispielsweise war ab Werk schon mit ~450MB Daten belegt, die ich bis jetzt aber nicht finden konnte. Über den internen Dateimanager scheint man da nicht dran zu kommen. Diese Einschränkung besteht auch für den Telefonspeicher. Wenn man wirklich an alle Daten will, muss man den Umweg über den PC nehmen. Etwas umständlich, aber was soll’s.

Soweit dazu. Natürlich habe ich das N95 auch gleich um ein paar Funktionen in Form von Software erweitert. Nennenswert wären da bis dato:

  1. Twibble mobile
    Der mobile Twitterclient. Vorgestellt hatte ich ihn schon einmal, der ist einfach ein Muss.
  2. RotateMe 2.1 Beta 1
    RotateMe erweitert das N95 um ein Feature, das aus der iPhone-Werbung bekannt ist: Das Bild dreht sich automatisch um 90°, wenn man das Handy auf die Seite dreht. Sehr empfehlenswert, gerate beim Surfen. Zu beachten ist, dass man die 2.1 Beta nehmen sollte, weil sich die 2.0, jedenfalls bei mir, nicht signieren ließ. Downloads findet man per Google.
  3. ShoZu
    Ein ganz praktisches Tool, um allen möglichen Content zu sharen. Unterstützt eine große Anzahl von Photo- und Videocommunities, außerdem ist Blog-Support dabei, der sich aber leider nur auf die gehosteten Dienste bezieht. Selbst gehostete Blogs lassen sich scheinbar nicht einbinden.
  4. Nokia VPN Client
    Das Tool wird leider nicht mehr bei Nokia angeboten. Für beispielsweise Studenten, die das Uni-WLAN nutzen wollen, ein Muss. Anleitungen und Downloads gibt es hier und hier. Das Forum hat leider eine userverscheuchende Download-Policy, darum der zweite Direktlink zum Download des VPN Clients. Der Rest des Tutorials funktioniert dann genau so, wie er niedergeschrieben ist.

Was mir jetzt noch fehlt, ist ein schlanker, vernünftiger RSS-Reader. Wer einen kennt, melden. Ansonsten bastel ich dann mal weiter und sehe zu, dass mein Baby nach meinen Bedürfnissen funktioniert.

How to vergraul my Kunden (by O2 Germany)

Mittwoch, 07. Mai 2008

Heute: Zahlungsabwicklung und Vertragsverlängerung

So langsam habe ich dermaßen die Nase voll von o.g. Firma, dass ich was posten muss. Die Ausgangslage sieht ungefähr so aus: Ich habe letzten Monat meine Rechnung ziemlich spät überwiesen. Bei mir ging sie am 07. April vom Konto, als ich die Rechnung für April erhielt, stand dort, dass Zahlungen bis 08. April berücksichtigt wären. Natürlich war die Zahlung meiner Rechnung nicht verrechnet, also hatte ich auf der aktuellen Rechnung noch einmal den Rechnungsbetrag vom Vormonat als ausstehend stehen. Damit verdoppelte sich der aktuelle Rechnungsbetrag in etwa.

Nun ja, damit nahm die Sache dann ihren Lauf. Denn ich habe natürlich nicht den kompletten Rechnungsbetrag überwiesen (sonst hätte ich ja den März doppelt bezahlt), sondern nur den Betrag, der für April auf der Rechnung stand. Damit kam O2 offensichtlich nicht klar – ungefähr genauso wenig, wie mit mehr als einem Auftrag pro Briefumschlag, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls hatte ich dann am 02. Mai die gekürzte Aprilrechnung überwiesen (Valuta). Gestern, also am 06. Mai, sperrt mir O2 plötzlich ohne Begründung die SIM. Eine Mail an den Kundenservice brachte mir zwar keine Antwort, dafür aber letzte Nacht um 0:00 Uhr wieder die Benachrichtigungs-SMS, dass meine SIM wieder entsperrt sei. Ist sie auch. Jedenfalls die SIM.

