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Spassbremse Kassel

Donnerstag, 23. Juli 2009

seen @ 'ultimative-Spassbremsen-Stadt' Kassel
seen @ ‚ultimative-Spassbremsen-Stadt‘ Kassel

What

the

fuckinfuckfuckshittyholyfrozen

Hell??!!

Neues aus der Tram – Ganz Schön Feist

Mittwoch, 22. Juli 2009

Da war ich doch eben mal wieder mit der Tram unterwegs. Und, wer hätte das gedacht, es gibt wieder was zu berichten. Heute geht es um provokante auffällige T-Shirts. Von den Dingern habe ich aus früheren Zeiten noch so einige im Schrank. Mein persönlicher Liebling, das „Du willst immer nur Ficken“-Shirt.

Lange hatte ich es nicht an bzw. nur unter einem Pulli. Heute war es mal wieder soweit. Und prompt fanden sich wieder einige Mitmensch-Exemplare, die sich gar königlich an diesem Umstand erfreuten.

Ich stehe also in der Tram – Sitzplätze überlässt mal ja bekanntlich besser im Voraus schon den Älteren – da ging der Spass los. Drei Mitbürger – männlich, um die 50 Jahre alt, zwischen 100 und 150kg schwer, also Typ deutscher Nordstadtbewohner – wurden auf mein Shirt aufmerksam. Offensichtlich wieder auf dem üblichen Wege, unten steht „Ficken“, also lese ich mir mal alles durch. Um den anderen die Lesearbeit vermeindlich zu ersparen, liest einer erstmal laut vor, was denn auf dem Shirt steht. Daraufhin werden die anderen beiden noch interessierter und lesen ihrerseits ebenfalls dem ersten nochmal laut vor, was er eben vorlas. Dann amüsiert man sich nochmal kurz in der Runde über den ersten Teil des Shirts (Du willst immer nur Ficken), gegebenenfalls mokieren sich nun Vierte, meist jenseits der 70 Jahre, über diesen allzu obszönen Spruch, den öffentlich zu tragen ja eine Unverschämtheit sei.

Ist dies passiert, wird die Freude unserer ersten drei ‚Entdecker‘ plötzlich gebremst. Man unterhält sich wesentlich leiser, denn nun hat man den zweiten Teil des Shirts (Ganz Schön Feist) bemerkt und sogar schon gelesen. Eifrig wird im Nahezu-Flüsterton darüber diskutiert, was dieser denn bedeuten könnte, vor allem im Hinblick auf den ersten Teil. Meist kommt man zu keinem Ergebnis, also widmet man sich verschämt wieder den eigenen Problemen. Früher habe ich solche Exemplare dann gerne aufgeklärt, mittlerweile macht das keinen Spass mehr, denn irgendwann wird das doch langweilig.

Um das Ganze nun aufzulösen (es soll ja tatsächlich Menschen geben, die Ganz Schön Feist nicht kennen), Ganz Schön Feist ist eine a capella Combo, Du willst immer nur Ficken der Titel eines ihrer, zugegebenermaßen schon in die Jahre gekommenen, Lieder und das Shirt habe ich mir vor geschätzten 13 Jahren bei ihrem Konzert in meinem Heimatort Worfelden geleistet. Und ja, es macht immer wieder Spass, das Shirt zu tragen ;-)

Neues aus der Tram – Männermode

Montag, 20. Juli 2009

Tramfahrten eignen sich ja bekanntlich wunderbar, um zwischendurch mal wieder über die Frage nach dem Sinn des Lebens, des Universums und des ganzen Rests nachzudenken. Klar, prinzipiell ist die schon gelöst, darum denke ich dann meistens mehr über die Eigenarten der Menschen, die sich so um mich herum aufhalten, nach.

