Kram getagged mit ‘Stupid’

Dear Senator McCain…

Samstag, 07. Februar 2015

don’t take me wrong, but please do the world, europe and finally your country a favour and shut up! Or, if you can’t, try out dying. Really, you would make the world a better place, also for America.

Sure, the conflict in the ukraine is not nice. It’s horrible, cause it’s straight going to be a revival of the cold war. But people like you, lost in the second half of the 20th century, are the reason, why we now are where we are. People like yours constraint to present their subjective monstrous penis to everyone that don’t want to see it is exactly the reason for the problems. Sure, Mr. Putin plays in your league, maybe a league higher, but one of all needs to be wise. As a member of the senate of the self called highest evolved democracy, it is your fucking job to be wise. People like you don’t stop in declaring the russians beeing underdeveloped. Maybe that’s right, from our point of view. But pushing a revival of a war, that lastet nearly 50 years and threatened the whole western world, really is much more underdeveloped than anything else can be.

This thing is our problem in europe. You sit in America. Get your own problems right and let us work on ours. The situation is bad enough even without you advertising for more open war in areas far away from your home just cause you can do it. This attitude is the reason, why more and more europeans don’t like the american government. And that’s the really last thing, our world needs. We have enough important problems.

#Aufschrei – Ein Kommentar

Sonntag, 23. Juni 2013

Einleitend: Eine Diskussion, die – sicherlich ob ihres netzaffinen Charakters – nicht die Gesamtgesellschaft einschließt, hat über ein Hashtag den ebenso netzaffinen Grimme Online Award gewonnen. Meinen erneuten Glückwunsch dazu. Vor allem, weil es eben etwas, für Preisverleihungen so untypisches wie eine Diskussion ist. Das an sich ist bemerkenswert.

Leider hat die Geschichte ihre Schattenseiten. (mehr …)

Versicherungspolitik

Freitag, 04. September 2009

Ich habe schon des öfteren darüber nachgedacht, mir eine private Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Das würde sich auch wirklich anbieten, weil ich ‚kleinere‘, meist vertragsrechtliche Probleme wie ein Magnet anzuziehen scheine. Beispielsweise verschwinden bei mir fast regelmäßig Kündigungen, die ich sogar mit Rückschein geschickt habe. Im konkreten Fall waren zwei Kündigungen in einem Umschlag und eine sollte nicht angekommen sein (sehr logisch übrigens, großer Mobilfunkanbieter, den es mittlerweile unter seinem damaligen Namen nicht mehr gibt). Auch Kündigungen, die ausdrücklich per Email (signiert) erwünscht waren und mit Lesebestätigung rausgingen, kamen angeblich nicht an (die Lesebestätigung wurde mir aber geschickt). (mehr …)

Abmahnungen und ihre Vorstufen

Donnerstag, 03. September 2009

Abmahnungen aus den wahnwitzigsten Gründen machen ja gerade wieder die Runde im Netz. Nachdem ich mir nun einige Zeit zum Nachdenken genommen habe, möchte ich dazu auch nochmal meinen Senf abgeben. Im Kern geht es um das Abmahnverhalten allgemein, speziell um einen mich betreffenden Fall, der zwar bis dato nicht bis zur Abmahnung kam, mich aber trotzdem nach wie vor aus unterschiedlichen Gründen beschäftigt. Ich werde ihn so abstrakt wie möglich schildern, um eine Zuordnung im Interesse der „geschädigten“ Person zu vermeiden. Grundsätzlich ist das hier im Nachhinein auch ein Versuch, der entsprechenden Person, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass sie diesen Post jemals lesen wird, verständlich zu machen, warum ich mir bei der Äußerung damals nicht viel Böses dachte.

Gut, fangen wir langsam fast an. Vorweg schicken möchte ich nochmals die förmliche Entschuldigung dafür, dass mein Humor sich offensichtlich nicht mit dem der betroffenen Person (im Folgenden anonymisiert Herr A. A.) gedeckt hat. (mehr …)

Ursula, da willst du nicht hin

Mittwoch, 19. August 2009

Ausgangslage: Die Reaktionen auf diesen Mitschnitt einer Rede unserer Bundesministerin Ursula von der Leyen, der laut YouTube am 17.08. diesen Jahres in Sulzbach (Saar) aufgenommen wurde. Ansehen, dann weiterlesen.

https://lifein.chaosmos.de/wp-content/uploads/2009/08/zensursula-170809-internetsperren.flv
(Quelle: YouTube, via netzpolitik.org)

Was kam Ihnen im Laufe der Betrachtung zwingend in den Kopf? Lief auch Ihnen der sprichwörtliche kalte Schauer über den Rücken? Stellten sich die Nackenhaare, sofern vorhanden, mehrheitlich auf? Sollte dem so sein, denken Sie kurz darüber nach, warum diese Reaktionen bei Ihnen eingetreten sind. Und jetzt dürfen Sie weiterlesen.