Nun kommt nämlich hinzu, dass ich Onlinekunde bin und seit dem 02. Mai meinen Vertrag verlängern könnte – wer mir im Twitter followed weiß, wie sehr ich mich schon auf mein N95 freue. Dumm nur, dass man bei ausstehenden Rechnungen nix, aber auch absolut gar nix online am Vertrag machen kann. Nicht mal die Handys, die gerade für eine Verlängerung angeboten werden, kann man sich angucken. Nevertheless habe ich mir dann heute Nacht, nach erfolgter Entsperrung meiner SIM gedacht, ich könne ja jetzt endlich verlängern. Hatte ich mir so gedacht. Nix da, online kann ich immernoch nichts an meinem Vertrag ändern, weil es angeblich Unklarheiten bezüglich der Rechnung geben würde (Unklarheiten, die ich erstens nach erfolgter Entsperrung als Klarheiten betrachte und die sich zweitens durch meine Mail zu Klarheiten wandeln würden). Ein Anruf bei O2 brachte natürlich wieder nix, da kann man mir meinen Namen nebst Adresse sagen, das war es aber auch. Die Rechnungsabteilung war in angemessener Zeit nicht erreichbar.

Naja, ich versuch es morgen nochmal. Vielleicht erreiche ich dann ja zur Abwechslung mal jemanden, der dem Wort Kundenbetreuung gerecht wird. Ansonsten muss ich doch nochmal gucken, wie lange meine Kündigungsfrist war.

[Update 08.05.2008] Man glaubt es kaum: Heute darf ich meinen Vertrag endlich verlängern. Dafür finde ich keinen Weg, ihn online so verlängern zu können, wie mir das vorschwebt. Super. Telefonisch schließe ich mal aus, da bekommt man doch wieder mehr angedreht, als man eigentlich bestellt hat. Also läuft alles auf die gute, alte Post hinaus.

Frau meets Film, den sie nicht sehen will

Sonntag, 04. Mai 2008

Wer mir bei Twitter followed, hat den Krampf heute Abend ja schon mitbekommen. Aus irgendeinem Grund ärgert mich das immernoch, also darf mein Blog auch noch darunter leiden. Hey, immerhin endlich mal wieder ein völlig unpolitischer Artikel. Gestern Twibble, heute der hier; ich mache Fortschritte ;-)

Frauen können ja unheimlich anhänglich sein – auch wenn sie noch nicht mal die Lebensabschnittsgefährtin sind. Sie lassen sich in ihrer Anhänglichkeit dann auch überraschenderweise von nichts beeinflussen. Ganz im Gegenteil, unter Umständen verleitet sie sie auch zu kontraproduktivem Verhalten. So mal wieder geschehen heute Abend in meinem Zimmer.

Alles fing halbwegs harmlos an. Frau prokrastinierte mal wieder Strukturgleichungsmodelle und war offensichtlich auf der Suche nach Ablenkung von ihrem bewusst kontraproduktiven Verhalten – sie muss kommende Woche in eben diesem Seminar ein Referat halten. Also fängt sie vorsichtig an und kommt erstmal auf eine Zigarette vorbei. Das ist natürlich nur ein Vorwand für alles Üble, was danach kommen soll. Na gut, ich habe gerade meine erste Tasse Kaffee des Tages leer, da kommt das Thema Einkaufen auf: Ich sage, ich müsste heute noch, am besten irgendwann gegen Abend, sie sagt, sie fährt jetzt, weil sie offensichtlich eine neue Ausrede zum Prokrastinieren braucht. „Ich kaufe jetzt Bier und Chipsies, dann setz ich mich an die Strukturgleichungsmodelle.“. Super, und das nach einer Tasse. Gut, in Ermangelung eines eigenen Autos und in Anbetracht der Spritpreise gebe ich klein bei und fahre eben mit. Sie bewegt sich schon verdächtig langsam durch den Edeka; so langsam, dass meine TK-Pizza hinter der Kasse aufgetaut ist. Das hätte mich vorsichtig machen sollen.

Wieder at home will sie wieder „nur eine Zigarette“ mit mir rauchen. Da hätte ich zum zweiten Mal stutzig werden sollen. Gutmütig, wie ich bin, wurde ich das natürlich nicht. Und weil im Fernsehen gerade irgendwelcher Nonsens lief, das erste Bier nach der dritten Zigarette in Rekordzeit schon so gut wie leer war, blieb sie halt da und verabschiedete sich von den Strukturgleichungsmodellen. Das zog sich dann über Stunden, war aber noch erträglich, weil ich eh gerade nix besseres zu tun hatte und sie nicht sonderlich stören wollte.