So auch heute, als ein ca. 17-jähriger Fahrgast meine Aufmerksamkeit erlangen konnte. Kurze Beschreibung: Schlank, blond, braun gebrannt, mit drei, ich nenne sie mal vorsichtig Schicksen im Gepäck. Bekleidet ist er mit einer weitestgehend normalen Hose und einem pinken Männertop (nennt man die Dinger so) mit neongrünem Kragen. Eben letzteres brachte mich nun zwangsläufig mal wieder zu den Fragen: Wer hat sich diesen metrosexuellen Look ausgedacht? Wer findet sowas modisch UND zieht sowas auch noch in der Öffentlichkeit an? Und was will mir eine solche Person damit über sich sagen? Man sagt ja, Kleider machen Leute, aber mal ganz ehrlich, was für Leute machen denn bitte solche Kleider?

Bis ich die Antworten gefunden habe, werde ich wohl noch oft Tram fahren müssen.

Nachbericht: Jugendstreik gegen die Bildungsreformen in Kassel

Donnerstag, 12. Juni 2008

Heute war Jugendstreik in Kassel (und anderen deutschen Städten) und, wie angekündigt, sind natürlich auch einige Studenten zur Unterstützung gekommen – mich offensichtlich eingeschlossen. Streitthema war der Bildungsklau, der in vielen Ländern mittlerweile zu unzumutbaren Verhältnissen an den Schulen führt. Das G8-Konzept, die Klassengröße von 30 Schülern, natürlich am Rande wieder die Studiengebühren und einige andere Inhalte wurden bestreikt.

Los ging es, völlig überfrüht, um 9:00 Uhr für uns an der Uni. Ein Wow an mich, normalerweise schaffe ich es ja nicht mal zu Seminaren vor 12 in die Uni. Die ganze Demonstration war sternmarschähnlich konzipiert, bevor es dann zur gemeinsamen Hauptdemonstration ab dem Rathaus überging. Zu meiner Überraschung fanden sich am HoPla zwar etwa 150 bis 200 Demonstranten, aber keinerlei Polizei. Wäre die Demonstration primär studentisch gewesen, hätte das wohl ganz anders ausgesehen. Naja, dann halt ohne. Es ging also los, in ziemlich verhaltener Lautstärke, in Richtung Innenstadt. Unterwegs begegneten wir zwar einem Polizeiauto, die schenkten uns aber keinerlei Beachtung. Über den Hinweg ist sonst nicht so viel zu sagen, weil er weitestgehend unspektakulär und mit vielen Pausen bestückt war.

‚Normale‘ Züge wurden dann ab Königsplatz angenommen, als wir, weil viel zu früh, etwa 20 Minuten Pause einlegten. Denn hier kam dann auch endlich die Polizei dazu. Die Pause gestaltete sich etwas ideenlos, es war ziemlich leise, eigentlich standen wir nur so auf den Schienen rum. Einziger Höhepunkt war die biblische Teilung der Massen, um den Tram-Stau passieren zu lassen, denn die wurden um die Zeit noch nicht um die Fußgängerzone herum umgeleitet.

Gut, irgendwann ist jede Pause zu Ende, also bewegten wir uns weiter zum Rathaus. Auf dem Weg dahin dann das nächste Kuriosum: Einer der Organisatoren rannte wild durch die ‚Massen‘ und drückte jedem, der ihm im Weg stand, eine Ordnerbinde in die Hand. Offensichtlich hatte man da etwas vergessen. So wurde ich dann auch nach langer Zeit mal wieder Ordner.

Am Rathaus wandelte sich die Situation dann langsam, denn die Züge der anderen Schulen stießen zusammen. Insgesamt waren nach Polizeischätzung während der Auftaktkundgebung etwa 2500 Demonstranten anwesend, was nicht nur ein imposantes Bild auf dem Rathausplatz brachte, sondern für letzte Kasseler Verhältnisse auch ziemlich ordentlich war. Die Auftaktkundgebung gestaltete sich anfangs etwas ideenlos, zwischenzeitlich hatten man den Eindruck, auf einer Jubeldemo gelandet zu sein. Besonders daneben fand ich den Musikwagen, der uns ab jetzt begleitete, allerdings völlig demofremde bzw. -untaugliche Musik, nämlich Hip Hop spielte. Immerhin, der Hessische Rundfunk war mit einem Ü-Wagen da und auch sonst war angemessen große Medienpräsenz spürbar.

