Teilzentrum der Ordnung für ‘Willkommen im Sumpf’

RTL II Dschungelcamp ohne Dschungel

Montag, 25. Februar 2008

Ich muss mich doch heute mal Outen: Ja, ich schaue halbwegs regelmäßig Big Brother. Bislang war das ja auch meistens halbwegs unterhaltsam – natürlich schaue ich sowas nur aus wissenschaftlichem Interesse, denn das Format ist sowohl soziologisch, als auch psychologisch ganz interessant ;-)

Wie gesagt, bislang war es unterhaltsam. Doch dann kam die aktuelle Staffel und mich beschleicht ein dunkel Gefühl: Könnte es sein, dass RTL II langsam auf den Dschungelcamp-Zug aufspringt? Gut, es fehlt etwas an Urwald, aber die Aufgaben, die die Bewohner zu erfüllen haben, erinnern doch immer mehr an das RTL D-Promi-Erniedrigungsformat. Mussten die Bewohner vor einigen Wochen noch allerlei Krabbelgetier (Skorpione, Schlangen etc.) über ihre Körper wandern lassen, so findet die traurige Entwicklung heute in der Liveshow ihren Höhepunkt: Das Wechselmatch besteht aus drei Aufgaben. Zuerst gilt es, einen Finger in einen Pott Wasser zu halten. Dieser beinhaltet zusätzlich einen Tauchsieder, vermittels dessen das Wasser auf über 50°C erhitzt wird. Wer den Finger zuerst raus zieht, weil er sich vor Verbrühungen bewahren will, hat verloren.

Im zweiten Match gibt’s dann allerlei Leckereien. Mehl mutet da noch harmlos an, es geht über Schnecken auf Zucker hin zu einer rohen Schweinezunge. Kevin, der alte Moppel, braucht fast 3 Minuten, bis er das gute Stück ohne sich zu erbrechen runtergewürgt hat. Immer angefeuert von dummen Kommentaren durch Jürgen Milski, der sich insgeheim wohl ins Fäustchen lacht, weil BB seinerzeit noch so harmlos war. Gekrönt wird das Ganze dann durch einen Esslöffel Chili-Pulver – wer sowas nicht gewohnt ist und es schonmal probierte weiss, wie schmerzhaft allein schon eine Messerspitze ist.

Match drei war dann wieder im wahrsten Sinne zum Kotzen: Es gab einen leckeren Cocktail, bestehend u.a. aus Kokosmilch, Brottrunk, Minzsirup etc. Das Zeug sah schon beim Mischen verboten aus. Wer das Glas zuerst leer getrunken hat, gewinnt. Also ergötzen wir uns mit Jürgen und dem BB-„Matchmaster“ an vier Bewohnern, die wirklich alles mit sich machen lassen, bei jedem Schluck nochmal nachschlucken müssen, damit die Brühe nicht wieder hoch kommt und am Ende kollektiv Kotzen gehen.

Sind die Einschaltquoten mittlerweile wirklich so schlecht, dass man auf dieses Niveau gehen muss?

Chaos, Bier und Anarchie

Samstag, 16. Februar 2008

Ja ja, ich entschuldige mich gleich mal. Hier ist’s wieder ziemlich ruhig in letzter Zeit. Zusammenhängen mag das mit den chaotischen Zuständen hier in meinem Heim. Zum Einen fiel uns doch tatsächlich am Dienstag der SAT-Empfang aus, den uns unser Vermieter für viel Geld mitvermietet. Naja, und wer dann denkt, sowas wird zeitnah behoben, der kennt unseren Vermieter schlecht. Heute (Samstag) kam er endlich vorbei, um sich erfolgreich dem Problem zu widmen. Falls jemand auch immer nen Fernseher nebenbei laufen haben muss, mag derjenige nachvollziehen können, dass ich seit Dienstag völlig neben der Spur stand, mein Zeitgefühl den Bach runter ging und ich grundsätzlich herzlich unausgeglichen war.

Hinzu kommt dann noch, dass im Zimmer meiner Mitbewohnerin seit Donnerstag der Hollywood-Wahn ausgebrochen ist. Ihr Freund dreht nen Film, was einerseits dazu führte, dass man sich in der Wohnung nicht mehr wirklich bewegen kann, andererseits die Küche mit Technik vollgestopft ist und sich die Tür vom Bad nicht mehr schließen lässt (von irgendwoher muss man sich ja den Strom [zwischen 2 und 5 KWh pro Stunde] holen, ohne dabei die Sicherungen zu reizen). Alles in Allem, eine ziemlich unbefriedigende Situation, die sich am Besten mit Bier ertragen lässt.

Kurios: Früh übt sich..