Dann kam es aber. Samstag Abend, 20:15 Uhr. Bei ihr schreit das nach DSDS, bei mir dreht sich in dem Zusammenhang alles inkl. Fußnägeln und Magen um. Dummerweise kam sonst aber nur Mist – der Samstag Abend ist auch nicht mehr das, was er mal war – und die Fernbedienung lag näher bei ihr, als bei mir. Also 5 Minuten Kampf um die TV-Hoheit inkl. Receiver nach manuellem Umschalten am Gerät Umdrehen und ich hatte, dachte ich, gewonnen. Dann ging es aber erst richtig los. Der Film ging zwei Stunden, ich habe mich etwa 1,5 davon mit dem Computer befasst und wollte dem Film nur lauschen. Über die gesamten zwei Stunden hat sie geplappert und so ziemlich jedes Wort, was dort gesprochen wurde, mindestens kommentiert. Wer Zapped von Michael Mittermeier mal gesehen hat, kennt in etwa die Wattebäuschchenvariante von dem, was ich heute über mich ergehen lassen musste. Es ist ja auch nicht so, dass ich das irgendwie gefördert hätte – eigentlich habe ich sie relativ deutlich spüren lassen, dass mir das gerade ziemlich auf den Sack geht. Nach einer guten Stunde war ich soweit, dass ich ihr sagte, ich glaube demnächst ziemlich laut Static X hören zu müssen. Hallo?! Wer Static X und mich kennt, weiß, dass ich mir das nie anhöre und die definitiv extrem anstrengende Musik machen. Das war ein verdammtes Zeichen.

Aber das Geläster über den Film ist ja nicht alles. Nein, in regelmäßigen Abständen kommen dann auch noch Sprüche wie „Ach du bist blöd. Schalt doch mal auf RTL.“ oder „Auf RTL läuft DSDS; das ist normal.“. Ja und?! Abgesehen davon, dass DSDS das letzte ist, was auf meinem Fernseher laufen wird.. DU hast einen Fernseher in DEINEM Zimmer. Warum gehst du nicht einfach zu dem und schaust dir DSDS an, statt hier miese Laune zu schieben.

Ich weiß nicht, warum Frauen sowas machen; also etwas schauen, was sie weder schauen müssen, noch wollen, dann aber ihrem Umfeld jeglichen Lebenskomfort durch Kommentierung jeden Wortes des Filmes versauen müssen. Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen. Die einfachste – und für beide Seiten sinnvollste – Lösung wäre doch, einfach an den eigenen Fernseher zu gehen und das zu schauen, was man schauen will. Warum macht Frau das nicht einfach? Wahrscheinlich, weil sie, wenn sie ihren Willen schon nicht bekommt, Mann wenigstens auch noch alles verderben muss. Na Danke auch!

Oh my god! They killed Twitter!

Freitag, 02. Mai 2008

Aaaaahhhhhhh!!! Wer hätte gedacht, dass es mich so treffen würde. So lange bin ich doch noch gar nicht dabei. Trotzdem fühle ich mich jetzt irgendwie unvollständig und, vor allem, abgeschnitten vom Rest der Welt. Twitter antwortet mir seit Stunden nur noch mit einem ‚500 Internal Server Error‘. Ich dreh durch.

Ich bin ein Z-Twitterer, holt mich hier raaaauuuuusss!!!

Wenig Zeit zum Bloggen

Montag, 28. April 2008

Jaja, auch das soll es mal geben. Heute ist’s ganz eng – da war ja noch was mit der Uni – den Rest der Woche guck ich mal, wie ich Zeit habe. Zu allem ‚Übel‘ habe ich mich auch noch bei BabelZilla als Übersetzer für ScribeFire eingeschrieben. Man gewöhnt sich zwar an’s Englische, aber Deutsch ist nicht nur schöner, sondern es soll ja auch noch arme Kreaturen geben, die des Englischen nicht mächtig sind. Und da ich ScribeFire für eine Top-Extension für Firefox halte, deren Benutzung man jedem ermöglichen sollte, kümmere ich mich mal eben um das deutsche Langpack. Außerdem halten sich die Nachrichten heute sowieso in Grenzen.. jedenfalls die nennenswerten ;-)

Im Kommunikationssumpf

Freitag, 18. April 2008

Diese Woche scheint in Sachen Email-Kommunikation nicht meine gewesen zu sein. Die eine Hälfte, die ich schrieb, endete in Monologen, deren Kernforderungen aber wenigstens noch wortlos erfüllt wurden, die andere Hälfte glänzte durch gänzliche Missachtung. Dabei waren da durchaus einige dabei, bei denen eine Antwort eigentlich selbstverständlich gewesen wäre. Aber das scheint die zur Regel zu werden.