Nach der Auftaktkundgebung ging es dann über zur Hauptdemonstration. Strecke war die, die wir Studenten schon lange nicht mehr gegangen sind, nämlich Fünffensterstraße, dann Frankfurter Straße, Steinweg, vorbei an der CDU-Zentrale und über den Stern wieder durch die Fußgängerzone zurück zum Rathaus. Die 2500 bis 3000 Mann legten dann auch relativ zügig den Verkehr auf den begangenen Straßen lahm. Das Ganze lief friedlich ab, man hielt sich weitestgehend an das, was die Polizei erlaubte und wo man sich etwas darüber hinweg setzte, blieb es noch im Toleranzbereich. Sehr zur Freude halfen zahlreiche Autofahrer mit der Hupe nach, dem Zug eine ordentliche Lautstärke zu geben. Die war aber auch schon ohne die Hupen gegeben. Vor der CDU-Zentrale gab es dann einen unvermeidbaren Stopp, um den Protest da loszuwerden, wo er hingehört. Saubere Sache. Auf dem restlichen Weg bis zum Stern gab es keine besonderen Vorkommnisse, abgesehen von ein paar ‚Kindern‘, die in meinen Augen etwas zu viel an den Tram-Fenstern randalierten. Zu Bruch ging aber wohl nichts.

Am Stern dann das übliche Sit-In – mit 2500 Mann schon eine ganz andere Sache, als mit 500. Die Kreuzung wurde uns von der Polizei für 3 Minuten überlassen, an die hielt man sich auch, abgesehen vom Schwarzen Block, der mir bis dato gar nicht aufgefallen war. Aber auch die blieben in ihren Mitteln anständig und legten sich, soweit ich das mitbekommen habe, nicht mit der Polizei an. Der Weg zurück durch die Fußgängerzone war laut, so wie sich das gehört. Zurück am Rathaus gab es dann noch die kurze Abschlusskundgebung, dann wurde die Demonstration aufgelöst. Lange blieb ich auch nicht mehr, denn es sah so aus, als würde es keine Nachdemos geben. Schade eigentlich, aber was soll’s. Vielleicht beim nächsten Mal.

Bleibt wieder mal noch hinzuzufügen, dass der Rest meiner Bilder wieder bei Ipernity liegt.

!!! Demoplanung für morgen !!!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Für die Kasseler unter meinen Lesern, hier die studentische (müsste das jetzt nicht ’studierendische‘ heißen?) Planung für die Teilnahme am Jugendstreik morgen (via Robert):

Morgen ab 8 Uhr Hörsäle und Seminarräume “mitnehmen”, um 9 Uhr Treffen am HoPla, um 10 Uhr gemeinsam mit den Schülern vor dem Rathaus für Solidarität und freie Bildung demonstrieren! Weitersagen!

Das merkwürdige Verhalten alter Leute in Trams

Mittwoch, 11. Juni 2008

Es gibt ja so manche Benimmregel, die in der Theorie zwar absolut berechtigt ist, in der Praxis aber merkwürdige Ausmaße annimmt. Mein Liebling ist da die Regel, älteren Menschen in Trams und Bussen des Vorzug beim Sitzplatzanspruch zu geben. In Kassel sollte das erst Recht selbstverständlich sein, denn der Fahrstil vieler Tram-Fahrer ist so kein bisschen rentnerfreundlich. Und wer will schon die nette Oma durch die Tram fliegen sehen?

Nun bin ich prinzipiell Verfechter dieser Regel, kritisiere auch die Jugend von heute, die sich zunehmend nicht mehr an sie hält und biete meinen Platz immer freundlich an, wenn denn Not am Manne sein sollte. Und genau das ist aber das Problem, denn viele ältere Leute scheinen sich ihr Verständnis der Regel so weit pervertiert zu haben, dass sie nun auch bei genügend freien Plätzen darauf warten, dass ihnen ein besetzter angeboten wird. Und den bekommen sie von mir nicht – erst Recht nicht, wenn sie, auf ihrem Weg zu mir, schon 3 freie Plätze passiert haben.

