Kram getagged mit ‘Kassel’

Warten auf die KVG…

Donnerstag, 06. März 2008

Wer heute in Kassel (und sicherlich auch einigen anderen Städten) nichtsahnend an die Tramhaltestelle marschierte, frohen Mutes, sein viel zu teures Semesterticket einzusetzen, wurde jäh auf den Boden der sozialen Marktwirtschaft zurück geholt. Naja, jäh eigentlich erst, nachdem man 20 Minuten gewartet hat und sich langsam wundert, dass immernoch keine Tram gekommen ist.

So erging es also auch mir, als ich zum freundlichen Edeka „um die Ecke“ wollte, endlich den Hilfeschreien unseres Kühlschrankes nachkommen. In Ermangelung des WG-Polos, der momentan nebst Halterin Urlaub macht, war ich also auf die Öffentlichen angewiesen. Also Rucksack geschnappt und raus an die Haltestelle – bei gefühlten -5°C mit meiner Lederjacke mit defektem Reißverschluss und ausgewachsenem Hexenschuss. Dann erstmal die oben erwähnten 20 Minuten warten; komisch, irgendwie müsste da doch schon lange was gekommen sein. Ein Blick auf den Fahrplan und die Erkenntnis, dass die KVG wohl mal wieder unpünktlich ist, macht sich breit – das ist übrigens eines der unerklärlichen Phänomene des Alltags: Wir sind die zweite Haltestelle auf der Strecke, die Tram hat an der ersten etwa 10 Minuten Pause und trotzdem schaffen sie es, bei uns bis zu 5 Minuten zu spät zu kommen.

Na gut, zurück zu heute. Wie gesagt, der Fahrplan legte die Vermutung nahe, dass mal wieder das 5 Minuten Mysterium aktuell war. Also nochmal gewartet. Wer hätte es gedacht, es kam immernoch nix. Und dann ein beiläufiger Blick unter den Fahrplan, was war das? Ein „winziges“ DIN A4 Blatt auf Kniehöhe mit dickem, grünem Rahmen. Bla bla bla, Warnstreiks im öffentlichen Dienst, bla bla bla. Ja sehr nett. Vorgestern hatte ich noch im Internet geschaut, da hieß es noch, es würde nur der Servicebereich streiken. Heute dann nach dem Einkaufen noch ein Blick, da stand was von Streik im Fahrgeschäft, allerdings alles schön im Konjunktiv, und außerdem wäre das ja alles kein Problem, denn die Fahrgäste würden im Fall des Falles ja durch Anschläge und Lautsprecherdurchsagen an den Haltestellen informiert. Wie gesagt, der Anschlag (kommt mein Blog jetzt eigentlich in die BKA-Überwachung?) war ein schlechter Witz und von den Durchsagen hab ich auch nix mitbekommen. Danke KVG!

Chaos, Bier und Anarchie

Samstag, 16. Februar 2008

Ja ja, ich entschuldige mich gleich mal. Hier ist’s wieder ziemlich ruhig in letzter Zeit. Zusammenhängen mag das mit den chaotischen Zuständen hier in meinem Heim. Zum Einen fiel uns doch tatsächlich am Dienstag der SAT-Empfang aus, den uns unser Vermieter für viel Geld mitvermietet. Naja, und wer dann denkt, sowas wird zeitnah behoben, der kennt unseren Vermieter schlecht. Heute (Samstag) kam er endlich vorbei, um sich erfolgreich dem Problem zu widmen. Falls jemand auch immer nen Fernseher nebenbei laufen haben muss, mag derjenige nachvollziehen können, dass ich seit Dienstag völlig neben der Spur stand, mein Zeitgefühl den Bach runter ging und ich grundsätzlich herzlich unausgeglichen war.