Beispiel 1: Die Anfrage nach Hilfe

Chronologisch auch die erste Mail in dieser Woche. Konkret ging es um eine Sammelanfrage eines Vereins, bei dem ich lange aktives Mitglied war, die an so ziemlich alle rausging und sich um zu besetzende Dienste drehte. Als ich sie bekam, antwortete ich, wie immer diplomatisch und hilfsbereit (ernsthaft ;-)), dass sowas zwar, bedingt durch meinen Wohnort, der mittlerweile 250km vom Vereinsheim entfernt ist, nur unter erschwerten Bedingungen möglich wäre, ich mir aber bei Personalnotstand natürlich Zeit nehmen würde. Einziger Knackpunkt, und damit auch die Frage der Fragen: Ich bin mittlerweile einvernehmlich auf passive Mitgliedschaft umgestellt worden und wusste nicht, ob ich da eigentlich noch Dienste machen dürfte, versicherungstechnisch.

Am nächsten Morgen segelt dann die Antwort in mein Postfach. Tenor in etwa: Was ich mich denn so aufregen würde, weil ich nicht mehr als Aktiver geführt würde und überhaupt. Erst meine Mail nicht richtig gelesen – ich habe mich nirgendwo aufgeregt, sondern nur die Frage in den Raum gestellt, ob ich überhaupt noch Dienste besetzen dürfte – und dann auch noch nicht einmal meine Frage beantwortet. Danke auch! Ich also, wieder freundlich wie immer, eine Antwort geschrieben, auf das Missverständnis hingewiesen und nochmal den Kern meiner Frage hervorgehoben. Auf eine Antwort warte ich nun seit knapp einer Woche. So groß scheint der Personalnotstand also zu sein.

Beispiel 2: Die Hochzeitsplanung

Nein nein, keine Sorge, nicht meine. Aber die eines sehr guten Freundes, der ebenfalls 250km von hier weg wohnt. Ich bekomme die Einladung Anfang der Woche. Also schnell eine Email zurückgeschickt, weil ich Telefonieren zu normalverträglichen Zeiten immer vergesse. Frage war hierbei, ob ich mit Anhang kommen dürfe (inkl. Anmeldung desselben), ob es in der Nähe des Hotels einen Parkplatz gäbe, auf dem man mal eben mit dem Wohnmobil stehen könne und so weiter und so fort. Organisatorisches eben. Auf eine Antwort warte ich nun auch schon die ganze Woche.

Beispiel 3: Der Plagiatsfall

In dem Fall gibt’s eigentlich zwei Emails, die aber wenigstens unterschiedlich behandelt wurden. Die erste ging gestern Abend raus, weil ich bei der Geschichte, nachdem mein Pingback schon nicht auf dem referenzierten Blog auftauchte, wenigstens wünschte, der Plagiatspingback würde entfernt. Die Email blieb leider unbeantwortet, der Pingback steht auch noch im betroffenen Blog :-(

Die zweite Email ging heute Mittag an den Betreiber des Servers, auf den der DynDNS-Eintrag des Plagiators verwies. Ein, so scheint es mir, gehe ich von der Firmenhomepage aus, seriöses Kleinunternehmen. Um eine Antwort hatte ich ausdrücklich in jedem Fall gebeten, bekommen habe ich keine. Naja, ich bin’s ja mittlerweile gewohnt. Immerhin ist das komplette Blog seit heute Nachmittag offensichtlich nicht mehr zu erreichen. Wenigstens das lief glatt.

Beispiel 4: Die Kontoauflösung

Gut, hierbei handelt es sich nicht um Email-, sondern um Postverkehr – aber es passt so gut. Am 01. Februar habe ich meiner Beraterbank postalisch die Kündigung meines Girokontos zukommen lassen. Ja, ich habe wieder mal gedacht, Kündigungen müssen doch auch ankommen, wenn sie ohne Rückschein geschickt werden. Tun sie aber nicht. Ich weiß nicht, wie die Post das macht, aber irgendwie filtern die die Kündigungen raus. Ich hatte in meinem Leben, und ich habe schon einige geschrieben, noch keine einzige Kündigung, die ohne Einschreiben mit Rückschein angekommen ist.

Gut zwei Monate ist es also her. Und gestern bekomme ich von meiner Beraterbank doch tatsächlich Post. ‚Toll‘, freue ich mich, ‚wird die Auflösung doch noch laufen‘. Nein, tut sie nicht. Denn man wollte mich nur freundlich darauf hinweisen, dass die Kontoauszüge nun auf DIN-A4 umgestellt werden, weil das ja so ein praktisches Format wäre. Gleichzeitig gab’s dann gleich noch die Gebühren für nicht abgerufene Kontoauszüge des ersten Quartals. Danke auch!

