Kram getagged mit ‘Web 2.0’

Alles neu, macht nicht ganz der Mai

Sonntag, 09. November 2014

Ach ja, ruhig ist’s wieder. Ich würds ja kreative Pause nennen, aber, nun ja, das setzt irgendwie ein gewisses Maß an Kontinuität voraus. Also bleibts bei Normalität.

Wie dem auch sei, Kurzform: Server neu, Studium einmal mehr abgebrochen (Semesterticket, ich vermisse dich jetzt schon), hallooo elendes Erwebsleben. Nun komme bloß niemand auf dumme Gedanken, ich gehe natürlich keiner geregelten Arbeit nach. Wo kämen wir denn da hin? Stattdessen bringe ich mich mental gerade in die richtige Stimmung, um einen Roman zu gebähren. Jaja, brotlose Kunst, im wahrsten Sinne des Wortes, aber was soll man machen? Irgendwann muss ich die Realitäten meines Lebens akzeptieren. Die liegen nunmal in der Schreiberei.

Insofern, mal ein kurzer Abriss über das letzte Jahr, damit auch der Laden hier wieder auf dem Stand ist:

  • Wir sind Weltmeister – Yay.. und Glückwunsch, goldene Generation. Wurde auch Zeit.
  • Große Koalition – Große Enttäuschung. Andererseits, wer hätte von unserem weichgespülten ‚Alles-Mitte‘-Politikerpack auch ersthaft was erwartet. Ein Armutszeugnis für unser schönes Land.
  • Wolf Biermann – Großes Kino, auch wenn ich grundsätzlich ein Freund der Linken bin. Das war immerhin mal die unterhaltsamste Bundestagssitzung seit Langem.
  • Amerikanische Serienwelt – Viel gutes neues, ein trauriges Ende. Californication hätte in jedem Fall noch weiter laufen müssen.
  • Sturm & Stieglitz – Großer Kampf. So ganz ehrlich. Auch wenn Sat1 endlich mal kapieren könnte, dass wir eine stolze Nationalhymne haben, die nicht von irgendwelchen Castingshowhäschen in ‚Fick mich, ich bin sooo geil‘-Manier gehaucht werden dürfte. Ernsthaft, das grenzt an Körperverletzung.
  • Meine Prospektverteiler – Lernt verdammt nochmal endlich Lesen! ‚Keine Werbung‘ heißt tatsächlich, dass ich den Papiermüll nicht brauche!
  • O² & telefonterroristische Konsorten – Wöllte ich, dass ihr mich telefonisch mit euren tollen neuen Angeboten belästigt, würde ich keinen Onlinevertrag, bei dem ihr den Support ausdrücklich auf Online verlagert, abschließen. Wenn ich mich nur online melden soll, tut mir den Gefallen und macht das umgekehrt endlich auch.
  • Krankenkassen – Seit Jahren verändert sich an meinem Einkommen nix und jedes Jahr wollt ihr das wieder detailliert in Papierform von mir bekommen. Können wir uns nicht darauf einigen, dass ich euch Bescheid gebe, wenn ich plötzlich im Lotto gewonnen habe? Wobei das ein relativ unwahrscheinlicher Fall ist, dafür müsste ich ja Lotto spielen.
  • Welt im Allgemeinen – Staub! Wirklich, wie lange brauchst du noch mit deiner Evolution, bis der Unsinn endlich weg ist. Kein Schwein braucht Staub!
  • Ach, ja, NSA & Co. – Leckt mich!

In diesem Sinne, zurück in die Stimmungsausgestaltung. Möglicherweise liest man mal wieder öfter was von mir. Auch wenn ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen bin, dass der ganze ‚Web 2.0‘-Quatsch eigentlich nur eine riesige, belanglose Qual ist. Da wird der geneigte Leser, der es bis hier durchgehalten hat, sicher zustimmen. Aber was soll’s, man geht ja mit der Zeit.

Was nervt: Twitter

Donnerstag, 06. August 2009

Also ehrlich: Ich hab ja Verständnis für Downtimes wegen DoS-Angriffen. Auch dafür, dass Seiten dann nicht richtig laufen, weil an ihnen gearbeitet werden muss. Alles kein Problem, weil der Betreiber da grundsätzlich ja nicht viel für kann.