Dienstag, 15. Januar 2008

.. was ein anständiger Alkoholiker werden will. SPON berichtet heute von einem elfjährigen Mädchen, das in Hildesheim am Samstag mit respektablen 2,26 Promille vor einen Bus gerannt ist. Der Fahrer konnte noch rechtzeitig bremsen. Über die Ursache ihres Zustandes wird noch ermittelt, allerdings ist es doch merkwürdig, dass dieser dem Busfahrer erst auf Grund der Fahne des Mädchens auffiel. Ihr sonstiges Verhalten scheint verhältnismäßig normal gewesen zu sein. Ob man da schon von Konditionierung ausgehen kann?

Roland Koch im braunen Loch

Dienstag, 08. Januar 2008

Da hat er ja wieder was gerissen, unser aller Lieblingsministerpräsident Hessens und Musterschüler der Hardliner-Tradition Schäubles. Endlich hat er sein Wahlkampfthema Nummer 1 bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität, speziell der der Jugendlichen mit Migrationshintergrund, gefunden, da bekommt er auch schon Schützenhilfe durch seine Kameraden bei der NPD. Denn wie SPIEGEL Online heute berichtet, stellt sich der Neo-Führer Udo Voigt persönlich hinter Koch und seine CDU.

Damit ist nun das eingetreten, was vom Zentralrat der Juden schon am gestrigen Montag für die CDU prognostiziert wurde: Koch hat mit seiner populistischen Wahlkampfstrategie den Weg der NPD erreicht. Dass das bundes- und landespolitisch keinesfalls wünschenswert ist, ist kaum von der Hand zu weisen, doch zeigt es eine Entwicklung innerhalb der CDU/CSU, die sich schon lange im mehr oder weniger Verborgenen abgezeichnet hat: Die Gruppen rechts der Mitte marschieren immer weiter nach rechts. Sollte dies etwa eine Reaktion auf die Erfolge der Linkspartei in der letzten Bundestagswahl sein? Es wäre jedenfalls eine Möglichkeit, denn der adäquate Gegenpol rechts war bislang ohne politisches Gewicht.

Einen positiven Aspekt kann man Kochs Sprung in die braune Suppe aber definitiv abfinden: Er senkt seine ohnehin schon angekratzte Attraktivität für die am 27. Januar anstehende Landtagswahl in Hessen. Vielleicht schaffen wir es ja diesmal mit Hilfe seines totalen Wahlkampfes endlich, ihn aus Wiesbaden „abzuschieben“.

HowTo be a bad Sozialwissenschafter?

Freitag, 21. Dezember 2007

Man nehme ein universitäres Forschungsteam, ein brisantes Thema, ein paar politische Schlagworte und die Finanzierung des Bundesinnenministeriums.

So geschehen an der Uni Hamburg. Eine sozialwissenschaftliche Studie zu Muslimen in Deutschland kommt zu Ergebnissen, die nicht ohne Grund großen Diskussionsstoff liefern. Jeder 2,5te Moslem ist ein Fundamentalist, jeder 7te gar ein Feind unserer demokratischen Ordnung. Ebenfalls jeder 2,5te ist davon überzeugt, Gewalt sei eine legitime Reaktion auf die westliche Bedrohung des Islams.

Was soll man dazu noch sagen? An jedem 2,5ten Dönerstand müsste ich dafür geschlagen oder gar getötet werden, dass ich meinen Döner in (westlichen) Euro bezahlen möchte. Als Bewohner der Kasseler Nordstadt müsste ich sowieso schon lange tot sein. Wer in Berlin Neu-Kölln wohnt, sollte eigentlich sowieso keine Chance haben, überhaupt seinen Umzug zu erleben.

Hier zeigt sich wieder, warum Wissenschaft gewissen Gütekriterien unterliegen sollte. Was kann man denn auch erwarten, wenn Wolfgang Schäuble eine Studie zu einem solch terrorverdächtigen Thema finanziert? Davon abgesehen, was macht Schäuble, der wegen eines Terroranschlags im Rollstuhl sitzt, eigentlich am Hebel der Terrorabwehr? Kein Richter darf Fälle, die ihn persönlich betreffen, verhandeln. Kein Kriminalbeamter solchen nachgehen. Schäuble ist das Paradebeispiel für das Warum.

(Quelle: Spiegel Online)

P.S.: Ach so, Danke an Hamburg, für das In-den-Dreck-ziehen meines angehenden Berufsstandes!

Land in Sicht

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Nachdem ich heute den DPD-Boten leider verschlafen habe, hoffe ich inständig, ihn morgen zu erwischen und meinem Rechner endlich sein wohlverdientes Netzteil präsentieren zu können. Langsam wird’s auch höchste Zeit.