So geschah es auch heute wieder, dass ich mich an meiner Haltestelle in die nicht einmal halb volle Bahn setzte. Es dauerte nur eine Haltestelle, dann stieg eines der angesprochenen Exemplare ein, bahnte sich seinen Weg durch die halbe Bahn, um dann vor mir zum Stehen zu kommen. Der Doppelsitz neben mir war ebenso frei, wie zwei Einzelsitze vor und einer hinter mir. Doch diese alte Dame hatte nichts besseres zu tun, als sich demonstrativ vor meinem Platz zu platzieren und mich von nun an bis zur Uni immer wieder mit bösen Blicken zu strafen.

Wie konnte ich ihr meinen Platz nur nicht anbieten? Denk mal drüber nach, Ommi!

Nachbericht: Spontandemo gegen Roland Koch in Kassel

Samstag, 07. Juni 2008

Nach Roland Kochs Eklat am Donnerstag Abend im hessischen Landtag, war die Empörung wieder einmal groß. Erst Recht, nachdem Koch gegenüber dem Ältestenrat auch noch deutlich machte, dass er den fehlenden Passus im Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren in der 2. Lesung bewusst nicht angesprochen hatte und die linke Mehrheit damit wissentlich ins offene Messer laufen ließ. Der AStA Kassel reagierte prompt: Donnerstag Abend wurde zur Spontandemo für Freitag Mittag 12:00 Uhr ausgerufen. Und tatsächlich, es kamen mehr, als ich erwartet hätte.

Pünktlich um 12:00 fanden sich auf dem Vorplatz der Bibliothek etwa 150 Demonstranten ein (überwiegend Studenten). Das alleine sind jetzt nicht wirklich viele, aber dem kurzen Fototermin mit der Presse folgte der obligatorische Zug über den Campus, so dass man mit geschätzten 300 Teilnehmern den Gang durch die Innenstadt zum Rathaus angehen konnte.

Die Stimmung war gut, die Trillerpfeifen laut und die Parolen weitestgehend die, die man schon von früheren Demonstrationen kannte. Auch die Polizei machte sich gestern wenig Arbeit. Das einzige, was ich von ihnen mitbekam, war ganz zu Beginn ein Hinweis, wir sollten doch bitte die Tram-Gleise frei lassen. Passt, nehmen wir halt die Straße.

Das hielt sowieso nur bis zum Stern, denn zum Einen geht’s ab dort gezwungenermaßen über die Gleise in die Fußgängerzone, zum Anderen gab es dort auf der Kreuzung natürlich ein kurzes, traditionelles Sit-In. Im Gegensatz zu früheren Demonstrationen, besonders denen im Protestsommer 2006, hat die Polizei auch da nichts mehr gegen und man muss feststellen, die Taktik funktioniert für beide Seiten bestens. In der Hinsicht scheint es, als könnten Polizei und Demonstranten in Kassel wieder ganz gut miteinander leben.

Nun denn, weiter ging’s auf den Königsplatz. Zugegeben, dort ging unser Zug ein wenig unter – auf dem Kö ist einfach zu viel Platz. Bei einem kurzen Zwischenstopp an der Haltestelle wurde ich dann auch wieder Zeuge merkwürdiger Auffassungen mancher Rentner. Ursache: Zwei (wenn ich mich richtig erinnere) kleine Fahnen der Linken im Demonstrationszug. Gegenstand: Die Kommunisten sind natürlich auch wieder dabei. Klägliche Versuche, dem netten Mann zu erklären, dass es durchaus einen großen Unterschied zwischen KP und der Linken gibt, scheiterten natürlich. Resultat: Jedenfalls bei diesem Mann wurde über zwei Fahnen der komplette Demonstrationszug als Rote Gefahr eingestuft. Schade eigentlich, aber die Ewiggestrigen wird man in allen Lagern nicht überzeugen können.

Wir zogen also weiter durch die Fußgängerzone. Kurz vor dem Rathaus wurde dann noch der obligatorische Abschlusssprint eingelegt. Am Rathaus dann die Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen von AStA, DGB und der Kasseler Schülerschaft, die auf ihren Schülerstreik kommenden Donnerstag aufmerksam machten. Danach wurde die Demo offiziell aufgelöst.