Aaaber: Seit 21:18 Uhr (MESZ) empfange ich zwar wunderbar Tweets, twitter.com funktioniert auch, offensichtlich kann jeder Hinz tweeten.. ABGESEHEN VON MIR!!! Egal ob per Web oder über Clients, vom PC aus oder übers Handy, ich krieg ums Verrecken keinen Tweet raus und das stinkt mir jetzt mal gewaltig!

So, das musste jetzt mal sein.

Dezentrale soziale Netzwerke: Minerva

Donnerstag, 22. Mai 2008

Frisch entwickelt und daher eine Erwähnung wert: Bei meinem steigenden Interesse für dezentrale soziale Netzwerke bin ich auf Minerva gestoßen. Das Projekt verfolgt, wie sollte es anders sein, einen ähnlichen Ansatz wie NoseRub. Allerdings ist es, bedingt durch seinen Ursprung, doch anders aufgebaut.

Minerva wurde ursprünglich als reine WordPress-Lösung entwickelt. Über ein Plugin sollten Inhaber eines WP-Blogs ihr Blog zu ihrer Identität machen können. Dort werden dann auch die entsprechenden Profildaten gehostet. Außerdem wird, vorzugsweise in der Sidebar, die Netzwerk-Schnittstelle zu Minerva eingebettet, über die dann Kontakte geknüpft werden können.

Mittlerweile haben sich die Entwickler entschlossen, den Kern von Minerva eigenständig zu machen, so dass auch jede andere Webseite als Identität genutzt werden kann. Allerdings benötigt es hierzu noch Schnittstellen in Form von Plugins für die unterschiedlichen Systeme, so dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur WordPress genutzt werden kann.

Ich wollte das System zwar testen, bin aber leider schon an der Aktivierung gescheitert: Trotz installierter Abhängigkeiten (PHP 5.2.x, php-curl und php-xml) lässt sich das Plugin zwar aktivieren, dann ist mein Adminbereich aber nicht mehr erreichbar, da ZEND einen Fehler nach dem anderen meldet. Schade eigentlich, ein Test hätte mich interessiert. Ich behalte das Plugin aber weiter im Auge und werde, wenn neue Versionen kommen, wieder versuchen, es aktiviert zu bekommen.

Neues vom NoseRub-Gebastel

Montag, 19. Mai 2008

Sodele, ich habe ja schon angekündigt, dass ich sicherlich noch mehr Problemchen finden werde. Die folgenden sind wohl eher konfigurationstechnischer Natur, daher habe ich mich entschlossen, sie hier erstmal in den Raum zu stellen und nach Lösung den entsprechenden Lösungsweg in den Post einzufügen. Für die Nachwelt quasi (und für mein löchriges Hirn).

  1. Blog-URL mit NoseRub-ID claimen
    Hier stehe ich vor meinem größten Problem momentan. Ich bekomme die Headerzeilen im Blog einfach nicht so gebastelt, dass NoseRub bei einem OpenID-Login mehr macht, als mich auf meine Profilseite zu schicken. Wenn ich die NoseRub-ID direkt verwende, funktioniert die Authentifizierung wie sie soll. In den Headerzeilen habe ich momentan für openid.server und openid.delegate meine NoseRub-ID stehen (http://noserub.chaosmos.de/Igno). Mit ClamShell hat das so problemlos funktioniert.
  2. Ipernity-Account hinzufügen
    Nächstes Problem, ich kriege meinen Ipernity-Account nicht eingebunden. Es ist egal, ob ich ihn direkt als Ipernity-Account anlegen will (mit der Email-Adresse als Benutzername) oder ob ich den Fotofeed als URL eingebe, NoseRub lässt sich nicht davon abbringen, keinen Feed/Account zu finden.
  3. Updateprobleme bei Faves
    Wo das Problem genau hängt, weiß ich nicht. Ich gehe mal von Faves aus. Jedenfalls werden meine Bookmarks in Faves nur extrem selten geupdatet (nach gestern Abend erst wieder heute Nachmittag). Gibt’s da eventuell eine Sperre? Intervall ist bei mir 20 Minuten.
  4. Anzahl der angezeigten Aktivitäten
    Es macht ja Sinn, nicht alle Aktivitäten ewig aufzuheben. Mit einer Begrenzung auf die letzten 10 Updates pro Aktivitätenart (Update: oder etwa für alle Aktivitäten pro Tag?) kann ich mich aber noch nicht so ganz anfreunden. Speziell bei Twitter ist das doch, wenn man mal etwas mehr twittert, schnell zu wenig. Da wäre die Frage, ob man da entweder irgendwie die Anzahl hochschrauben oder, noch besser, ein relatives Maximum auf 10, aber alle Updates des aktuellen Tages einstellen kann?

