Kram getagged mit ‘Twitter’

#Aufschrei – Ein Kommentar

Sonntag, 23. Juni 2013

Einleitend: Eine Diskussion, die – sicherlich ob ihres netzaffinen Charakters – nicht die Gesamtgesellschaft einschließt, hat über ein Hashtag den ebenso netzaffinen Grimme Online Award gewonnen. Meinen erneuten Glückwunsch dazu. Vor allem, weil es eben etwas, für Preisverleihungen so untypisches wie eine Diskussion ist. Das an sich ist bemerkenswert.

Leider hat die Geschichte ihre Schattenseiten. (mehr …)

„Ihre Wahl“ – Heute ein Flop

Montag, 31. August 2009

Letzte Woche noch mit Potenzial und gutem Konzept in die Höhe gelobt, heute kam die Kehrtwende. Zugegeben, Ursula von der Leyen stellte sich bei Sat.1 auch – erwartungsgemäß, man kennt sie ja – als schwere Diskussionspartnerin heraus. Aber wie Sabine Christiansen und Stefan Aust damit umgingen, war schlichtweg peinlich. Bleibt das einzig gute Gefühl, dass ich dafür wenigstens keine GEZ bezahlt habe.

Gut, was ist also passiert? Bis zur ersten Werbeunterbrechung sah eigentlich alles gut aus. Die Fragen waren kritisch, wenn Frau von der Leyen ablenken wollte, sprang einer der beiden Moderatoren relativ schnell ein und brachte sie energisch wieder zur Fragestellung zurück. So stelle ich mir das eigentlich im relativen Optimalfall vor. Danach ging’s bergab. Man verlor sich in der Debatte um Kinderarmut, Familienfinanzierung etc. Und die Crux allen Übels, Christiansen und Aust ließen von der Leyen reden.. und reden.. und reden. Wenn sie dann endlich mal fertig war, ‚intervenierte‘ man und stellte die immernoch unbeantwortete Frage im Grunde noch einmal. Und Frau von der Leyen redete.. und.. ach, Sie wissen ja schon. Die Moderatoren hatten die Kontrolle verloren. Sie überließen der Familienministerin die Kontrolle über die Diskussion. Tödlich für jedes seriöse, politische Interview; für Diskussionsrunden erst Recht.

Da tut es auch kaum noch etwas zur Sache, dass Twitter – letzte Woche noch ein Kommunikationskanal, der „aus [dem] Fernsehen nicht mehr wegzudenken“ ist – diese Woche offenbar keine Rolle spielte. Fragen, auch zu den behandelten Themen, gab es beileibe auch auf Twitter en masse. Die Qualität hat auch gestimmt. Klar, die Masse bezog sich auf die Zensurdebatte, aber dazu gleich mehr. Es gab jedenfalls genug Tweets, die sich subjektiv oder objektiv mit den behandelten Themen beschäftigten.

Gut, so lief es also weiter. In der Werbepause kurz vor 23:00 Uhr beschlich mich schon das Gefühl, die Zensurdebatte würde wohl nicht mehr angesprochen. Um 23:09 Uhr wagte Frau Christiansen dann den Vorstoß, man müsse ja auch noch nach den Themen, die in der Onlineredaktion so den Tenor bestimmen, fragen. Die Familienministerin redete.. und redete.. und redete. Und brachte Christiansen und Aust dazu, das Thema nicht zu wechseln. Bis 23:13 – zwei Minuten vor Ende der Sendung. Die Onlineredaktion durfte endlich auswerten: Vorherrschendes Thema ist die Zensurdebatte. Frau Christiansen leitete ihre Frage und das Thema kurz ein, dann durfte von der Leyen etwa 30sek mit den faktisch falschen Phrasen füllen, die sie an der Stelle immer bringt, und die Sendung wurde abmoderiert. Kein Wort der Konfrontation. Von der Leyens demagogische Propaganda wurde einfach so als letztes Statement im Raum stehen gelassen. Arm.. wirklich. Billige (oder bezahlte? Ich kenne mich in dem Business nicht wirklich aus), weichgespühlte Wahlwerbung für die CDU.

Dabei hatte die Onlineredaktion eigentlich über die ganze Woche keinen schlechten Job gemacht. Wo da letztendlich was schief gelaufen ist, keine Ahnung. Aber der Draht zwischen Moderation und Redaktion hat heute genauso wenig funktioniert, wie die moderierende Funktion von Christiansen und Aust. Ein Reinfall, wie er im Buche steht.

Edit: Hinzufügen muss ich eigentlich noch, dass ich die Entwicklung extrem schade finde. Denn die Zensurdebatte wird objektiv bis dato eigentlich nur im Netz geführt. Sat.1 hätte sie heute in die breite Masse tragen können. Die Mittel, um nahezu alle Standardargumente von der Leyens widerlegen zu können, haben sie von der netzaffinen Zuschauerschaft bekommen. Sie hätten sie nur nutzen müssen.

Sat.1 entdeckt mit „Ihre Wahl“ Twitter

Montag, 24. August 2009

Sat.1 ist heute mit dem Polit-Format „Ihre Wahl – Die Sat.1-Arena“ gestartet. Inhalt ist in diesen Zeiten natürlich der Wahlkampf, also ein bzw. im Verlauf der Sendung leider mehrere Politiker, die sich den mehr oder weniger kritischen Fragen der Moderatoren stellen müssen. Gut, mag man jetzt sagen, kennen wir schon, ARD, ZDF und RTL bringen solche Formate im Wahlkampf ja auch. Aber Sat 1 hat diesmal etwas anders gemacht.