Ein paar wenige machten sich dann noch auf den Weg zur CDU-Zentrale, dort wurden sie aber schon freundlich von der Polizei empfangen. Bis ich ging, passierte dort nichts besonderes mehr. Polizei und Demonstranten machten sich einen netten Nachmittag – keine besonderen Vorkommnisse.

Bleibt letztendlich nur noch der Dank an die Unterstützer aus politischen und gewerkschaftlichen Lagern. Besonders hervorzuheben ist die Kasseler Schülerschaft, deren Streik wir am Donnerstag natürlich unterstützen werden. Los geht’s dann um 10:00 Uhr am Rathaus. Meine Fotostrecke ist bei Ipernity abgelegt, falls es jemanden interessiert ;-)

Frau meets Film, den sie nicht sehen will

Sonntag, 04. Mai 2008

Wer mir bei Twitter followed, hat den Krampf heute Abend ja schon mitbekommen. Aus irgendeinem Grund ärgert mich das immernoch, also darf mein Blog auch noch darunter leiden. Hey, immerhin endlich mal wieder ein völlig unpolitischer Artikel. Gestern Twibble, heute der hier; ich mache Fortschritte ;-)

Frauen können ja unheimlich anhänglich sein – auch wenn sie noch nicht mal die Lebensabschnittsgefährtin sind. Sie lassen sich in ihrer Anhänglichkeit dann auch überraschenderweise von nichts beeinflussen. Ganz im Gegenteil, unter Umständen verleitet sie sie auch zu kontraproduktivem Verhalten. So mal wieder geschehen heute Abend in meinem Zimmer.

Alles fing halbwegs harmlos an. Frau prokrastinierte mal wieder Strukturgleichungsmodelle und war offensichtlich auf der Suche nach Ablenkung von ihrem bewusst kontraproduktiven Verhalten – sie muss kommende Woche in eben diesem Seminar ein Referat halten. Also fängt sie vorsichtig an und kommt erstmal auf eine Zigarette vorbei. Das ist natürlich nur ein Vorwand für alles Üble, was danach kommen soll. Na gut, ich habe gerade meine erste Tasse Kaffee des Tages leer, da kommt das Thema Einkaufen auf: Ich sage, ich müsste heute noch, am besten irgendwann gegen Abend, sie sagt, sie fährt jetzt, weil sie offensichtlich eine neue Ausrede zum Prokrastinieren braucht. „Ich kaufe jetzt Bier und Chipsies, dann setz ich mich an die Strukturgleichungsmodelle.“. Super, und das nach einer Tasse. Gut, in Ermangelung eines eigenen Autos und in Anbetracht der Spritpreise gebe ich klein bei und fahre eben mit. Sie bewegt sich schon verdächtig langsam durch den Edeka; so langsam, dass meine TK-Pizza hinter der Kasse aufgetaut ist. Das hätte mich vorsichtig machen sollen.

Wieder at home will sie wieder „nur eine Zigarette“ mit mir rauchen. Da hätte ich zum zweiten Mal stutzig werden sollen. Gutmütig, wie ich bin, wurde ich das natürlich nicht. Und weil im Fernsehen gerade irgendwelcher Nonsens lief, das erste Bier nach der dritten Zigarette in Rekordzeit schon so gut wie leer war, blieb sie halt da und verabschiedete sich von den Strukturgleichungsmodellen. Das zog sich dann über Stunden, war aber noch erträglich, weil ich eh gerade nix besseres zu tun hatte und sie nicht sonderlich stören wollte.