So, das wäre es mal wieder fürs Erste. Wie gesagt, Lösungen werden eingefügt. Da wird doch was machbar sein.

NoseRub – Meine ersten Gehversuche mit dezentralen sozialen Netzwerken

Sonntag, 18. Mai 2008

Nachdem ich vorgestern mal wieder eine re:publica-Review-Session gemacht habe (Dank an Markus für die Bereitstellung der Videostreams), bin ich im Panel „Die Zukunft der Social Networks“ auf ein interessantes, mir überraschenderweise bislang noch unbekanntes, Projekt von Dirk Olbertz gestoßen. Dabei handelt es sich um NoseRub, mit dem ein Ansatz für dezentrale soziale Netzwerke entwickelt wurde und weiter entwickelt wird. Das klang für mich dann so interessant, dass ich mich gestern gleich daran gemacht habe, ohne großes Vorwissen NoseRub auf meinem Server zu installieren. Nach erfolgreicher – zugegebenermaßen teilweise etwas komplizierterer – Installation, stand ich dann aber wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg. Gut, ich konnte mein Profil anlegen, das sah auch ganz nett aus, aber von einem Social Network konnte ich nicht viel finden. Also doch recherchieren und in die Materie einlesen.

An dieser Stelle mal ein kurzer Rundumschlag über das System: Erste Anlaufstelle war mal wieder Basic Thinking. Erkenntnis: NoseRub liegt meinem bisherigen Bild von sozialen Netzwerken – maßgeblich durch StudiVZ geprägt – wesentlich ferner, als ich erwartet hatte. Es ist so konzipiert, dass ich erstmal lediglich mein Profil hoste; soll heißen, die Informationen zu meiner Person. Gruppen, serverübergreifende Suche nach Personen, direkt über NoseRub Content erstellen, all das kennt NoseRub nicht; teilweise noch nicht. Dafür hat es aber einen anderen interessanten Ansatz, denn der Content wird über ausgelagerte Systeme bereitgestellt, so wie man das sowieso schon macht. Fotos beispielsweise bei Flickr, Text in Blogs oder per Twitter, Videos über YouTube und Links mit del.icio.us. Ich gehe dann in meinem NoseRub-Profil einfach hin, füge diese meine Accounts zu meinem Profil hinzu und NoseRub holt sich in regelmäßigen Abständen per RSS die Informationen über neue Inhalte. Diese werden dann übersichtlich kategorisiert in meinem Profil dargestellt und zu meinen Aktivitäten gebündelt. Will man sich mit anderen Leuten vernetzen, so gibt es dafür zwei Wege:

  1. Der Andere hat eine NoseRub-ID
    Das ist der einfache Fall, denn hier kommt das ganze Potenzial von NoseRub zum Tragen. Per RDF-Schema (Stichwort: FOAF) wird sein Profil, sowie seine Aktivitäten-Accounts abgeholt und in der Folge regelmäßig bei mir Aktualisiert. So habe ich, genau wie meine Aktivitäten, auch seine bei allen eingetragenen Diensten immer im Überblick. Und wenn er etwas an seinen Diensten ändert, wird das ebenfalls automatisch bei mir aktualisiert.
  2. Der Andere hat keine NoseRub-ID
    Dann wird es leider umständlicher, vereinfacht aber immer noch vieles. An dieser Stelle kann ich in meinem Profil als Kontakt anlegen, seine mir bekannten Dienste hinzufügen und habe am Ende fast den gleichen Funktionsumfang, wie im ersten Fall. Nur um die Pflege der Dienste muss ich mich selber kümmern.

Soviel zur grauen Theorie. Mit dem Wissen konnte ich dann auch schon mehr mit dem System anfangen. Hilfreich für das Grundverständnis sind auch die beiden Videostreams bei noserub.com, die Tour wollte mein VLC-Player leider ums Verrecken nicht abspielen.