Gut, diejenigen, denen bis jetzt noch nichts aufgefallen sein sollte, mögen bitte kurz dieses Blog verlassen und bei Holgi vorbei gucken. Und am Besten auch gleich seinen Kommentar (#9) lesen. Damit sollte nun der Grundstock für diesen Post gelegt sein.

Eins noch vorweg: Zu Kinderpornographie haben wir alle die gleiche Meinung. Die gehört mit schärfsten Mitteln geahndet. Und um das nochmal kurz klar zu stellen: Schärfste Mittel bedeutet, sie erstens im Internet zu löschen, nicht nur lokal (auf Deutschland bezogen) zu sperren, und zweitens die Hintermänner weltweit zu verfolgen und ihrer rechtmäßigen Strafe zuzuführen.

Dies vorweg, weil sich dieser Post nicht mit dem Thema Kinderpornographie beschäftigen soll, sondern mit der Rhetorik, die Frau von der Leyen im besagten Video an den Tag legt. Wenn man das Thema der Rede mal ganz außer Acht lässt und nur Rhetorik der Bundesministerin und Reaktion des Publikums betrachtet; was kommt einem in den Sinn?

Ich mache es einfach: Ursula von der Leyen könnte bei Joseph Goebbels gelernt haben. Und die Zuhörer, soweit man das sehen kann, zu großen Teilen jenseits der 50, bei ihren Eltern, die sie lange Zeit nach dem Krieg und teilweise bis heute noch ach so dafür verachten, dass sie nichts von dem mitbekommen haben wollen, was unter den Nazis so angestellt wurde. Würde ich mich mit Stimmenresampling auskennen, ich würde das Video nehmen und die Stimme der Bundesministerin so weit wandeln, bis sie der von Goebbels oder Hitler möglichst nahe kommt. Wenn das hilft, die Parallelen in der Rhetorik besser erkennbar zu machen. Sie sind erschreckend.

Ich möchte an dieser Stelle dann auch darauf hinweisen, dass ich Frau von der Leyen garantiert nicht mit den Taten der NS-Regierung vergleichen oder in Verbindung bringen will. Es geht nachwievor nur um einen erschreckenden Vergleich der Rhetorik.

Das erschreckendste ich aber, dass die Anwesenden darauf stehen und ihr das auch noch glauben. Sicher, wenn ich jemanden habe, der meinetwegen 50+ Jahre alt ist und zum Internet keinen besonderen Bezug hat, und dem vorsetze, dass das Internet völlig problemlosen Zugang zu Kinderpornographie liefert – das sitzt. Wenn ich dazu noch Tatsachen verdrehe, insoweit dass die geplanten DNS-Sperren das ultimative Mittel wären und man diese auch noch schnell umsetzen könnte. Das Schöne an der Debatte ist ja, dass die Gegenseite (aus von der Leyens Sicht) das Mittel der Wahl anbietet: Nicht sperren, sondern die Seiten/Bilder/Videos gleich löschen, weil sie dann wirklich weg wären. Aber das wäre international ja wieder viel zuviel Aufwand, also lösen wir das Problem lieber national und missbrauchen die sowieso schon misshandelten Kinder ein zweites Mal – diesmal im Sinne des westlich-demokratischen Rechtsstaates.

Ursula, meinen Respekt vor dir (entschuldigen Sie bitte das Duzen, Frau von der Leyen), weil du ein Thema gefunden hast, mit dem du in der CDU-Stammwählerschaft (die übrigens in der Form in absehbarer Zeit aussterben wird) super Stimmen fangen kannst. Aber willst du dich wirklich argumentativ und rhetorisch in einer Reihe mit Goebbels, Hitler und einigen schlechten Kopien aus dem rechts- und linksextremen Lager sehen? Ist das das, was du erreichen willst?