Hinzu kommt dann noch, dass im Zimmer meiner Mitbewohnerin seit Donnerstag der Hollywood-Wahn ausgebrochen ist. Ihr Freund dreht nen Film, was einerseits dazu führte, dass man sich in der Wohnung nicht mehr wirklich bewegen kann, andererseits die Küche mit Technik vollgestopft ist und sich die Tür vom Bad nicht mehr schließen lässt (von irgendwoher muss man sich ja den Strom [zwischen 2 und 5 KWh pro Stunde] holen, ohne dabei die Sicherungen zu reizen). Alles in Allem, eine ziemlich unbefriedigende Situation, die sich am Besten mit Bier ertragen lässt.

Willkommen Ferien!

Dienstag, 05. Februar 2008

Juhu, es ist soweit. Die letzte Hausaufgabe ist abgegeben und ich mache mir jetzt mal wenigstens bis zur Notenveröffentlichung vor, jetzt ca. 2 Monate Ferien zu haben ;-)

Ring frei zur letzten Runde!

Mittwoch, 16. Januar 2008

Es ist mal wieder soweit: Das Semesterende steht vor der Tür. Eine Hausarbeit wird bis Freitag noch fertig gemacht, dann hat sich die Arbeit für’s Erste und es geht straight forward auf meine ersten richtigen Ferien seit mehr als einem Jahr (bedingt durch Umzug, Praktikum etc.). Jetzt also noch drei Tage ackern und dann hoffen, dass auch nichts nachgearbeitet werden muss. Gedrückte Daumen werden gern gesehen ;-)

edit: Oh my f**kin..! Ich werde definitiv immer chaotischer. Da schaue ich gerade mehr zufällig in meine Unterlagen und was darf ich feststellen? Abgabe ist erst in zwei Wochen. Und ich hab mir schon Sorgen um meine Arbeitsmoral gemacht ;-)

.. und da bin ich wieder

Montag, 07. Januar 2008

Weihnachten ist gelaufen, Neujahr ebenfalls und mein Urlaub hat sich dementsprechend auch gen Ende geneigt. Schade eigentlich. Seit heute Abend bin ich wieder in Kassel und die Uni geht natürlich auch gleich wieder los, wenn ich wieder aufgestanden bin -.-

Was ich damit sagen will? Die Jahreswechselpause ist rum, in Zukunft wird wieder gepostet und.. ja. Gucken wir mal, wie aktiv ich bin. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, muss ich in einer Woche schon wieder eine Hausaufgabe abgeben. Da freut sich das Studentenherz.

So long

Scheisse ist…

Dienstag, 18. Dezember 2007

… innerhalb von zwei Monaten zwei EC-Karten gesperrt zu bekommen, weil die Geldautomaten nicht ordentlich funktionieren, und dann auch noch 16 Euro für die Sperrung bezahlen zu dürfen.

Die Studiengebühren-Farce

Sonntag, 21. Oktober 2007

Tjaja, der Boykott der Studiengebühren in Kassel ist vorbei, es kamen nicht genügend Boykottierende zusammen, wir haben also ab diesem Semester erstmalig EUR 500,- mehr für unsere ach so gute Lehre bezahlt. Und anfangs sah die Perspektive ja auch gar nicht so schlecht aus: Die Uni Kassel versprach uns, mit den zusätzlichen Geldern die Lehre zu verbessern. So sollten zusätzliche Tutorien angeboten werden etc. Es sah halbwegs akzeptabel aus, gerade für uns Studierende am FB05 Gesellschaftswissenschaften, die wir doch die letzten zwei Jahre mit überfüllten Hörsälen und Seminarräumen gequält wurden.