Grundsätzlich sind mir dann aber doch ein paar Sachen aufgefallen, die ich schmerzlich vermisse oder, vom Konzept her anders sehen würde. Die reiße ich jetzt auch mal kurz an:

  1. OpenID
    Meine NoseRub-ID soll wohl als OpenID fungieren können, das tut sie aber leider nicht. Bis dato ist an der Stelle Schluss, an der der Server, auf dem ich mich einloggen will, auf meinen NoseRub-Account zugreifen will. Normalerweise, schätze ich mal, sollte man sich da dann einloggen bzw. den Dienst autorisieren und dann automatisch wieder zum Dienst zurück geroutet werden. Passiert bei mir leider nicht. Ich sehe dann mein Profil und an der Stelle ist von der ursprünglichen Seite nichts mehr zu sehen. Gefunden habe ich dazu im Netz auch noch nix.
  2. Globale Suchfunktion
    Im Moment empfinde ich das Projekt noch so, als wäre jeder NoseRub-Server ein eigenes Social Network. Klar, man kann sich von außen mit den Mitgliedern vernetzen, aber man kann eben noch nicht über alle Server suchen. Das erschwert es doch sehr, bestimmte Leute zu finden, gerade wenn es nicht um einen spezifischen Namen, sondern um Interessen geht. Also das, was in den landläufigen Social Networks durch Gruppen ermöglicht wurde.
  3. Usergruppenmanagement
    Man muss ja nicht für jeden Freund spezifisch festlegen können müssen, welche Dienste er von einem sehen soll. Aber eine Gruppierung von Freunden mit entsprechend konfigurierbaren Zugriffsrechten wäre doch sehr wünschenswert. Diese Funktion ist aber wohl geplant.
  4. Nachrichtensystem
    Ja, ich weiß, das gibt es eigentlich und es wird per Email realisiert. Ich würde aber gerne im Profil erfahren, wenn ich eine neue Nachricht bekommen habe. Auch das könnte man theoretisch über IMAP-Überwachung realisieren, ich will aber erstens keine Email-Adresse extra für NoseRub anlegen und zweitens nicht bei jeder Spam-Mail, die den SpamAssassin überwindet, Meldung bekommen. Da wäre ein internes Direct-Messaging-System doch sehr wünschenswert.
  5. Administrationsoberfläche
    Das wurde im NoseRub-Blog schon thematisiert und ist tatsächlich eine Erweiterung, die ich sehr gerne hätte. Grundsätzlich spiele ich zwar gerne in Configs rum, gerade bei Webanwendungen ist es aber dann doch wesentlich komfortabler, eine Adminoberfläche zu haben.

Das wäre mal das, was mir spontan einfällt. Mehr wird sicherlich noch mit der Zeit kommen. Ich werde mich auf jeden Fall weiter mit der Sache beschäftigen, denn das System macht schon einiges wesentlich einfacher. Zumal – das ist mit der wichtigste Punkt – ich Herr über mein Profil bin. Man kann sein Profil nebst aller Freunde exportieren und auf einem anderen NoseRub-Server wieder importieren. So ist es relativ einfach, beispielsweise einen öffentlichen Dienst zu verlassen, wenn man ihm nicht mehr traut, und dafür z.B. seinen eigenen Server aufzusetzen.

Post-Rating wieder rausgeflogen

Freitag, 16. Mai 2008

Jawoll, ich bleibe doch beim wohlwollenden Blick auf kommentierende Leser. Zwei Gründe für meinen Entschluss: Erstens wird wohl auch das Rating nicht wirklich genutzt. Dafür verlängert es aber die Ladezeiten, so dass sich das Ganze in meinen Augen nicht rentiert. Zweitens, das wäre eigentlich der ausschlaggebendere Grund, habe ich übersehen, dass das Plugin ja zu sezwho telefoniert, was wohl nicht damit konform geht, dass hier nichts geloggt wird. Schließlich kann der Leser nicht darüber entscheiden, ob er die Ratings (die wohl zentral bei sezwho gespeichert werden) laden will, ob also seine Verbindungsdaten irgendwo gespeichert werden. Für den kurzen Zeitraum, den das Plugin lief, möchte ich mich in der Hinsicht entschuldigen.