Dann kam es aber. Samstag Abend, 20:15 Uhr. Bei ihr schreit das nach DSDS, bei mir dreht sich in dem Zusammenhang alles inkl. Fußnägeln und Magen um. Dummerweise kam sonst aber nur Mist – der Samstag Abend ist auch nicht mehr das, was er mal war – und die Fernbedienung lag näher bei ihr, als bei mir. Also 5 Minuten Kampf um die TV-Hoheit inkl. Receiver nach manuellem Umschalten am Gerät Umdrehen und ich hatte, dachte ich, gewonnen. Dann ging es aber erst richtig los. Der Film ging zwei Stunden, ich habe mich etwa 1,5 davon mit dem Computer befasst und wollte dem Film nur lauschen. Über die gesamten zwei Stunden hat sie geplappert und so ziemlich jedes Wort, was dort gesprochen wurde, mindestens kommentiert. Wer Zapped von Michael Mittermeier mal gesehen hat, kennt in etwa die Wattebäuschchenvariante von dem, was ich heute über mich ergehen lassen musste. Es ist ja auch nicht so, dass ich das irgendwie gefördert hätte – eigentlich habe ich sie relativ deutlich spüren lassen, dass mir das gerade ziemlich auf den Sack geht. Nach einer guten Stunde war ich soweit, dass ich ihr sagte, ich glaube demnächst ziemlich laut Static X hören zu müssen. Hallo?! Wer Static X und mich kennt, weiß, dass ich mir das nie anhöre und die definitiv extrem anstrengende Musik machen. Das war ein verdammtes Zeichen.

Aber das Geläster über den Film ist ja nicht alles. Nein, in regelmäßigen Abständen kommen dann auch noch Sprüche wie „Ach du bist blöd. Schalt doch mal auf RTL.“ oder „Auf RTL läuft DSDS; das ist normal.“. Ja und?! Abgesehen davon, dass DSDS das letzte ist, was auf meinem Fernseher laufen wird.. DU hast einen Fernseher in DEINEM Zimmer. Warum gehst du nicht einfach zu dem und schaust dir DSDS an, statt hier miese Laune zu schieben.

Ich weiß nicht, warum Frauen sowas machen; also etwas schauen, was sie weder schauen müssen, noch wollen, dann aber ihrem Umfeld jeglichen Lebenskomfort durch Kommentierung jeden Wortes des Filmes versauen müssen. Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen. Die einfachste – und für beide Seiten sinnvollste – Lösung wäre doch, einfach an den eigenen Fernseher zu gehen und das zu schauen, was man schauen will. Warum macht Frau das nicht einfach? Wahrscheinlich, weil sie, wenn sie ihren Willen schon nicht bekommt, Mann wenigstens auch noch alles verderben muss. Na Danke auch!

Frühlingsmisanthropie

Donnerstag, 17. April 2008

Ich weiß ja nicht, ob ich der Einzige mit solchen Phasen bin. Ich hasse den Kasseler Pseudo-Frühling. Also so wirklich. Seit fast einem Monat ist nun kalendarisch Frühling. Aus Berlin bekommt man sogar schon frohe Kund, man könne des nachts das Fenster sperrangelweit offen lassen. In Oldenburg, wo ich mich bis vor zwei Wochen befand, konnte man auch schon bequem im Pullover rumrennen. Überall ist Frühling. Überall? Neein. In hessisch Sibirien wehrt sich eine Möchtegern-Großstadt, das selbsternannte Paradies der gehobeneren Klasse von Rhein-Main und Ruhrpott – die Rede ist natürlich von Kassel.

Hier kommen wir tagsüber immernoch nicht über 7°C hinaus, nachts friert es noch und es ist grundsätzlich Grau in Grau (mein vollstes Mitgefühl an andere Grau-Seher). Davon abgesehen regnet es zu oft, zwischendurch kommt auch mal Hagel durch und der Wind ist im Mittel auch nicht mehr mit normalen Frühlingsböen vergleichbar.

Wen wundert es da noch, dass ich immernoch nicht regelmäßig in die Uni, geschweige denn überhaupt mal ungezwungen vor die Tür gehe? Seit zwei Tagen kommt auch noch Frühlingsmisanthropie dazu. Das manifestiert sich darin, dass ich keine Lust mehr zum Bloggen, Twittern, Menschen hören, sehen, riechen, schmecken, ärgern, zur Weißglut treiben [Liste beliebig fortführen] habe. Sehr zu meinem Leidwesen und dem meines Umfeldes, denn eigentlich bin ich ein recht kommunikativer Mensch.

Naja, am Wochenende soll’s ja (mal wieder) wärmer werden. Warten wir’s ab. Vielleicht fällt ja dann auch endlich Kassel – die letzte Bastion.

Sollte man es nicht irgendwann lernen?