Das Ksseler Versprechen

Doch ein Blick ins Anfangs vielversprechende Vorlesungsverzeichnis ernüchtert diese Hoffnungen zu Beginn der Lehrveranstaltungen des neuen Semesters: Für Studierende im zweiten Studienjahr werden im Aufbaumodul II noch genau zwei Veranstaltungen angeboten (zwei Veranstaltungen sind nach Prüfungsordnung Pflicht): Ein Projekt- und ein Lektüreseminar. Das verspricht fast noch schlechtere Studienbedingungen, als vor einem Jahr, von der Möglichkeit sich zu spezialisieren wollen wir gar nicht erst reden. Ähnlich schlecht haben es die Studierenden im dritten Studienjahr erwischt: Hier gibt es zwar augenscheinlich noch viele Veranstaltungen, allerdings ist die thematische Auswahl doch sehr beschränkt, was wieder kaum Wahlmöglichkeiten nach Interesse ermöglicht.

Da haben wir also die versprochenen Verbesserungen! Erwähnenswert wäre hier auch noch die „Entschuldigung“ eines Professors der Fachgruppe Soziologie, „es gäbe nunmal in der Fachgruppe drei nicht besetzte Lehrstühle“. Tja, mindestens einer davon ist seit einem Jahr nicht mehr besetzt und sollte eigentlich zum laufenden Semester wieder besetzt sein. Davon abgesehen ist das ein schwacher Trost für diejenigen Studierenden, die sich eine gewisse Qualität ihrer Ausbildung erhoffen. Dazu gehört sicherlich nicht, sich mit mindestens 50 Leuten in einen Seminarraum zu quetschen.

So passiert nun das, was wir mittlerweile schon als normales „semesterbeginnbegleitendes“ Prozedere kennen: Es werden Unterschriften gesammelt, AStA und Dekan mal wieder eingeschaltet und der Uni irgendwie Druck gemacht. Ob es was bringen wird ist fraglich. Auch in diesem Punkt lehrt uns die Vergangenheit.

Ein Hoch auf den Studienservice (pt. I)

Sonntag, 30. September 2007

Ja, es ist mal wieder soweit: Am morgigen Tage endet das Sommersemester 2007 und wir läuten das Wintersemester 2007/08 ein. Prinzipiell etwas schönes, zeigt es uns doch, dass wir wieder was erreicht haben.

Doch auch dieses freudige Ereignis hat seine Schattenseiten in Form des Studentenausweises bzw. Semestertickets. Man erinnere sich: Zum Wintersemester 2007/08 wurden in Hessen durch unseren glorreichen Ministerpräsident Roland Kotz.. ähm.. Koch (Abmahnungen bitte an die bei der DENIC hinterlegte Adresse ;-) ) allgemeine Studiengebühren in Höhe von EUR 500 pro Semester eingeführt. Daher gab es auch an der Uni Kassel einen Boykott dieser Gebühren, der leider ebenso erfolglos war, wie seine optimistischen Leidensgenossen an anderen hessischen Universitäten. So trug es sich nun zu, dass unsere Uni die Rückmeldefrist nach hinten verlegt hat, was wohl jetzt zum Problem wird.

Der geneigte Leser mag sich denken können, was nun passiert ist. Richtig! Seit mehr als zwei Wochen sind zwar die Studiengebühren der Boykottierenden an die Uni überwiesen, trotzdem ist das Objekt der Begierde, der Semesterausweis, immernoch nicht im heimischen Briefkasten gelandet. Es existiert zwar eine privilegierte Gruppe, die ihn schon in ihrem Besitz hat, doch die scheint sich relativ klein zu halten.

So freue ich mich nun auf die nächsten Tage, an denen ich entweder schwarz fahren oder Tickets für die Tram kaufen müssen werde.

Endzeitstimmung in Kassel

Sonntag, 30. September 2007

Man bekommt schon ein etwas beklemmendes Gefühl, wenn man heute Abend in Kassels Zentrum geht. War die Innenstadt doch in den letzten Monaten sonntags maßlos überfüllt, so dass man sich kaum bewegen konnte. Doch das Ende der documenta zeigt seine Wirkung: Die Innenstadt ist wie leer gefegt. Ein Gefühl von Endzeitstimmung überkommt den unvorbereiteten Passanten. Jetzt geht alles wieder seinen ursprünglich gewohnten Lauf.. bis 2012.