Twitter schon wieder tot

Freitag, 16. Mai 2008

Da sieht man es ja wieder: Twitter verhindert sinnlose Blog-Postings. Twitter ist schon wieder tot! Und ich habe das dringende Bedürfnis, das zu posten. Alles scheiße! Ich will mein Innerstes wieder öffentlich nach außen stülpen können.

Kaioo – Gemeinnütziges Social Network

Sonntag, 11. Mai 2008

kaioo beschreibt sich selbst als „die erste ECHTE Social Community im Internet“. Und tatsächlich, das Konzept ist so unter den Großen der Branche noch nicht aufgetaucht. Drei Leitwörter prägen die Index-Seite: Gemeinnützigkeit, Demokratie und Garantie, letzteres in Bezug auf die Verwendung der Nutzerdaten. kaioo wird von der kaioo gemeinnützige Stiftungs-GmbH mit Sitz in Hamburg betrieben und ist damit tatsächlich das erste gemeinnützige Social Network, das sich generell wenigstens schon in die Medien bewegen konnte.

Weiter überraschend ist das aber nicht, sitzen doch hinter kaioo Thomas Kreye, früher in der Bertelsmann Unternehmensentwicklung, und Rolf Schmidt-Holtz, Chef von Sony BMG. Dies war auch die Grundlage für viele Spekulationen, inwieweit Bertelsmann (sie sind zu 50% an Sony BMG beteiligt) in der kaioo-Geschichte hängt. Die beiden Vertretungsberechtigten winken jedenfalls alle Beteiligungen vehement ab.

Dem will auch ich mal Glauben schenken. Die Stiftung hat ihre Gemeinnützigkeit anerkannt bekommen. AGBen und Datenschutzerklärung sollen gemeinsam durch die Nutzer aufgestellt werden, so, wie ich den momentanen Hinweis über die laufende Ausarbeitung verstehe, soll dieses exklusive Änderungsrecht durch die Mitgliederschaft auch in den AGBen verankert werden. In dem Falle könnte die Stiftung also nur noch lenkend in Aktion treten. Folgenschwere Änderungen der AGBen, wie beispielsweise geschehen bei studiVZ, sollten damit nicht mehr möglich sein, es sei denn, die Nutzer wollen es so.

Bemerkenswert finde ich in jedem Fall noch die (ich schätze mal Grundlage für die Gemeinnützigkeit) Verwendung der erwirtschafteten Mittel: Denn diese gehen jährlich als Spende an andere Stiftungen und Organisationen weitergeleitet. Da bleibt zuletzt nur noch die Frage, ob sich kaioo neben den Branchenriesen studiVZ und Facebook hier noch durchsetzen kann. Vom momentanen Standpunkt wäre es in jedem Fall wünschenswert.

Wenn schon nicht kommentieren..

Freitag, 09. Mai 2008

.. dann bitte wenigstens bewerten ;-)

Intention hinter diesem Post ist die folgende: Ich schreibe hier teilweise relativ lange Posts zu relativ aktuellen Themen. Ich bemühe mich auch, wenigstens nicht nur Copy&Paste zu basteln, sondern, je nach Thema, mal ausgedehnter mal weniger ausgedehnt, meine Meinung oder Denkanstöße zu veröffentlichen. Nun, aus meinem angestrebten Beruf – ich studiere Soziologie – ergibt sich quasi zwingend, dass ich auf Befragungen und vor allem demographische Meinungsbilder stehe.

Lange Rede, kurzer Sinn: Aus einer Diskussion, die Robert (entschuldige, dass ich schon wieder Pingbacke (fällt nicht unter mein Memo ;-))) heute angeworfen hat, ist u.a. herausgekommen, dass es ein Ungleichgewicht zwischen dem, was sich viele Blogger wünschen, und dem, was sich Leser denken, gibt: Der Blogger hätte gerne Feedback über die Qualität seiner Arbeit, der Leser kommentiert aber aus allen möglichen Gründen oft nicht. Vor dem Problem stehe ich hier auch. Darum habe ich jetzt mal eine Bewertungsmöglichkeit für Posts eingebunden. Wer also keine Lust hat / zu faul ist / nicht diskutieren will / warum auch immer sonst nicht kommentiert, den würde ich doch bitten, wenigstens die Artikel zu bewerten. Ich stehe wirklich sowas von total auf Feedback.. ähm.. stopp! Ich bedanke mich jedenfalls bei allen, die die Möglichkeit wahr nehmen.