Bislang waren solche Formate weitestgehend von den Fragen der Moderatoren gelenkt. Im Optimalfall konnte der Zuschauer seine Fragen im Voraus per Telefon/SMS/Mail stellen, ob die dann wirklich in die Sendung kamen, kann ich nicht sagen. Sat.1 nahm nun Webcam-Fragen (oder eher per Webcam aufgenommene Clips) und, und das ist der bemerkenswerte Punkt, Fragen per Twitter ins Konzept auf. Vor allem letzteres ein Kommunikationsweg, bei dem die Fragen erst im Laufe der Sendung eintrafen. Um kurz auszuweichen, ich singe hier kein Loblied, nur weil mein Tweet in der Sendung gezeigt wurde bzw. sogar der erste gezeigte war. Ich finde die Entwicklung toll. Zumal die Menschen hinter dem Account diesen nicht nur als Kanal für Fragen, sondern interaktiv auch für Verbesserungsvorschläge/Kritiken u.ä. nutzen.

Sowas würde ich mir in erster Linie von den Öffentlich-Rechtlichen wünschen, für deren Sommerinterviews ich zahlen muss. Na gut, nachdem Sat.1 ja mit in der Sendergruppe sitzt, die das TV-Duell der Kanzlerkandidaten veranstaltet, gibt es da ja noch Hoffnungen. Aber unabhängig davon wäre es wirklich schön, wenn auch die ÖR das Potenzial beispielsweise von Twitter anerkennen würden.

Ich will Sat.1 jetzt auch nicht in alle Himmel loben. Einiges ist nach der Premiere sicherlich verbesserungswürdig. An erster Stelle würde ich, bei dem imposanten Aufruf zur Beteiligung, die Sendedauer von einer Stunde sehen. Zwei Stunden müssten da auf jeden Fall drin sein, wenn ich allein die Anzahl der ’seriösen‘ Tweets als Maß nehme, die nicht bis in die Sendung kamen. Generell würde ich das Interview weniger durch die Moderatoren gestalten lassen, wenn so viel konstruktiver Rückstrom aus der Zuschauerschaft kommt. Außerdem würde ich ‚die Arena‘ auf einen Politiker beschränken und die Sendezeit auf zwei Stunden erweitern. Aber, wie gesagt, es war die erste Sendung. Insofern ändert sich ja vielleicht was. Man muss ja nicht annehmen, dass Sat.1 mit einem solchen Rücklauf rechnen musste. Ich hoffe dann mal auf nächste Woche und freue mich erstmal, dass Sat.1 sein Sendungskonzept ein wenig geöffnet hat.

Was nervt: Twitter

Donnerstag, 06. August 2009

Also ehrlich: Ich hab ja Verständnis für Downtimes wegen DoS-Angriffen. Auch dafür, dass Seiten dann nicht richtig laufen, weil an ihnen gearbeitet werden muss. Alles kein Problem, weil der Betreiber da grundsätzlich ja nicht viel für kann.

Aaaber: Seit 21:18 Uhr (MESZ) empfange ich zwar wunderbar Tweets, twitter.com funktioniert auch, offensichtlich kann jeder Hinz tweeten.. ABGESEHEN VON MIR!!! Egal ob per Web oder über Clients, vom PC aus oder übers Handy, ich krieg ums Verrecken keinen Tweet raus und das stinkt mir jetzt mal gewaltig!

So, das musste jetzt mal sein.

Twitter schon wieder tot

Freitag, 16. Mai 2008

Da sieht man es ja wieder: Twitter verhindert sinnlose Blog-Postings. Twitter ist schon wieder tot! Und ich habe das dringende Bedürfnis, das zu posten. Alles scheiße! Ich will mein Innerstes wieder öffentlich nach außen stülpen können.

Twibble angetestet

Samstag, 03. Mai 2008

Inspiriert durch Sascha Lobo auf der Suche nach einem brauchbaren Twitter-Client für’s Handy, bin ich gerade auf Twibble gestoßen. Bislang habe ich mobil per m.twitter.com gezwitschert, aber das ist weder besonders komfortabel, noch sonderlich ökonomisch (wenn man keine Daten-Flat hat). Mein Fazit: Ich bin begeistert. Rennt wunderbar auf meinem Nokia 6280 – das hoffentlich demnächst einem N95 weichen darf, so O2 mir denn eins zu einem erschwinglichen Preis für die Vertragsverlängerung andrehen will -, ist schlank und verursacht gegenüber m.twitter.com extrem wenig Traffic. Wird also mein neuer, mobiler, bester Freund.

Bei der Gelegenheit habe ich dann die Desktop-Variante auch gleich mal angeschaut. Es hat mich ja schon gefreut, dass explizit Linuxkompatibilität ausgewiesen wurde. Für Linux mit KDE bleibt einem scheinbar bis dato nur TwitterFox. Naja, auf jeden Fall, die Desktop-Variante basiert auf Adobe AIR, von dem es doch tatsächlich mittlerweile eine Alpha für Linux gibt. Die habe ich mir, todesmutig, wie ich bin, natürlich auch gleich installiert. Auch hier mein Fazit: Twibble sieht richtig schick aus, bringt alle Funktionen, die ich momentan brauche, TwitPic-Support soll auch noch kommen und alles in allem ein richtig schickes Teil. Wenn die Adobe AIR API nur nicht so instabil laufen und sich die Fenster per KDE einfach konfigurieren ließen. Leider ist das nicht der Fall, also werde ich mit dem Umstieg warten, bis Adobe was releasiges released hat. Dann wird’s aber definitiv mein Client der Wahl.