Und auf der anderen Seite, CDU-Wähler, ist das das, was ihr wählen wollt? Die Partei, die die Rhetorik des Joseph Goebbels der Neuzeit zulässt? Denkt mal drüber nach, welche Vorwürfe ihr euren Eltern gemacht habt. Jedenfalls denen, die noch den echten bzw. seinen Zögling gewählt haben…

Wenn man sonst nichts hat.. Kartenzahlung

Montag, 10. August 2009

Manche Mitmenschen unbekannter Natur scheinen ja wirklich überhaupt keine Sorgen zu haben. Also wirklich so überhaupt keine, dass sie die Zeit finden, die banalsten Sachen an ihren Mitmenschen zu kritisieren. So geschehen eben an der Edeka-Schnellkasse.

Mein Anliegen, ich brauchte eine neue Dose Tabak. Dank kundenfeindlicher Verteilung von Geldautomaten der Kasseler Bank (VoBa) im Norden der Stadt, bezahle ich meist mit EC-Karte. So auch heute. Gerade wollte ich meine PIN eintippen, da viel dem Kunden hinter mir ein, dass er dazu jetzt unbedingt seinen unqualifizierten Senf abgeben musste.

„Tabak mit EC-Karte bezahlen“ (man denke sich den belustigt-abfälligen Tonfall)

Meine Antwort natürlich in etwa, warum auch nicht. Die freundliche Kassiererin reagierte analog. Und schon hatte er offensichtlich nichts mehr zu sagen.

Wenn dieses mitteilungsbedürftige Exemplar wüsste, was ich sonst noch so mit Karte bezahle. Ganz ehrlich, 13,95 Euro liegen ja grundsätzlich wenigstens schonmal über der fiktiven/früheren 10-Euro-Grenze für Kartenzahlungen. Davon mal ganz abgesehen, es kostet ja nichts und ist weit komfortabler als der mit Münzen prallvolle Geldbeutel. Und mal davon noch ganz abgesehen, es ist doch verdammt nochmal mein Bier, wie ich welche Einkäufe bezahlen will!

Erwähnenswert wäre vielleicht schlussendlich noch, dass ich meine PIN mittlerweile so schnell eintippe, dass meine Kartenzahlung wesentlich schneller abgewickelt war, als seine Barzahlung. Soviel also dazu.

Wie man eine Wahl verliert

Sonntag, 09. August 2009

Ich kann mich an kaum eine Bundestagswahl erinnern, in deren Vorlauf so viele Parteien ‚Werbung‘ gegen sich gemacht haben. Dieses Jahr scheinen sich sogar Große in politische Tollhäuser zu verwandeln, anders sind ihre teils massiven öffentlichen Fehltritte nicht zu erklären. Grund genug für mich, das Geschehen festzuhalten.

Die SPD

Fangen wir mit dem potenziellen Wahlverlierer Nr. 1 an, der die Bemühungen, Stimmen zu verlieren, von allen Parteien am ehesten zu einer Kunst erhebt. Nicht ohne Grund wird schon heiß darüber diskutiert, ob die SPD ihren Status als Volkspartei nach der Bundestagswahl im September noch inne haben wird. Wahlbarometer und Sonntagsfragen stützen Prognosen in dieser Hinsicht zunehmend. Während CDU/CSU bei ~36% liegen, schafft es die SPD nur noch auf ~23%, Tendenz stetig fallend. Forsa sieht sie sogar schon bei 20%.

Doch was muss man nun machen, um so große Stimmanteile zu verlieren? Immerhin arbeitet die SPD gerade zielstrebig darauf hin, sich wenigstens insofern in die Geschichtsbücher einzutragen, als dass sie ihr Wahlergebnis von 2005 (34,2%) in diesem Jahr halbieren. Eine Kunst, die man doch eher von den kleinen Parteien kennt. Hinsichtlich des Wahlkampfes – auf diese Phase möchte ich mich beschränken, denn sie wird gerade für Kurzentschlossene am relevantesten sein – sind bis dato zwei gravierende Ereignisse massive politische Fehltritte auszumachen. Den Anfang machte die Dienstwagenaffäre um Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Grundsätzlich, da mag auch die SPD richtig liegen, keine rechtlich relevante Sache. Allerdings muss man sich doch fragen, in welchem Zustand geistiger Umnachtung Frau Schmidt auf die Vorwürfe reagiert hat: Kein Wort der Einsicht, reine Rechtfertigung und tendenzielle Belustigung über ihre Kritiker. Im Wahlkampf insofern ein politischer Todesstoß, als dass ein Großteil des Volkes das Thema weit weniger lustig fand. Mit politischem Feingefühl hat es Frau Schmidt offensichtlich nicht.

