Kram getagged mit ‘OpenSource’

Neues vom NoseRub-Gebastel

Montag, 19. Mai 2008

Sodele, ich habe ja schon angekündigt, dass ich sicherlich noch mehr Problemchen finden werde. Die folgenden sind wohl eher konfigurationstechnischer Natur, daher habe ich mich entschlossen, sie hier erstmal in den Raum zu stellen und nach Lösung den entsprechenden Lösungsweg in den Post einzufügen. Für die Nachwelt quasi (und für mein löchriges Hirn).

  1. Blog-URL mit NoseRub-ID claimen
    Hier stehe ich vor meinem größten Problem momentan. Ich bekomme die Headerzeilen im Blog einfach nicht so gebastelt, dass NoseRub bei einem OpenID-Login mehr macht, als mich auf meine Profilseite zu schicken. Wenn ich die NoseRub-ID direkt verwende, funktioniert die Authentifizierung wie sie soll. In den Headerzeilen habe ich momentan für openid.server und openid.delegate meine NoseRub-ID stehen (http://noserub.chaosmos.de/Igno). Mit ClamShell hat das so problemlos funktioniert.
  2. Ipernity-Account hinzufügen
    Nächstes Problem, ich kriege meinen Ipernity-Account nicht eingebunden. Es ist egal, ob ich ihn direkt als Ipernity-Account anlegen will (mit der Email-Adresse als Benutzername) oder ob ich den Fotofeed als URL eingebe, NoseRub lässt sich nicht davon abbringen, keinen Feed/Account zu finden.
  3. Updateprobleme bei Faves
    Wo das Problem genau hängt, weiß ich nicht. Ich gehe mal von Faves aus. Jedenfalls werden meine Bookmarks in Faves nur extrem selten geupdatet (nach gestern Abend erst wieder heute Nachmittag). Gibt’s da eventuell eine Sperre? Intervall ist bei mir 20 Minuten.
  4. Anzahl der angezeigten Aktivitäten
    Es macht ja Sinn, nicht alle Aktivitäten ewig aufzuheben. Mit einer Begrenzung auf die letzten 10 Updates pro Aktivitätenart (Update: oder etwa für alle Aktivitäten pro Tag?) kann ich mich aber noch nicht so ganz anfreunden. Speziell bei Twitter ist das doch, wenn man mal etwas mehr twittert, schnell zu wenig. Da wäre die Frage, ob man da entweder irgendwie die Anzahl hochschrauben oder, noch besser, ein relatives Maximum auf 10, aber alle Updates des aktuellen Tages einstellen kann?

So, das wäre es mal wieder fürs Erste. Wie gesagt, Lösungen werden eingefügt. Da wird doch was machbar sein.

NoseRub – Meine ersten Gehversuche mit dezentralen sozialen Netzwerken

Sonntag, 18. Mai 2008

Nachdem ich vorgestern mal wieder eine re:publica-Review-Session gemacht habe (Dank an Markus für die Bereitstellung der Videostreams), bin ich im Panel „Die Zukunft der Social Networks“ auf ein interessantes, mir überraschenderweise bislang noch unbekanntes, Projekt von Dirk Olbertz gestoßen. Dabei handelt es sich um NoseRub, mit dem ein Ansatz für dezentrale soziale Netzwerke entwickelt wurde und weiter entwickelt wird. Das klang für mich dann so interessant, dass ich mich gestern gleich daran gemacht habe, ohne großes Vorwissen NoseRub auf meinem Server zu installieren. Nach erfolgreicher – zugegebenermaßen teilweise etwas komplizierterer – Installation, stand ich dann aber wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg. Gut, ich konnte mein Profil anlegen, das sah auch ganz nett aus, aber von einem Social Network konnte ich nicht viel finden. Also doch recherchieren und in die Materie einlesen.

An dieser Stelle mal ein kurzer Rundumschlag über das System: Erste Anlaufstelle war mal wieder Basic Thinking. Erkenntnis: NoseRub liegt meinem bisherigen Bild von sozialen Netzwerken – maßgeblich durch StudiVZ geprägt – wesentlich ferner, als ich erwartet hatte. Es ist so konzipiert, dass ich erstmal lediglich mein Profil hoste; soll heißen, die Informationen zu meiner Person. Gruppen, serverübergreifende Suche nach Personen, direkt über NoseRub Content erstellen, all das kennt NoseRub nicht; teilweise noch nicht. Dafür hat es aber einen anderen interessanten Ansatz, denn der Content wird über ausgelagerte Systeme bereitgestellt, so wie man das sowieso schon macht. Fotos beispielsweise bei Flickr, Text in Blogs oder per Twitter, Videos über YouTube und Links mit del.icio.us. Ich gehe dann in meinem NoseRub-Profil einfach hin, füge diese meine Accounts zu meinem Profil hinzu und NoseRub holt sich in regelmäßigen Abständen per RSS die Informationen über neue Inhalte. Diese werden dann übersichtlich kategorisiert in meinem Profil dargestellt und zu meinen Aktivitäten gebündelt. Will man sich mit anderen Leuten vernetzen, so gibt es dafür zwei Wege:

