Kram getagged mit ‘Praktikum’

Heimarbeit killed my Freizeit

Freitag, 28. September 2007

Wer hätte das gedacht? Da geht man wochenlang jeden Tag brav ins Büro, wenn Arbeit ansteht, wird die erledigt, wenn keine ansteht, glänzt man eben durch Anwesenheit. Bei näherer Betrachtung vom Zeitmanagement eher ineffizient. Und kaum kann man seine Arbeit mal nicht mehr im Büro machen, weil der pöhse Admin den Rechner mit Windows verseucht hat, sitzt man plötzlich Tag und Nacht zuhause an der Arbeit.

Und da soll noch einer sagen, ich wär faul und würd nix für mein Praktikum machen ;-)

Mein Fragebogendilemma

Freitag, 14. September 2007

Vorweg ein Outing: Ja, ich studiere Soziologie und ja, überflüssigerweise auf Bachelor..
Damit kommen wir dann auch zum „Problem“, mit dem ich mich gerade rumärgern darf: Mein Praktikum. Obwohl es eigentlich weniger das Praktikum selber ist – mit dem bin ich eigentlich sehr zufrieden, wenn man mal davon absieht, dass es meine kompletten Semesterferien frisst, wofür meine Praktikumsstelle aber nichts kann -, sondern die Antworten auf die damit verbundene Befragung. Sah die Rücklaufquote mit etwa 30% bis dato eigentlich besser, als erwartet, aus, so hat sich das heute halbwegs relativiert.

Nachdem ich heute die ersten Häufigkeitsanalysen über die Daten geschickt hab, kristallisiert sich wieder einmal ein Grundproblem von schriftlichen Befragungen heraus: Die Gruppe derjenigen Probanden, die auf jede Frage die gleiche Antwort geben, meistens die positivste, die von der Antwortskala bereit gestellt wird.

Wenn man wenigstens einfach nichts ankreuzen oder den Fragebogen erst gar nicht zurück schicken würde, wäre das Problem ja gar nicht so wild. Und auch die, die auf wirklich alles die identische Antwort geben, sind nicht die schlimmsten, denn die kann man ja relativ problemlos identifizieren und ihre Datensätze eliminieren. Das größte Problem sind diejenigen, die auf einen oder mehrere Fragenpools höchstmöglich, auf den Rest aber halbwegs normal antworten. Denn die auszuschließen, ist scheinbar nur möglich, indem man jedes Häufigkeitsdiagramm analysiert und bei Auftreten die entsprechenden Datensätze beschneidet, so dass sie zwar aus der Bewertung eines Itempools rausfallen, bei den anderen aber wieder berücksichtigt werden. Und genau damit darf ich mich gerade rumschlagen.. was meine Stimmung bis aufs Maximum hebt -.-

Davon abgesehen darf man sich wirklich die tollsten Möglichkeiten, einen Fragebogen zu beantworten, ansehen. Glaubt mir, so eine schriftliche Befragung sollte jeder mal gemacht haben. Da wäre beispielsweise mein persönlicher Favorit, der scheinbar aus Prinzip, denn er macht es bei wirklich jeder Frage, sein Kreuzchen grundsätzlich immer zwischen zwei Kästchen setzt. Bei einer Antwortskala von 1 bis 4 (stimme nicht zu; stimme eher nicht zu; stimme eher zu; stimme voll zu) ist das doch wirklich eine Kunst. Einsehen würde ich ja noch den Bereich zwischen 2 und 3, um ein ‚teils, teils‘ zum Ausdruck zu bringen. Doch selbst da würde ich mir dann denken, da hat sich der Ersteller schon was bei gedacht.. und genau so ist es auch. Nur was soll man mit Kreuzchen zwischen den Kästchen als Auswertender anfangen? Die Skala kann ja nicht einfach im Nachhinein erweitert werden, denn das würde das gesamte Ergebnis verfälschen, schließlich hatten die anderen Befragten ja nicht die Möglichkeit, die Zwischenräume zu wählen.

Naja, ich werde mich mal wieder an die Arbeit machen. Mal schauen, was ich hier noch lustiges finden werde..