Nun ja, SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier reagierte mehr oder weniger prompt und nahm Ulla Schmidt bis zur Klärung durch den Bundesrechnungshof aus seinem Kompetenzteam. Doch es kam, wie es kommen musste. Der Bundesrechnungshof erklärte schließlich, dass Frau Schmidt alles korrekt getrennt abgerechnet habe. Diverse exemplarische Rechnungen, beispielsweise des Bundes der Steuerzahler, brachten horrende Summen an verschwendeten Steuergeldern in die Debatte ein. Der Imageschaden, der prinzipiell zwar durch den Bundesrechnungshof revidiert wurde, würde so schnell nicht von Ulla Schmidt abfallen. Daher gleicht die Bekanntgabe Steinmeiers, Ulla Schmidt nun doch in sein Kompetenzteam zu berufen, dem nächsten politischen Todesstoß. Wieder wurde der anhaltende Ärger des Volkes, der mit Sicherheit nicht durch den Bundesrechnungshof aufgehoben wurde, von politischer Seite komplett übergangen. Mit wahlkämpferischem Feingefühl tut sich offensichtlich auch Herr Steinmeier schwer.

Ach, und zwischendrin war da ja nochwas. Als ob diese ‚Problemchen‘ nicht schon reichen würden, wirft Steinmeier auch noch den unglaubwürdigsten aller Rettungsanker (üblicherweise verzweifelter links- und rechtsextremer) kleiner Parteien in den Wahlkampf: Vollbeschäftigung bis 2020. Mal ungeachtet von Rahmen und Machbarkeit, dieses Wort ist mit so vielen negativen Stereotypen belastet, sowas darf in einem seriösen Wahlkampf einer Volkspartei einfach nicht fallen. Kein Wunder, dass man sich damit nicht nur zum Gespött aller anderen Parteien, sondern auch der potenziellen Wählerschaft macht. Da darf man sich langsam schon die Frage stellen, wer eigentlich Steinmeiers Wahlkampfleiter ist? Andrea Ypsilanti?

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Ein (versautes) Wochenende mit der Bahn

Montag, 03. August 2009

Jaja, es war mal wieder soweit. Vergangenen Mittwoch musste ich mich gen Heimat bewegen. Als armer Student natürlich mit der Bahn und natürlich ausschließlich mit Nahverkehrszügen. Und wie üblich wurde das wieder zum Desaster. Aber von vorne.

Ausgangslage und Ziel

Mittwoch hin, Sonntag wieder zurück. Semesterticket gilt bis Treysa (NVV-Gebiet), also Anschlussticket für zwei Stationen bis Stadtallendorf (RMV-Gebiet) im RE lösen. In Stadtallendorf raus um das große Ticket fürs RMV-Gebiet zu lösen, dann mit dem ~5min später fahrenden Mittelhessenexpress runter nach Frankfurt. Auf der Rückfahrt sollte das ziemlich analog laufen. In Frankfurt das große RMV-Ticket lösen, dann in Stadtallendorf raus um die 2 Stationen Übergangsticket zu lösen, 50min warten und ab Treysa wieder per Semesterticket fahren. Soviel zum Plan.

Die Hinfahrt

Los ging es also Mittwoch mit dem RE Kassel – Frankfurt, soweit alles gut. Zwischen Wabern und Treysa kontrolliert dann der Schaffner mein Semesterticket – offensichtlich exzellent gelaunt, sonst hätte er nicht auch noch meinen Perso sehen wollen. Ehrlich, wie ich bin, sage ich dann extra, dass ich gerne ein Anschlussticket bis Stadtallendorf bei ihm lösen würde. Und schon ging der Ärger los. Das Ticket könne man nicht mehr im Zug nachlösen, war seine Antwort. Ich, natürlich total verwundert, weil das bislang nie ein Problem war, wollte mir dann mal genauer erklären lassen, wie ich denn dann nach Stadtallendorf kommen soll? Kann ja nicht die Lösung sein, dass man grundsätzlich in Treysa raus muss, um sich dort das Übergangsticket zu lösen. Und am Automaten in Kassel gibt’s jedenfalls keine Tickets ins RMV-Gebiet. Seine Antwort lief dann etwas unsicher darauf hinaus, dass ich mir das Übergangsticket in Zukunft in Kassel am NVV-Schalter lösen müsse, weil ich mindestens von Treysa bis Marburg buchen müsse, damit er mir ein Anschlussticket ausstellen könne. Missmutig meinte er dann, er dürfe das zwar eigentlich nicht und eigentlich müsse er mir ja jetzt 40 Euro wegen Schwarzfahrens berechnen (wir waren noch vor Treysa, also fuhr ich noch mit meinem Semesterticket ;-)), aber er würde mir das Anschlussticket ausstellen. Darauf verzichtete ich dann ob einer Vorahnung, was das wohl nach der Diskussion kosten würde, und stieg kurzentschlossen in Treysa aus. Dort schnell das Übergangsticket gezogen und ab in den Mittelhessenexpress, den ich eigentlich erst in Stadtallendorf besteigen wollte.