Nebenbei habe ich jetzt 5 Tage an meiner Hausarbeit gebastelt, zugegebenermaßen verdammt ungewohnt langsam, weil das Schreiben am Laptop nicht mehr wirklich gesund ist. Dank des allseits bekannten Defektes der Grafikkarte kann man in etwa eine Stunde konzentriert schreiben, bevor im ersten Schritt die Augen anfangen zu tränen, dann stellen sich permanente Kopfschmerzen ein. Mittlerweile brennen mir erstere, letzterer tut mir seit 3 Tagen weh und ich habe langsam verständlicherweise die Faxen ziemlich dicke. Aber immerhin ist die Hausarbeit relativ fertig geschrieben, jedenfalls so weit, dass sie morgen fertig wird.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Netzteil keine anderen Komponenten in Mitleidenschaft gezogen hat und der Rechner morgen wieder läuft.

Der Dummheit letzter Schliff – Die DHL

Dienstag, 18. September 2007

Vorweg: Es ist mir ziemlich wurscht, ob irgendwem meine Ausdrucksweise nicht passt. Das hier ist meine Meinungsecke, da lass ich mir den Mund nur per Abmahnung verbieten ;-)

Man stelle sich folgende Lage vor: Ich wohne in einem 12-Parteien-Haus in, sagen wir mal, Kassels nicht gerade vornehmster Gegend. Das Haus liegt in einer Seitenstraße direkt an der Hauptstraße. Öffnet man die alte Haustür, steht man direkt vor den Briefkästen.

Nun begab es sich ja, dass ich zwei Bestellungen über eBay tätigte, deren Lieferung sich ziemlich hinauszögert/e. Die eine ist gestern gekommen. Auf die andere warte ich bis heute. Auf Nachfrage beim Verkäufer teilte dieser mir mit, dass die Ware seit dem 10. September bei der Post sei, also geschlagene 8 Tage abzüglich eines Sonntags.

Heute wurde mir dann, dank einer Bestellung meiner Mitbewohnerin klar, warum mein Paket partout nicht zu mir kommen will: Der Lieferant klingelte wohl bei uns, traf uns aber nicht an, was werktags morgens um geschätzt 10 Uhr auch kein besonderes Wunder sein sollte, hat er doch selbst zu dieser Zeit zu arbeiten. Nun dachte ich, hat der nette Mensch ja seine Paketkarten, die dann in unserem Briefkasten landen, das Paket nimmt er selbstverständlich wieder mit und lagert es auf der Post ein. Doch was, müssen wir heute Morgen feststellen, macht dieses Subjekt mit dem IQ einer vertrockneten Scheibe Toast? Er legt das Paket mit einem Inhalt im Wert von 50 Euro auf die Briefkästen, wo es jeder Hinz mitnehmen kann (unsere Haustür geht sowieso irgendwie ohne Schlüssel auf). Damit wäre dann wohl auch klar, was mit meinem Paket passiert ist.

Nun ja, Mail an meinen Verkäufer mit der Bitte um die Sendungsnummer ging heute raus. Wenn die da ist und ich auf der DHL-Seite gesehen habe, dass das Paket angeblich ausgeliefert sein soll, werde ich auf der Post auflaufen und da mal jemanden rund machen, der irgendwie damit zu tun hat. Ich hab ja grad so nen Hals!

Same shit as every month

Mittwoch, 12. September 2007

Warum ist am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig?

Löslicher Kaffee, Zigaretten, zu wenig Schlaf und zu viel Bier..

Sonntag, 09. September 2007

.. führen zu einem gewaltig besch.. eidenen Tag. Ja wirklich, sowas braucht kein Mensch.

Da war das Gefühl gestern noch so gut – „so gut“ definiert sich dabei aus dem Resultat von 5 Nächten mit 4-5 Stunden Schlaf in Folge -, endlich wurde wieder was sichtbares in der neuen Wohnung gemacht. Da trinkt man doch gerne noch „ein“ Bier drauf. Na gut, es wurden dann zwei Bier. Auch kein Problem.. normalerweise.

Doch was ist schon normal, wenn Vattern zum Schaffen zu Besuch kommt, Aldis Rache (formerly known as Karlskrone) mitbringt, und obwohl man genau weiß, dass die Plörre Kopfschmerzen ohne Ende macht, redet man sich unterbewusst immernoch ein, dass es doch Maternus (Aldis nicht ernstgenommene Rache) sein könnte. Und das zweite war sogar ein ordentliches Krombacher – ja, wir saufen immernoch für den Regenwald, auch wenn da nix mehr hingeht.

Das Resultat, heute morgen um 10, war ein hässlicher Kater, der natürlich sofort per Studentenfrühstück, bestehend aus (umgerechnet, es gab ja nix mehr außer löslichem) einer Kanne Kaffee und Zigaretten in regelmäßigen Abständen (also maximal 15min) bekämpft werden sollte. Leider musste ich dann aber feststellen, dass Aldis Rache sich nicht von solch kläglichen Versuchen beeindrucken lässt.

Und so komme ich zu dem Schluss, dass ich meine Wohnung lieber wieder selbst renoviere, von löslichem Kaffee die Finger lasse, am Wochenende ausschlafe, bis ich wach werde und kein Bier mehr aus Plastikflaschen trinke.