Kram getagged mit ‘Studiengebühren’

Die Studiengebühren-Farce

Sonntag, 21. Oktober 2007

Tjaja, der Boykott der Studiengebühren in Kassel ist vorbei, es kamen nicht genügend Boykottierende zusammen, wir haben also ab diesem Semester erstmalig EUR 500,- mehr für unsere ach so gute Lehre bezahlt. Und anfangs sah die Perspektive ja auch gar nicht so schlecht aus: Die Uni Kassel versprach uns, mit den zusätzlichen Geldern die Lehre zu verbessern. So sollten zusätzliche Tutorien angeboten werden etc. Es sah halbwegs akzeptabel aus, gerade für uns Studierende am FB05 Gesellschaftswissenschaften, die wir doch die letzten zwei Jahre mit überfüllten Hörsälen und Seminarräumen gequält wurden.

Das Ksseler Versprechen

Doch ein Blick ins Anfangs vielversprechende Vorlesungsverzeichnis ernüchtert diese Hoffnungen zu Beginn der Lehrveranstaltungen des neuen Semesters: Für Studierende im zweiten Studienjahr werden im Aufbaumodul II noch genau zwei Veranstaltungen angeboten (zwei Veranstaltungen sind nach Prüfungsordnung Pflicht): Ein Projekt- und ein Lektüreseminar. Das verspricht fast noch schlechtere Studienbedingungen, als vor einem Jahr, von der Möglichkeit sich zu spezialisieren wollen wir gar nicht erst reden. Ähnlich schlecht haben es die Studierenden im dritten Studienjahr erwischt: Hier gibt es zwar augenscheinlich noch viele Veranstaltungen, allerdings ist die thematische Auswahl doch sehr beschränkt, was wieder kaum Wahlmöglichkeiten nach Interesse ermöglicht.

Da haben wir also die versprochenen Verbesserungen! Erwähnenswert wäre hier auch noch die „Entschuldigung“ eines Professors der Fachgruppe Soziologie, „es gäbe nunmal in der Fachgruppe drei nicht besetzte Lehrstühle“. Tja, mindestens einer davon ist seit einem Jahr nicht mehr besetzt und sollte eigentlich zum laufenden Semester wieder besetzt sein. Davon abgesehen ist das ein schwacher Trost für diejenigen Studierenden, die sich eine gewisse Qualität ihrer Ausbildung erhoffen. Dazu gehört sicherlich nicht, sich mit mindestens 50 Leuten in einen Seminarraum zu quetschen.

So passiert nun das, was wir mittlerweile schon als normales „semesterbeginnbegleitendes“ Prozedere kennen: Es werden Unterschriften gesammelt, AStA und Dekan mal wieder eingeschaltet und der Uni irgendwie Druck gemacht. Ob es was bringen wird ist fraglich. Auch in diesem Punkt lehrt uns die Vergangenheit.

Ein Hoch auf den Studienservice (pt. II)

Dienstag, 16. Oktober 2007

Jaja, langsam lichtet sich das Geheimnis um meinen Semesterausweis. Nachdem meine zwei Emails lange missachtet blieben und ich Montag vor einer Woche persönlich auftrat, tut sich scheinbar was. Mittlerweile habe ich nen Schrieb im Briefkasten, dass ich meine 500 € Studiengebühren nicht überwiesen hätte. Hab ich an die Uni wirklich nicht; als ordentlicher, staatsbürgerlicher Student sind die natürlich auf dem Boykottkonto gelandet. Nur von da sollten sie seit über 2 Wochen an die Uni gegangen sein.

Naja, gucken wir mal, wo die Kohle wieder auftaucht. Der AStA kümmert sich jedenfalls drum..

Kurios: Studiengebühren

Freitag, 14. September 2007

Der Preis für Bildung ist durch die Einführung allgemeiner Studiengebühren seit dem Vorjahr um 28,7% gestiegen. Nur Butter hat laut Statistischem Bundesamt mit 36,6% eine höhere Teuerung mitgemacht.

(Quelle: Spiegel Online)