Damit war meine ursprüngliche Zeitplanung über den Haufen. In Stadtallendorf bin ich dann, wie geplant, wieder ausgestiegen. Zu meiner Überraschung wird da gerade der Gleis 1 Bahnsteig neu gebaut, so dass wir auf einem Holzbahnsteig standen. Doch dazu später mehr. Naja, wenigstens war ein RMV-Automat da, also löste ich mein großes RMV-Ticket und wartete eine Stunde auf den nächsten RE. Mit einer guten Stunde Verspätung kam ich dann also in Frankfurt resp. Groß-Gerau an; um eine weitere Bahn-stinkt-Erfahrung reicher.

Die Rückfahrt

Wenn du denkst, es geht nicht schlimmer, dann wird es garantiert noch schlimmer. Die Rückfahrt ist, wie erwähnt, eigentlich völlig unproblematisch. Allerdings hätte ich mir vielleicht vorher überlegen sollen, ob ich ausgerechnet auf der Baustelle Stadtallendorf umsteigen möchte. Ich hätte es lassen sollen.

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Beckstein und die U-Bahn-Schläger

Mittwoch, 09. Juli 2008

Da habe ich doch gestern Nacht wieder nicht schlecht gestaunt, als das RTL Nachtjournal lief. Hintergrund war das Urteil gegen die beiden U-Bahn-Schläger von München, bzw. die von der CSU geforderte Abschiebung der beiden Täter nach Absitzen ihrer Haftstrafen von 12 und 8 Jahren. In diesem Zusammenhang war folgendes Statement von Herrn Beckstein zu hören:

„Wer das ganze Instrumentarium der Jugendhilfe erfolglos durchlaufen hat und dann ohne einen vernünftigen Anlass und ohne Anstand mit dem Kopf eines anderen Menschen Fußball spielt, so jemand hat in Deutschland nichts zu suchen.“

Einleitend: Die beiden Täter kommen ursprünglich aus Griechenland und der Türkei, also einem EU-Mitgliedsstaat und einem Anwärter. Schlimm genug, dass Herr Beckstein mit der Aussage „so jemand hat in Deutschland nichts zu suchen.“ Deutschland schon über Griechenland und die Türkei stellt. Noch schlimmer wird es dann aber dadurch, dass mindestens Griechenland als EU-Mitglied auch für deutsche Verhältnisse weit genug westlich entwickelt sein muss, bei der Türkei existieren da bekanntermaßen einige Kritikpunkte, die scheinen mir in diesem Punkt aber nicht besonders relevant. Beckstein hierarchisiert also drei europäische Staaten, die sich international auf einer Ebene begegnen, auf der Ebene der westlichen Entwicklung der Gesellschaft. Bravo, Herr Beckstein, total daneben!

Medien und die deutsche Niederlage

Donnerstag, 12. Juni 2008

Ich kann es nicht leiden. Absolut nicht. Wirklich. Kaum verliert die deutsche Mannschaft, wird alles schlecht gemacht. „Warum hat heute nichts funktioniert, was gegen Polen so gut funktioniert hat?“. Ja warum denn nicht? Nicht, weil die deutsche Mannschaft grundsätzlich schlecht gespielt hat. Nein, weit gefehlt, aber das ist halt die einfachste Lösung. Genau wie der Grundvorwurf, dass das 2:0 ein grober Fehler Lehmanns war.