Fazit

Ich glaube, ich schreibe einfach keine Emails mehr. Mal gucken, wie lange es dauert, bis sich Hinz und Kunz wieder beschweren, dass ich mich ja nie melden würde, seit ich nach Kassel gezogen bin. Wie man’s macht, ist’s falsch. Da soll noch einer die Gesellschaft verstehen.

Frühlingsmisanthropie

Donnerstag, 17. April 2008

Ich weiß ja nicht, ob ich der Einzige mit solchen Phasen bin. Ich hasse den Kasseler Pseudo-Frühling. Also so wirklich. Seit fast einem Monat ist nun kalendarisch Frühling. Aus Berlin bekommt man sogar schon frohe Kund, man könne des nachts das Fenster sperrangelweit offen lassen. In Oldenburg, wo ich mich bis vor zwei Wochen befand, konnte man auch schon bequem im Pullover rumrennen. Überall ist Frühling. Überall? Neein. In hessisch Sibirien wehrt sich eine Möchtegern-Großstadt, das selbsternannte Paradies der gehobeneren Klasse von Rhein-Main und Ruhrpott – die Rede ist natürlich von Kassel.

Hier kommen wir tagsüber immernoch nicht über 7°C hinaus, nachts friert es noch und es ist grundsätzlich Grau in Grau (mein vollstes Mitgefühl an andere Grau-Seher). Davon abgesehen regnet es zu oft, zwischendurch kommt auch mal Hagel durch und der Wind ist im Mittel auch nicht mehr mit normalen Frühlingsböen vergleichbar.

Wen wundert es da noch, dass ich immernoch nicht regelmäßig in die Uni, geschweige denn überhaupt mal ungezwungen vor die Tür gehe? Seit zwei Tagen kommt auch noch Frühlingsmisanthropie dazu. Das manifestiert sich darin, dass ich keine Lust mehr zum Bloggen, Twittern, Menschen hören, sehen, riechen, schmecken, ärgern, zur Weißglut treiben [Liste beliebig fortführen] habe. Sehr zu meinem Leidwesen und dem meines Umfeldes, denn eigentlich bin ich ein recht kommunikativer Mensch.

Naja, am Wochenende soll’s ja (mal wieder) wärmer werden. Warten wir’s ab. Vielleicht fällt ja dann auch endlich Kassel – die letzte Bastion.

Gut und günstig?

Sonntag, 13. April 2008

Heute schon gut und günstig eingekauft? Also ich nur mäßig. Vorhin im nächstgelegenen EDEKA der Wahl sollte es Käse werden. Gut, der war bei gleicher Menge im Plus sowieso schon 50 Cent billiger (günstiger ;-)), aber was darf ich heute an der Kasse erfahren? EDEKA hat nochmal 20 Cent draufgeschlagen. Satte 2,19 € kostet die Packung jetzt. Da fragt man sich doch, warum man noch ‚Billigmarken‘ kauft.

Gut und günstig? Gut, ja – günstig, wohl eher nicht mehr.

Minimaler Aufwand, maximaler Nutzen

Donnerstag, 10. April 2008

Das wollte ich ja noch nachreichen: Die rentabelste 1.3, die ich in meinem Studentenleben bislang geschrieben habe. Einmal im Seminar anwesend, drei Mal zwei Tage Arbeit an den drei Teilhausarbeiten und das Ergebnis stimmt definitiv :-)

Bastelei – Nummer, vorerst final, drei

Samstag, 05. April 2008

Sodele, mein neues Outfit ist soweit fertig. Jedenfalls die großen Anpassungen. Ein paar Details werden schleichend noch gemacht, wenn sie mir auffallen, aber ansonsten fühle ich mich hier langsam wohl. Abgesehen von ein paar Plugins, die ich noch hinzufügen oder für meine Ansprüche optimieren werde. Das werden aber eher kleinere Veränderungen sein, so dass ich das Grunddesign jetzt erstmal mit final markiere.

In eigener Sache wäre dann nur noch zu sagen, dass ich den schönen, hohen Norden morgen gezwungenermaßen wieder verlassen werde, um mich ab Montag wieder verstärkt der Uni zu widmen. Mann, wie ich mich freue – meine fehlende Note aus dem letzten Semester habe ich immernoch nicht *schnarch*. Ab dann wird’s auch wieder etwas mehr Nicht-Organisatorisches von mir zu lesen geben. Alsdenn, bis die Tage.