Twibble angetestet

Samstag, 03. Mai 2008

Inspiriert durch Sascha Lobo auf der Suche nach einem brauchbaren Twitter-Client für’s Handy, bin ich gerade auf Twibble gestoßen. Bislang habe ich mobil per m.twitter.com gezwitschert, aber das ist weder besonders komfortabel, noch sonderlich ökonomisch (wenn man keine Daten-Flat hat). Mein Fazit: Ich bin begeistert. Rennt wunderbar auf meinem Nokia 6280 – das hoffentlich demnächst einem N95 weichen darf, so O2 mir denn eins zu einem erschwinglichen Preis für die Vertragsverlängerung andrehen will -, ist schlank und verursacht gegenüber m.twitter.com extrem wenig Traffic. Wird also mein neuer, mobiler, bester Freund.

Bei der Gelegenheit habe ich dann die Desktop-Variante auch gleich mal angeschaut. Es hat mich ja schon gefreut, dass explizit Linuxkompatibilität ausgewiesen wurde. Für Linux mit KDE bleibt einem scheinbar bis dato nur TwitterFox. Naja, auf jeden Fall, die Desktop-Variante basiert auf Adobe AIR, von dem es doch tatsächlich mittlerweile eine Alpha für Linux gibt. Die habe ich mir, todesmutig, wie ich bin, natürlich auch gleich installiert. Auch hier mein Fazit: Twibble sieht richtig schick aus, bringt alle Funktionen, die ich momentan brauche, TwitPic-Support soll auch noch kommen und alles in allem ein richtig schickes Teil. Wenn die Adobe AIR API nur nicht so instabil laufen und sich die Fenster per KDE einfach konfigurieren ließen. Leider ist das nicht der Fall, also werde ich mit dem Umstieg warten, bis Adobe was releasiges released hat. Dann wird’s aber definitiv mein Client der Wahl.

Blogger sind Wissenschaftler…

Freitag, 02. Mai 2008

… jedenfalls von ihrem Web-Zwo-Nulligen Werdegang her.

Ja, ich kann das noch nicht wirklich beurteilen, denn meine kläglichen Versuche wissenschaftlicher Arbeit manifestieren sich bis jetzt auch nur in ein paar Hausarbeiten und der Krönung, ein paar wissenschaftlichen Posts hier und vorwiegend in meinem alten Blog.

Trotzdem komme ich langsam zu der Erkenntnis, dass der Werdegang des Otto-Normal-Bloggers in etwa mit dem eines Wissenschaftlers überein stimmt. Ein Wissenschaftler sucht sich sein Fachgebiet – keine Sau kennt ihn und zitiert ihn -, dann veröffentlicht er einige (gute) Artikel in billigen, später anerkannten Zeitschriften seiner Zunft – irgendwann wird er zitiert – und holt sich so seinen Namen.

Ebenso läuft’s mit den Bloggern. Man schreibt einen Haufen sinnvollen Kram, aber keiner kriegt’s mit. Ausnahme, die paar Leuts, die einen per Google finden. Ansonsten muss man erstmal zu Sachen schreiben, die andere schon geschrieben haben, Track- und Pingbacks setzen, um so auf sich aufmerksam zu machen. Dann finden sich vielleicht ein paar wenige Leute, die das Blog per RSS-Reader abonnieren. Irgendwann gibt’s dann auch solche, die das Blog wirklich lesen. Und ganz am Ende wird man referenziert. Dann darf man auch endlich das schreiben, was man wirklich schreiben will. Lustige Assoziation, denn Wissenschaftler sind die, die mit ihren Ideen noch am Weitesten hinterm Berg halten.

Oh my god! They killed Twitter!

Freitag, 02. Mai 2008

Aaaaahhhhhhh!!! Wer hätte gedacht, dass es mich so treffen würde. So lange bin ich doch noch gar nicht dabei. Trotzdem fühle ich mich jetzt irgendwie unvollständig und, vor allem, abgeschnitten vom Rest der Welt. Twitter antwortet mir seit Stunden nur noch mit einem ‚500 Internal Server Error‘. Ich dreh durch.

Ich bin ein Z-Twitterer, holt mich hier raaaauuuuusss!!!