  1. Der Andere hat eine NoseRub-ID
    Das ist der einfache Fall, denn hier kommt das ganze Potenzial von NoseRub zum Tragen. Per RDF-Schema (Stichwort: FOAF) wird sein Profil, sowie seine Aktivitäten-Accounts abgeholt und in der Folge regelmäßig bei mir Aktualisiert. So habe ich, genau wie meine Aktivitäten, auch seine bei allen eingetragenen Diensten immer im Überblick. Und wenn er etwas an seinen Diensten ändert, wird das ebenfalls automatisch bei mir aktualisiert.
  2. Der Andere hat keine NoseRub-ID
    Dann wird es leider umständlicher, vereinfacht aber immer noch vieles. An dieser Stelle kann ich in meinem Profil als Kontakt anlegen, seine mir bekannten Dienste hinzufügen und habe am Ende fast den gleichen Funktionsumfang, wie im ersten Fall. Nur um die Pflege der Dienste muss ich mich selber kümmern.

Soviel zur grauen Theorie. Mit dem Wissen konnte ich dann auch schon mehr mit dem System anfangen. Hilfreich für das Grundverständnis sind auch die beiden Videostreams bei noserub.com, die Tour wollte mein VLC-Player leider ums Verrecken nicht abspielen.

Grundsätzlich sind mir dann aber doch ein paar Sachen aufgefallen, die ich schmerzlich vermisse oder, vom Konzept her anders sehen würde. Die reiße ich jetzt auch mal kurz an:

  1. OpenID
    Meine NoseRub-ID soll wohl als OpenID fungieren können, das tut sie aber leider nicht. Bis dato ist an der Stelle Schluss, an der der Server, auf dem ich mich einloggen will, auf meinen NoseRub-Account zugreifen will. Normalerweise, schätze ich mal, sollte man sich da dann einloggen bzw. den Dienst autorisieren und dann automatisch wieder zum Dienst zurück geroutet werden. Passiert bei mir leider nicht. Ich sehe dann mein Profil und an der Stelle ist von der ursprünglichen Seite nichts mehr zu sehen. Gefunden habe ich dazu im Netz auch noch nix.
  2. Globale Suchfunktion
    Im Moment empfinde ich das Projekt noch so, als wäre jeder NoseRub-Server ein eigenes Social Network. Klar, man kann sich von außen mit den Mitgliedern vernetzen, aber man kann eben noch nicht über alle Server suchen. Das erschwert es doch sehr, bestimmte Leute zu finden, gerade wenn es nicht um einen spezifischen Namen, sondern um Interessen geht. Also das, was in den landläufigen Social Networks durch Gruppen ermöglicht wurde.
  3. Usergruppenmanagement
    Man muss ja nicht für jeden Freund spezifisch festlegen können müssen, welche Dienste er von einem sehen soll. Aber eine Gruppierung von Freunden mit entsprechend konfigurierbaren Zugriffsrechten wäre doch sehr wünschenswert. Diese Funktion ist aber wohl geplant.
  4. Nachrichtensystem
    Ja, ich weiß, das gibt es eigentlich und es wird per Email realisiert. Ich würde aber gerne im Profil erfahren, wenn ich eine neue Nachricht bekommen habe. Auch das könnte man theoretisch über IMAP-Überwachung realisieren, ich will aber erstens keine Email-Adresse extra für NoseRub anlegen und zweitens nicht bei jeder Spam-Mail, die den SpamAssassin überwindet, Meldung bekommen. Da wäre ein internes Direct-Messaging-System doch sehr wünschenswert.
  5. Administrationsoberfläche
    Das wurde im NoseRub-Blog schon thematisiert und ist tatsächlich eine Erweiterung, die ich sehr gerne hätte. Grundsätzlich spiele ich zwar gerne in Configs rum, gerade bei Webanwendungen ist es aber dann doch wesentlich komfortabler, eine Adminoberfläche zu haben.

Das wäre mal das, was mir spontan einfällt. Mehr wird sicherlich noch mit der Zeit kommen. Ich werde mich auf jeden Fall weiter mit der Sache beschäftigen, denn das System macht schon einiges wesentlich einfacher. Zumal – das ist mit der wichtigste Punkt – ich Herr über mein Profil bin. Man kann sein Profil nebst aller Freunde exportieren und auf einem anderen NoseRub-Server wieder importieren. So ist es relativ einfach, beispielsweise einen öffentlichen Dienst zu verlassen, wenn man ihm nicht mehr traut, und dafür z.B. seinen eigenen Server aufzusetzen.

Wenig Zeit zum Bloggen

Montag, 28. April 2008

Jaja, auch das soll es mal geben. Heute ist’s ganz eng – da war ja noch was mit der Uni – den Rest der Woche guck ich mal, wie ich Zeit habe. Zu allem ‚Übel‘ habe ich mich auch noch bei BabelZilla als Übersetzer für ScribeFire eingeschrieben. Man gewöhnt sich zwar an’s Englische, aber Deutsch ist nicht nur schöner, sondern es soll ja auch noch arme Kreaturen geben, die des Englischen nicht mächtig sind. Und da ich ScribeFire für eine Top-Extension für Firefox halte, deren Benutzung man jedem ermöglichen sollte, kümmere ich mich mal eben um das deutsche Langpack. Außerdem halten sich die Nachrichten heute sowieso in Grenzen.. jedenfalls die nennenswerten ;-)