Völliger Schwachsinn. Warum es heute nicht geklappt hat, war eine ganz andere Geschichte. Nicht schlechtes Spiel der Deutschen, sondern eine wirklich grandiose Vorbereitung der Kroaten. Denn die haben es in Perfektion geschafft, unser eigentlich sehr eigenes Spielsystem binnen kürzester Zeit perfekt zu adaptieren. Das Stören tief in der gegnerischen Hälfte, perfekte Raumdeckung (gegen Polen standen wir immer richtig, heute waren es die Kroaten) und damit einhergehend, das Verhindern von Zwei-Stürmer-Kontern durch die Mitte. Warum wir besonders ersteres so fest im System verankert haben? Weil die Verteidigung unser Problemkind ist, ohne einen Spieler namentlich zu nennen. Es ist die ganze Abwehr. Und gegen Polen haben wir das Spiel wunderbar ins vordere Mittelfeld verlagert, so dass die Abwehr wenig zu tun hatte. Wenn das einer adaptiert, ist es klar, dass das Spiel automatisch weiter in unsere Hälfte verlagert wird.

Ach, und a propos Lehmann: Der Mann hat bis jetzt noch keinen Fehler gemacht. Eine Unsicherheit am Anfang vom ersten Spiel, aber das war konsequenzlos und alles. Kann man nicht einfach mal aufhören, erstmal in jedem fragwürdigen Tor einen Fehler Lehmanns zu sehen?!

Über die rote Karte für Schweini, den Depp, würde ich jetzt eigentlich auch noch gerne was schreiben, aber das lasse ich besser und nehm noch einen Schluck ;-)

Staatsgerichtshof stützt Studiengebühren in Hessen

Mittwoch, 11. Juni 2008

Die Odyssee um die Studiengebühren in Hessen nimmt kein Ende. Nach den Vorkommnissen der letzten Woche im Landtag, hat heute der hessische Staasgerichtshof sein Urteil über die Verfassungsklage gegen Studiengebühren verkündet: Mit 6:5 Stimmen wurden Studiengebühren als verfassungskonform beurteilt. Damit geht das Ringen um das Prestigethema weiter. Am 17. wird das Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren im Landtag in die dritte Lesung gehen und damit voraussichtlich verabschiedet werden.

Letzten Endes stellt sich mir die grundsätzliche Frage, inwieweit Grundsatzurteile auf Verfassungskonformität überhaupt mit einfacher Mehrheit beschlossen werden dürfen. Die Verfassung ist die Verfassung, ein Grundsatzurteil ein Grundsatzurteil. Da kann und darf es in meinen Augen eigentlich keine Uneinigkeit der Richter geben. Entweder etwas ist verfassungskonform, dann kann man es logisch faktisch Begründen und alle Richter müssen der Begründung folgen können, das Ergebnis wäre also einstimmig. Oder etwas ist nunmal nicht verfassungskonform. Auch dann gibt es eine logisch faktische Argumentationskette, die Einstimmigkeit sichern muss. Natürlich müssen verfassungsbezogene Gerichte Interpretationen normieren, aber die Interpretation, die am Ende als die der Verfassung entsprechende angenommen wird, muss doch allen Richtern logisch richtig sein. Schließlich arbeiten ja alle an der gleichen Verfassung.

So what, es ist nicht zu ändern. Dann geht’s halt ggf. wieder auf die Straße. Sind wir ja langsam gewohnt.

Tante Google braucht man nur, wenn man kein Forum hat

Montag, 26. Mai 2008

Eigentlich stehe ich ja nicht so auf GBO-Style-Geblogge, aber manchmal kann ich mich dann auch nicht mehr halten. Wenn Tante Google schon nicht hilft (bzw. nicht gefragt wird), kann man es ja wenigstens im Community-Forum versuchen. Dann sollte man aber wenigstens lesen können:

[ Mo | 21:14 ] DieAnne-Marie: FSB 1000 MHz (2.0GT/s), Dual Channel, DDR400, wenn das in meiner motherboardbeschreibung steht, was für ein RAM brauch ich dann?
[ Mo | 21:17 ] Igno: Stinknormale, alte DDRs (PC3200)
[ Mo | 21:17 ] DieAnne-Marie: 096MB [!sic] DDR2 (1000) PC2-8000 DIMM 240-Pin Kit (2 x 2048MB) OCZ Kit geht das?
[ Mo | 21:19 ] Igno: Nein, das sind DDR2er

Oh Mann, da macht Tech-Support ja wieder richtig Spaß.