Montag, 14. April 2008

Die Vorlesungszeit hat wieder angefangen. Dieses Semester ärgerlicherweise schon zwei Wochen zu früh, aber das macht ja nicht allzu viel. In der ersten Woche findet sowieso fast noch nix statt, in der zweiten (also quasi ersten) gehe ich aus Prinzip nicht hin, weil dann noch alles überlaufen ist.

Der Ärger, der sich im Semesterturnus wiederholt, bahnte sich schon bei der Zusammenstellung des Stundenplanes an: Wie jedes Semester bekommt es unsere Fachgruppe nicht hin, wenigstens etwas Auswahl neben der Frauenforschung (neudeutsch Geschlechterforschung, macht aber nix) zuzulassen, denn die wenigen Veranstaltungen, die wir haben, überschneiden sich auch noch. Hat immerhin den Vorteil, dass der Stundenplan schnell gemacht ist.

Was dann aber wirklich jedes Semester stinkt und mich an den geistigen Fähigkeiten der jeweiligen Entscheidungsträger zweifeln lässt, sind die Raumzuteilungen: Bestes Beispiel, ‚Einführung in die Psychologie für Lehramtsstudierende‘, eine Grundlagenvorlesung für nahezu alle Studenten, die Psychologie irgendwo im Nebenfach angesiedelt haben – also pro Semester grob geschätzte 1000 Leute. Nun ist die Uni Kassel keine herkömmliche Uni, sondern aus einem Gesamthochschulkonzept hervor gegangen. Das wiederum hat zur Folge, dass wir am Hauptcampus über gerade mal 5 nennenswerte Hörsäle verfügen, von denen sich keiner mit einem richtigen Audimax messen kann (in den größten passen grob geschätzt 500 Leute sitzend).

Der geneigte Leser erkennt jetzt schon ein sich anbahnendes Problem: Wie bekomme ich 1000 Studenten in einen 500-Mann-Hörsaal? Antwort: Gar nicht. Darum schiebe ich besagte Veranstaltung jetzt auch schon seit Beginn meines Studiums vor mir her. Nun kommt die Uni aber immer wieder auf ‚gute‘ Ideen. Dieses Semester wurde besagte Vorlesung beispielsweise auf den Hörsaal III verlegt, der grob geschätzt gerade mal 200-250 Mann fasst. Und das alles, obwohl besagte Veranstaltung seit Jahren der bekannte ‚Renner‘ in Sachen Ansturm ist.

Gut und günstig?

Sonntag, 13. April 2008

Heute schon gut und günstig eingekauft? Also ich nur mäßig. Vorhin im nächstgelegenen EDEKA der Wahl sollte es Käse werden. Gut, der war bei gleicher Menge im Plus sowieso schon 50 Cent billiger (günstiger ;-)), aber was darf ich heute an der Kasse erfahren? EDEKA hat nochmal 20 Cent draufgeschlagen. Satte 2,19 € kostet die Packung jetzt. Da fragt man sich doch, warum man noch ‚Billigmarken‘ kauft.

Gut und günstig? Gut, ja – günstig, wohl eher nicht mehr.

Bastelei – Nummer, vorerst final, drei

Samstag, 05. April 2008

Sodele, mein neues Outfit ist soweit fertig. Jedenfalls die großen Anpassungen. Ein paar Details werden schleichend noch gemacht, wenn sie mir auffallen, aber ansonsten fühle ich mich hier langsam wohl. Abgesehen von ein paar Plugins, die ich noch hinzufügen oder für meine Ansprüche optimieren werde. Das werden aber eher kleinere Veränderungen sein, so dass ich das Grunddesign jetzt erstmal mit final markiere.

In eigener Sache wäre dann nur noch zu sagen, dass ich den schönen, hohen Norden morgen gezwungenermaßen wieder verlassen werde, um mich ab Montag wieder verstärkt der Uni zu widmen. Mann, wie ich mich freue – meine fehlende Note aus dem letzten Semester habe ich immernoch nicht *schnarch*. Ab dann wird’s auch wieder etwas mehr Nicht-Organisatorisches von mir zu lesen geben. Alsdenn, bis die Tage.